Stefan Lanka

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Lanka

Stefan Thomas Josef Lanka (geb. 27. September 1963, Langenargen) ist ein deutscher Biologe, Pseudowissenschaftler und verschwörungstheoretischer Buchautor der in seinen Werken, auf Vorträgen und im Internet mit unhaltbaren und abwegigen Behauptungen auftritt. Lanka wird insbesondere in der GNM-Szene, bei Impfgegnern sowie den Ablehnern der Tatsache, dass das HI-Virus Erreger von AIDS ist, zitiert. Lankas Überzeugungen fanden aufgrund fehlender Belege und der Widersprüchlichkeit zu Erkenntnissen der Biologie im wissenschaftlichen Bereich keinerlei Beachtung. Da seine grotesken Aussagen zu Infektionskrankheiten, die er mit Spekulationen über politischen Verschwörungen vermischt, von Laien auf Anhieb nicht überprüft werden können, geht von diesen eine Gefahr aus, denn Lanka verneint jegliche Bedeutung von Viren im Zusammenhang mit Erkrankungen des Menschen und versucht auf diese Weise Bemühungen zur Prävention und Therapie viral bedingter Erkrankungen zu verhindern. Seiner Meinung nach gäbe es also keine Viren, die ursächlich für Krankheiten wären. Die Tatsache der Existenz von Infektionskrankheiten wird von ihm geleugnet.[1] Die wissenschaftliche Medizin bezeichnet er als wichtigste Stütze von Diktaturen und undemokratischen Regierungen.

Lanka betreibt einen eigenen Verlag namens klein-klein-verlag, über den er seine Werke verbreiten kann. Seine Annahmen werden auch über den Copix Verlag propagiert.

Lanka ist bekannter Anhänger der Germanischen Neuen Medizin (GNM). Im September 2007 kam es jedoch zu einem Rechtsstreit zwischen Lanka und Ryke Geerd Hamer um Markenrechte an Grafiken der GNM.[2][3]

Kurzbiografie

Stefan Lanka wurde am 27. September 1963 in Langenargen am Bodensee geboren. Er studierte von 1984 bis 1989 Biologie und veröffentlichte zunächst zu viralen Infektionen bei Braunalgen und dem Ectocarpus siliculosus Virus (EsV).[4][5][6][7] In den Datenbanken sind keine späteren wissenschaftlichen Veröffentlichungen zu finden. Nach dem Biologiediplom 1990 folgt die 1994 Promotion.

Danach ging Lanka dazu über, unbewiesene Hypothesen im Bereich der Humanmedizin aufzustellen und in Esoterikzeitschriften wie Raum & Zeit oder Continuum oder im Internet zu publizieren. Er gilt als Anhänger der so genannten "Perth group" und vertritt die Ansicht, dass prinzipiell keine Viren existieren, die Krankheiten verursachen. Insbesondere gilt er als Vertreter der Ansicht, dass das HI-Virus nicht die Ursache von AIDS sei und das H5N1-Influenzavirus nicht ursächlich für die Vogelgrippe verantwortlich sei.

Lanka soll auch ehemaliger Mitarbeiter des Alternativmediziners Heinrich Kremer gewesen sein, mit dem er 1996 die "REGIMED" (REsearch Group Investigative MEDicine and Journalism) gründete.

EsV

EsV-Virus Darstellung in Lankas Diplomarbeit[8]
EsV-Virus Darstellung in Lanka-Veröffentlichung von 1993

Laut Lanka habe es bislang in der Geschichte der Biologie oder Medizin noch keinen Beweis der Existenz eines pathogenen Virus gegeben, und die einzige einzige erfolgreiche Isolation eines Virus sei ihm persönlich gelungen, als er das Es-Virus entdeckte. Lanka ist tatsächlich Mitautor einer Erstbeschreibung des EsV. Es handelt sich dabei um ein in der Biologie eher unbedeutendes Virus, das Braunalgen infizieren kann. In seiner eigenen Diplomarbeit weist er jedoch auf die Pathogenität dieses und anderer Viren selbst hin: (Zitat)

[...] Die Pathogenität des Virus von Ectocarpus siliculosus konnten Müller et al. (1990) durch Neu-Infektion gesunder Zellen demonstrieren. [...] Die fehlende Virulenz der isolierten und gereinigten Viruspartikel ist möglicherweise auf eine Schädigung der Viren während der Isolation zurückzuführen [...] Oliveira und Bisalputra (1978) beschrieben eine Virusinfektion in der marinen Braunalge Sorocarpus uvaeformis [...] Der pathogene Effekt des Sorocarpus uvaeformis - Virus besteht in der Zerstörung der intrazellulären Struktur von vegetativen Zellen und Zoosporen. [...] Die Viren der Gattungen Ranavirinae und Lymphocystivirinae befallen hauptsächlich Amphibien und Fische.[8].

Außerdem weist Lanka selbst auf weitere erfolgreiche Isolate von Viren durch andere Autoren hin:

Viren aus den Unterfamilien Iridovirinae und Chloriridovirinae wurden aus einer Vielzahl von Invertebraten isoliert[8].

EsV-infizierte Algen unterscheiden sich von nicht infizierten Algen durch ihre Hemmung der Reproduktion.[9] EsV vermehrt sich nur in den Sporangien, so dass die Virusinfektion für die Alge nicht tödlich ist, aber zur Hemmung der Flagellenbewegung führt. Aus infizierten Sporen und Gameten wachsen aber danach gesunde, vielzellige Algen heran. Die Zelllyse zur Freisetzung der Viren scheint nicht virusinduziert zu sein. Meeresalgen an sich können jedoch durch Virenbefall zu Grunde gehen.[10][11][12]

Bedeutung und Existenz (menschen-)pathogener Viren

Ebola-Virus
Ebola-Patient
Tollwut-Virus
Tödliche Tollwut beim Menschen. (Bildquelle: Wikimedia Commons [2])
Erreger Clostridium tetani ('Tetanus')
Starrkrampf bei Cl. tetani (Bildquelle: Wikimedia Commons [3])
Cl. tetani-Infektion
Kutane Leishmaniose (Aleppobeule)

Ein immer wieder gern vorgebrachtes Argument gegen die Existenz von pathogenen Viren sind die Henle-Koch-Postulate aus dem 19. Jahrhundert. So formulierte Koch 1890 auf der 10. Internationalen Medizinischen Konferenz in Berlin:

"[...] drittens, dass er von dem Körper vollkommen isoliert und in Reinkultur hinreichend oft umgezüchtet, imstande ist, von neuem die Krankheit zu erzeugen [...]".

Koch bringt hier zum Ausdruck, dass der vermutete Erreger für eine Erkrankung aus dem erkrankten Individuum isoliert und bei einer Übertragung auf ein gesundes Individuum, die selben Krankheitssymptome auslösen muss. Der Begriff Virus geht auf Cornelius Aulus Celsus aus dem ersten Jahrhundert vor Christus zurück, der diesen erstmalig verwendete. Gemeint waren hiermit "Gifte", welche Krankheiten übertrugen. So wurde der Begriff auch eine ganze Zeit in seiner Bedeutung verwendet, bis dann im 17. Jahrhundert die ersten Lichtmikroskope entwickelt wurden (bis auf extrem seltene Ausnahmen sind Viren lichtmikroskopisch nicht zu sehen). Ab da wurden nur noch solche "Erreger" als Virus bezeichnet, welche man im Lichtmikroskop nicht sehen konnte. Erste Versuche und Befunde, welche zu dem heutigen Verständnis des Wortes "Virus" beitrugen, fanden 1892 durch Dimitri I. Iwanowski und 1898 durch Martinus Willem Beijerinck, Friedrich Löffler und Paul Frosch statt. Dies war also lange nach Kochs Rede in Berlin. Was Koch 1890 nämlich nicht wissen konnte, waren die Schwierigkeiten der Kultivierung von Viren. Mit Bakterien, und Koch war Bakteriologe, ist es relativ einfach, auch wenn es da die eine oder andere Schwierigkeit gibt. Mit Viren sieht die Sache schon ganz anders aus. Influenza-Viren werden noch heute trotz aller Fortschritte noch immer in Hühnereiern vermehrt. Sie lassen sich eben nicht wie Bakterien auf Nährplatten züchten. Außerdem verbietet sich aus wohl einsichtigen Gründen die Isolierung eines Erregers, um ihn dann auf einen gesunden Menschen zu übertragen. Derartige Versuche mit Menschen sind zum Glück verboten. Es gibt aber (leider) gut dokumentierte (Un)Fälle, bei denen sich 3 Mitarbeiter mit dem HI-Virus bei ihrer Arbeit infiziert haben. Die Infektionsquelle war jedoch kein infiziertes Material von Patienten, sondern klonierte Viren, also deren reine DNA. Eine dieser drei Personen entwickelte nach 68 Monaten Pneumocycstis pneumonia, ein für die AIDS-Symptome wichtiges Kriterium. Weiterhin lag der CD4-Wert bei 50. Gesunde Personen weisen einen CD4-Wert von 500-1.200 auf. Da diese Person erst 83 Monate nach der Infektion mit einer Behandlung begann, ziehen hier auch nicht die Argumente des AIDS-Kritikers Peter Duesberg. Duesberg hat lange Zeit behauptet, dass die eigentlichen AIDS-Symptome nicht durch die HI-Viren ausgelöst werden, sondern durch Drogen (Poppers) und ungesunden (homosexuellen) Lebenswandel.

Groteske Desinformation

TIRF Lichtmikroskop Olympus IX70

Am 20. Juni 2008 wurde von dem Webauftritt FAKTuell ein Interview von Lanka mit Christoph Lenz (alias Christopher Ray) verbreitet, in dem Lanka eine für ihn aber auch für FAKTuell blamable Falschinformation verbreitet. Zur Vorgeschichte: Ausgangspunkt war eine im Mai 2008 erschienene, wissenschaftliche Arbeit in der renommierten Fachzeitschrift nature, die eine mikroskopische real-time Serienaufnahme der zellulären Enstehung einzelner Virionen des HI-Virus zeigte und als wichtigste, neue Erkenntnis belegte, dass der Partikelzusammenbau, das budding und die Freisetzung in etwa 5-6 Minuten im Bereich der Zellmembran abläuft.[13][14]

Ähnliche Aufnahmen wurden bereits vorher bei anderen Viren durchgeführt. Die Forscher konnten die Viren mit Hilfe einer lichtmikroskopischen Technik filmen, die mit fluoreszierendem Farbstoff markierte Eiweiße (gag) einsetzte. Die Fluoreszenz ist ein typisches, optisches Phänomen und hat nichts mit der Elektronenmikroskopie zu tun. Das Verfahren ist als TIRF-Verfahren bekannt (Total internal reflection fluorescence microscopy)[15][16], mehrere namhafte Hersteller bieten dafür geeignete Mikroskope an (Carl Zeiss Micro-Imaging, Olympus und Leica Microsystems), und es lassen sich Auflösungen bis hinab zu 70nm erreichen. Einzelne Proteine können erkannt werden. Bei dieser Arbeit wurde ein TIRFM-Mikroskop des Typs Olympus IX-70 eingesetzt. Dass die mikroskopischen Aufnahmesequenzen mit fluoreszierenden Farbstoffen realisiert wurden, wird dabei explizit und korrekt in der Einleitung zu dem FAKTuell-Artikel erwähnt.[17] Lanka wurde von Lenz mit dieser Arbeit konfrontiert und meinte dazu:

Das Bild, welches die Geburt eines HIV zeigen soll, ist eine Aufnahme in einem Raster-Elektronenmikroskop. [...] Allen Arten der Elektronenmikroskopie ist gemeinsam, dass der Elektronenstrahl nur im Vakuum seine im Vergleich zur Lichtmikroskopie viel stärkere Auflösung erzielen kann. Damit Aufnahmen von Zellen im Vakuum des Elektronenmikroskops überhaupt abgebildet werden können, müssen die Zellen zuvor sehr stark chemisch-mechanisch fixiert, entwässert und mit einer Metallschicht bedampft werden [...] Auf jeden Fall kann es nicht sein, dass in dieser Aufnahme irgendein biologischer Vorgang gezeigt wird, denn die Zellen müssen zur Darstellung im Elektronenmikroskop chemisch fixiert und vollkommen entwässert werden, sonst würden sie im Vakuum explodieren und gar nichts mehr wäre sichtbar. Ich vermute, dass diese Behauptung, dass im Elektronenmikroskop die Geburt eines HIV sichtbar gemacht wurde, die übrigens jedem Schüler und Studenten als Betrug auffallen sollte, einfach nur eventuell aufkommende Zweifel an der Aids-Theorie im Keim ersticken soll [...] Was gezeigt wird ist, dass in eine Zelle eingebrachter Leuchtfarbstoff die chemisch fixierte, d.h. getötete Zelle wieder verlässt und diese Leuchtfarbstoffbläschen als HIV ausgegeben werden [...] Die Autorin sagt, dass sie in eine Zelle Eiweiße hineingegeben hat, [...] Diese Eiweiße sind mit einem Leuchtfarbstoff verbunden worden [...].

Hier wendet Lanka einen alten Desinformationstrick an: Die Vermengung von falschen Unterstellungen mit nachvollziehbar erscheinender Kritik. Einerseits erfindet Lanka, dass es sich hier um eine elektronenmikroskopische Aufnahme handeln soll (was die Autoren gar nicht angeben) und gleichzeitig weist er darauf hin, dass hier ein optischer Effekt vorläge, da er sich auf die Fluoreszenz bezieht. Beides widerspricht sich da die Elektronenmikroskopie kein lichtmikroskopisches Verfahren ist und die Autoren der Studie ihr Verfahren zur Sichtbarkeitsmachung der Virionen genau beschreiben und keinen Anlass geben, zu vermuten, dass es sich um eine EM-Aufnahme handeln könnte. Auch ist in ihrem Artikel von lebenden Zellen (Zitat: living cells) die Rede, an denen die Beobachtungen stattfanden, und auch der Titel der Arbeit spricht von live cells. Aber selbst dem medizinischen Laien Lenz schien hier zu dämmern, dass Lanka hier trickst, denn er fragte doch noch mal nach...

Natur tut nur Gutes

Alternativmedizin2.jpg
Gewebsnekrose nach Biss durch eine Lanzenotter. Bildquelle: Wikimedia Commons [4]
Gangrän nach Haemophilus influenzae Infektion[18]

Nach Lanka würde es keine negativen biologischen Strukturen geben, die je gesehen worden wären (siehe Zitate, weiter unten). Grundsätzlich sei nach Lankas Wunschdenken das Zusammenleben biologischen Lebens einzig die Symbiose.

Diese Ansicht vom Mythos der gütigen Natur ist in vielen alternativmedizinischen und esoterischen Konzepten wiederzufinden. Was als natürlich angesehen wird, gilt zugleich als stets gut und gesund. Dabei bleibt ausgeblendet, dass Fressen und Gefressen werden untrennbar zum Wesen der Natur gehören wie das synergistische-friedliche Zusammenleben oder eben tödliche Schlangenbisse und lebensbedrohliche oder tödliche Infektionen durch Bakterien, Viren oder Pilze. Geschätzt wird, dass jährlich etwa 94.000 Menschen an Schlangenbissen sterben und 1,8 Millionen durch diese verletzt werden.[19] Hinzu kommen Vergiftungen durch Pflanzen (Frass-)Gifte oder Schäden durch die natürliche Radioktivität (Monazidsand / Höhenstrahlung / Radon - z.B. in Kerala oder Brasilien).

Infektionskrankheiten sind nach wie vor die Todesursache Nummer 1 weltweit. Laut WHO starben im Jahr 2002:

  • 3,95 Millionen Menschen an akuten Atemwegserkrankungen (z.B. nach Lungenentzündung und Grippe)
  • 2,7 Millionen Menschen an AIDS
  • 1,79 Millionen Menschen an Durchfallerkrankungen – überwiegend Kinder
  • 1,56 Millionen Menschen an Tuberkulose – hauptsächlich Erwachsene
  • 1,27 Millionen Menschen an Malaria
  • 611.000 Menschen an Masern – fast ausschließlich Kinder
  • 294.000 Menschen an Keuchhusten – überwiegend Kinder
  • 214.000 Menschen an Tetanus
  • 103.000 Menschen an Hepatitis B

Etwa 70.000 Menschen sterben jedes Jahr an der Tollwut.

Verurteilungen wegen Beleidigung

  • Der arbeitslose Lanka hatte 2002 einen Richter scientologischer Babyficker und einen Staatsanwalt im Gerichtssaal feuchter Nazifurz genannt und wurde vom Amtsgericht Rosenheim zu 900 Euro Geldstrafe verurteilt.[20] Anlass war die Verurteilung seines Anti-Impf Sinnesgenossen Karl Krafeld. Krafeld hatte zuvor Rosenheimer Ärzte beleidigt und war ebenfalls verurteilt worden.[21]
  • Wegen Beleidigung des Stuttgarter Leiters des Gesundheitsamtes, Schönauer, wurde Lanka 2005 zu 1.500 Euro verurteilt.[22]
  • Am 27. März 2007 wurden Lanka und der mitangeklagte Klaus Senoner[23] in Bozen (Italien) wegen Beleidigung verurteilt. Ein Zivilverfahren über eine von Lanka zu zahlende Entschädigung von 300.000 Euro ist noch anhängig.[24]
  • Am 6. Juli 2007 wurde Lanka vom Landgericht Stuttgart nach § 185 StGB (Beleidigung) zu 60 Tagessätzen verurteilt (Aktenz.: LG Stuttgart 41 Ns Js 91553/05).
  • Im März 2009 wurde Lanka wegen Beleidigung des ehemaligen Leiters des Robert Koch Instituts Prof. Reinhard Kurth zu 50 Tagessätzen á 15 Euro (Summe 750 Euro) verurteilt. Lanka hatte zuvor Kurth einen Massenmörder genannt.[25][26]
  • Am 9. Dezember 2009 kam es zu einer Verurteilung Lankas zu 40 Tagessätzen á 120 € (Summe 4.800 Euro) Strafe wegen Beleidigung, weil er dem Bautzener Landrat und sechs leitenden Kreisangestellten in einem Fax "kriminelle Energie" und "Idiotie" unterstellt hat. (Aktenzeichen 40Cs160Js3022/09). Der Beleidigung war der Streit um ein Kleinkind vorausgegangen, das gegen den Willen seiner Eltern geimpft worden war. Das Familiengericht hatte den Eltern das Sorgerecht entzogen, weil das lebensbedrohlich erkrankte Kind nach Ansicht von Ärzten dringend geimpft werden musste und sich in einem schlechten Ernährungszustand befand.[27][28]
    Das LG Bautzen verwarf am 13. April 2010 die Berufung des Angeklagten.[29] Prozessbericht: [5][30][31][32] Die Revision wurde am 1. Juli 2010 vom 2. Strafsenat des Oberlandesgerichts Dresden als "unbegründet" verworfen. Damit ist das Urteil rechtskräftig.

Zitate

  • Für Viren als Krankheitsverursacher gibt es in der Biologie beim besten Willen einfach keinen Platz. Nur wenn ich die Erkenntnisse der Neuen Medizin von Dr. Hamer, wonach Schockereignisse die Ursache vieler Krankheiten sind, die Erkenntnisse der Chemie über die Auswirkungen von Vergiftungen und Mangel und wenn ich Erkenntnisse der Physik über die Auswirkungen von Strahlung hartnäckig ignoriere, dann ist Platz für Hirngespinste wie krankmachende Viren vorhanden.“[33]
  • Biologische Strukturen dagegen, die etwas Negatives machen sollen, hat man nie gesehen. Die Grundlage des biologischen Lebens ist das Miteinander, ist die Symbiose, und da gibt es keinen Platz für Krieg und Zerstörung. Krieg und Zerstörung im biologischen Leben ist eine Zuschreibung kranker und krimineller Hirne.
  • Abschließend muss gesagt werden, dass die Vorlagen von Publikationen über die Existenz und Charakterisierung von Viren, die von der Zeit vor 1970 stammen als Betrugsversuch zu werten sind, da die Biochemie erst in den Siebzigern die Techniken entwickelte, um den Beweis für die Existenz von Viren, die Isolation der Viren und die anschließende Charakterisierung der Eiweiße und Nukleinsäuren bewerkstelligen zu können.[34] Hiermit gibt Lanka im Jahre 2002 zu, dass seiner Meinung nach zumindest ab 1970 ein Beweis der Virusexistenz und Charakterisierung gelingt.
  • Bis heute sind Strukturen, die als Viren bezeichnet werden können, die alle eine positive Aufgabe haben, nur bei Bakterien, bei einer einzelligen Grünalge aus dem Süßwasser und bei zwei fadenförmigen Algen aus dem Meer gesehen und nachgewiesen worden. (Lanka 2005)

Werke

  • Stefan Lanka: Impfen und AIDS: der neue Holocaust. Die deutsche Justiz ist dafür verantwortlich. klein-klein-verlag, Stuttgart 2007

Weblinks

Weblinks zur Frage, ob die HI-Viren AIDS bedingen

Quellennachweise

  1. Zitat Stefan Lanka: [...] Als wir vor über 10 Jahren bei AIDS begannen, die Infektionstheorie zu überprüfen, waren wir uns der Dimension nicht bewusst. Damals hielten wir AIDS für einen Ausrutscher. Heute haben wir, einfach indem wir konsequent nach den Beweisen gefragt haben, bewiesen, dass die gesamte Infektionstheorie widerlegt ist. Die gesamte Infektionstheorie gründet in Irreführung [...] aus: Interview mit Lanka in FAKTuell 18. November 2006
  2. http://anonym.to/?http://www.klein-klein-verlag.de/pdf/Unterlassungserklaerung.pdf
  3. http://anonym.to/?http://www.klein-klein-verlag.de/pdf/Hamer-Abmahnung.pdf
  4. Müller DGK H. Stache, B. Lanka, S. A virus infection in the marine brown alga Ectocarpus siliculosus (Phaeophyceae). Botanica Acta. 1990;103:72–82
  5. Lanka ST, Klein M, Ramsperger U, Müller DG, Knippers R. Genome structure of a virus infecting the marine brown alga Ectocarpus siliculosus. Virology. 1993 Apr;193(2):802-11
  6. Klein M, Lanka S, Müller D, Knippers R. Single-stranded regions in the genome of the Ectocarpus siliculosus virus. Virology. 1994 Aug 1;202(2):1076-8
  7. Klein M Lanka ST Knippers R Müller DG. Coat protein of the Ectocarpus siliculosus virus. Virology 1995, 206 (1):520-6
  8. 8,0 8,1 8,2 Lanka S: "Untersuchungen über Virus-Befall bei marinen Braunalgen". Diplomarbeit Universität Konstanz 1989
  9. Nicolas Delaroque, Wilhelm Boland: The genome of the brown alga Ectocarpus siliculosus contains a series of viral DNA pieces, suggesting an ancient association with large dsDNA viruses. BMC Evolutionary Biology 2008, 8:110doi:10.1186/1471-2148-8-110 [1]
  10. http://www.sciencedaily.com/releases/2002/11/021118065830.htm
  11. Suttle, C. A. 2000. Ecological, evolutionary, and geochemical consequences of viral infection of cyanobacteria and eukaryotic algae, p. 247-296. InIn C. J. Hurst (ed.), Viral ecology, 1st ed., vol. 1:. Academic Press, San Diego, Calif.
  12. Brussaard, C. P. D. 2004. Viral control of phytoplankton populations: a review. J. Eukaryot. Microbiol. 125-138. 51
  13. Jouvenet N, Bieniasz PD, Simon SM: Imaging the biogenesis of individual HIV-1 virions in live cells, Nature, 25. Mai 2008 PMID: 18500329
  14. http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,555949,00.html
  15. http://de.wikipedia.org/wiki/TIRF
  16. http://www.photonik.de/fileadmin/pdf/fachaufsaetze/photonik_2006_06_48.pdf
  17. http://www.faktuell.de/content/view/2160/1/
  18. http://www.cispimmunize.org/mediapgs/slides/182.html
  19. Janaka de Silva, University of Kelaniya (Ragama/Sri Lanka) im Fachjournal PLoS Medicine
  20. Artikel Christian Huber in Oberbayerisches Volksblatt
  21. Christian Huber: Die üblen Beleidigungen des Doktor L. Oberbayerisches Volksblatt, 17.6.2005 (http://www.ovb-online.de/news/landkreis_rosenheim/art4107,539710.html). Zitat:
    Rosenheim/Landkreis - Es hätte die große Show des Dr. L. aus Stuttgart werden sollen. Es wurde aber der Nachmittag von Richter Herbert Schäfert aus Rosenheim. Bei der dreieinhalbstündigen Verhandlung vor dem hiesigen Amtsgericht in Sachen «Bundesrepublik Deutschland gegen Dr. L. » ließ sich der souveräne Amtsrichter nicht eine Sekunde aus der Reserve locken.
    Obwohl der 42-jährige Angeklagte während der gesamten Verhandlung versuchte, den Gerichtssaal als Bühne für seine Anti-Impf-Kampagne zu nutzen, verlor Schäfert nie die Ruhe und konterte alle verbalen Attacken mit bajuwarischer Gelassenheit. Er verurteilte den Angeklagten schließlich zu 900 Euro Geldstrafe. Dr. L. hatte vor gut zweieinhalb Jahren bei einem anderen Prozess das Gericht übelst beschimpft.
    «Scientologischer Babyficker» für den Richter, «feuchter Nazifurz» für den Staatsanwalt - das waren die Schmähungen, die sich die Juristen am 9. Dezember 2002 nach Verkündung des Urteils gegen Dr. L.'s Kumpanen, den Impfgegner Karl K. aus Dortmund, gefallen lassen mussten. K., heute 54 Jahre alt und bei der jüngsten Verhandlung in Rosenheim zugegen, hatte damals bei einer Anti-Impf-Feldzug durch die Region Rosenheimer Ärzte beleidigt und war ebenfalls zu einer Geldstrafe verurteilt worden (wir berichteten). Im Anschluss an die Verhandlung gegen K. war es zu lautstarken Protesten der Impfgegner und zu Dr. L.'s verbaler Entgleisung gekommen. Noch im Gerichtssaal ließ der damalige Staatsanwalt den Mikrobiologen Dr. L. vorläufig festnehmen, weil dieser sich zunächst nicht ausweisen wollte.
    Beim jetzigen Prozess versuchte der heute arbeitslose Akademiker, der im Saal von seiner Anhängerschar stürmisch mit Umarmungen und Küsschen empfangen worden war, immer wieder auf seine Thesen gegen das Impfen, auf die ungerechte Behandlung durch die Justiz, auf Verfahrensfehler und vor allem auf den Prozess vor zweieinhalb Jahren abzuschweifen. Doch Richter Schäfert ließ sich auf nichts ein. Mit stoischer Ruhe wies er den Angeklagten, der sich selbst «Virenentdecker» nennt, immer wieder auf den tatsächlichen Gegenstand der jetzigen Verhandlung - die Beleidigungen - hin. «Was auch immer beim Prozess gegen Herrn K. geschehen ist - nichts gibt Ihnen das Recht, solche Schmähungen, auszusprechen.» Vor allem das Schimpfwort, das auf einen sexuellen Missbrauch hinweist, sei «unterste Schublade, eine unvorstellbare und abstoßende Beleidigung». Als Richter für Sexualdelikte wisse er nur zu gut, welch abscheuliche Dinge sich hinter einem solchen Begriff verbergen könnten.
    Dr. L. versuchte - obwohl er gleich zu Prozessbeginn seinen eigenen Pflichtverteidiger «wegen Vertrauensbruchs» in die Wüste geschickt hatte - immer wieder juristische Spitzfindigkeiten einfließen zu lassen. Ein Beispiel: Im Protokoll zur Verhandlung im Dezember 2002 sei zwar das Wort «Babyficker» festgehalten, nicht aber «sciento logisch», so der Angeklagte. Dazu Schäfert: «Seien Sie froh, dass wir hier über die Kombination beider Wörter sprechen. Jedes Wort vor dem Begriff Babyficker nimmt diesem zumindest ein bisschen die Spitze.»
    Dr. L. ließ zwischendurch seitenlange Anträge vorlesen, die das Gericht auf eine harte Folter spannten. «Kompliziert schreiben's aber schon, Herr. Dr. L.», kommentierte der Richter einige Passagen aus L.'s Anträgen. Der Angeklagte darauf: «Die Rechtssprache bei uns in Baden-Württemberg ist eben so.» Worauf der Richter konterte: «Bei uns in Bayern ist die Rechtssprache Deutsch.»
    Wasser auf die Mühlen des Angeklagten goss dann der Auftritt des ersten Zeugen, des damaligen Staatsanwalts, den Dr. L. nach seiner vorläufigen Festnahme als «feuchten Nazifurz» bezeichnet hatte. Er konnte sich an Details im Hinblick auf die Beleidigungen nicht mehr erinnern. Auch die genaue Formulierung war ihm entfallen. Und er konnte nicht mehr felsenfest bestätigen, in welche Richtung die beleidigenden Worte überhaupt gefallen waren.
    Ganz anders der zweite Zeuge, der damalige Richter: «Der Angeklagte hat in meine Richtung gewandt mit entsprechender Lautstärke gesagt: Sie, Herr Richter, sind ein scientologischer Babyficker.» Dabei blieb er auch auf viermalige Nachfrage von Dr. L..
    Der Angeklagte wollte dann noch seinen Bekannten Karl K. in den Zeugenstand rufen. Er verzichtete schließlich aber auf dessen Auftritt, nachdem ihm Schäfert ins Gewissen geredet hatte: «Ich würde in einen Schmarrn, den ich gemacht habe - und ich rede nur von mir, sehr verehrter Herr Dr. L. -, keinen anderen hineinziehen.» Der Angeklagte müsse sich im Klaren sein, was die Falschaussage eines Zeugen für ihn und den Betreffenden für Folgen haben könne. «Noch dazu, wo Sie Ihre Beleidigungen später gegenüber der Polizei sogar zugegeben haben.»
    In seinem Plädoyer hielt Staatsanwalt Josef Hager dem Angeklagten zugute, dass er nicht vorbestraft sei und dass es ihm um «die Sache, und nicht ums Persönliche» gehe. Er forderte 90 Tagessätze a' zehn Euro. Dr. L. plädierte auf Freispruch. Der Richter folgte nach über drei Stunden Verhandlung schließlich dem Antrag der Staatsanwaltschaft und verurteilte Dr. L zur geforderten 900-Euro-Geldstrafe. Schäfert: «Kämpfen Sie ruhig für Ihre Sache, aber kämpfen Sie mit rechtlich einwandfreien Mitteln und nicht mit Beleidigungen.»
    Ganz am Ende der Verhandlung hatte der Angeklagte noch versucht, den Richter von seiner «guten Sache» zu überzeugen und legte ihm dazu ein Informationsblatt der Impfgegner auf den Richtertisch. Doch Schäfert schob das kleine Heftchen schnell wieder von sich: «Um Gottes Willen, nicht zu mir herlegen, da stehen ja schon wieder Beleidigungen drinnen», schauderte es ihn, nachdem er die Überschrift auf Seite eins gelesen hatte: «Die Justiz in Rosenheim ist Schuld am Tod von über 20 Babys!»
  22. Stuttgarter Nachrichten 24. Mai 2006
  23. http://www.marienklinik.bim.name/index.php?id=44
  24. Aktenzeichen N. 940/06 R.G. DIB. und N. 9126/04 R.G. P.M.
  25. Verfahren vom 24. März 2009 am Amtsgericht Tiergarten in Berlin, AZ: (234 Cs)3012PLs14916/07(133/08)
  26. http://www.paraphaenomenalia.org/wp-content/uploads/2009/09/03-Amtsgericht-Strafbefehl.pdf
  27. http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2335497
  28. http://www.unglauben.org/2572/vortragsreisen-des-stefan-lanka/
  29. http://www.lexisnexis.de/rechtsnews/lg-bautzen-berufung-des-angeklagte-dr.-l-verworfen-178874
  30. Sächsische Zeitung:Impfgegner erleidet Schlappe vor dem Landgericht, 13. April 2010
  31. Sächsiche Zeitung:Das Gericht ist keine Theaterbühne, Artikel von Christoph Scharf, 13. April 2010
  32. LausitzNews.de:Impfgegner geht in Berufung, Artikel von Jens Kaczmarek, vom 13. April 2010
  33. http://anonym.to/?http://www.faktuell.de/Hintergrund/Background367.shtml
  34. Veröffentlichung März 2002: http://anonym.to/?http://klein-klein-aktion.de/wer_sind_wir/Kurzgefasst/Impfungen/Virenexistenz_/virenexistenz_.html