Michael Hinz

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Michael Hinz (alias Michael Kent) ist ein deutscher Scientologe. Er gibt die Kent-Depesche heraus, betreibt die Webseite "Psychopolitik" und ist im Neue Impulse Treff aktiv. Die Aktivitäten des Neue-Impulse-Treff werden vom Verfassungsschutz beobachtet.[1] Hinz ist Inhaber der Domain Psychopolitik.de. Er ist mit Jo Conrad und Jan van Helsing vernetzt. Die Beziehung zu Hans Tolzin ist anscheinend etwas abgekühlt.

Zitat aus Psychopolitik II (ein Ende der 1990er Jahre von Hinz herausgegebenes Heft), S. 17-18:

Wenn ich hier schreiben würde, daß die Menschen unter Adolf noch freier waren als die heutigen deutschen Norm- und Standardmichl, würden sie mein Buch sofort konfiszieren und einstampfen, dem Vertrieb eine kriminal- polizeiliche Razzia auf den Hals hetzen und mich selbst wegen angeblicher Volksverhetzung ins Gefängnis stecken. Deshalb schreibe ich das hier auch nicht. Das nenne ich echte, ungetrübte Freiheit, Meinungsfreiheit, Pressefreiheit, Redefreiheit, und ich weiß, daß ich mich auf das Grundgesetz jederzeit verlassen kann. Eine seltsame Angelegenheit.

Hinz/Kent produzierte u.A den "braunen" Trickfilm “Goldschmied Fabian – Warum überall Geld fehlt”.

Die Ehefrau Sabine Hinz verkauft Vitamine, Badesalze, Zahnpasta, AFA-Algen und andere Produkte und betreibt den Sabine Hinz Verlag. Über diesen Verlag werden u.a. die Kent-Depesche und Bücher von L. Ron Hubbard vertrieben.

Verfassungsschutzberichte und das Ehepaar Hinz

Der Baden-Württembergische Verfassungsschutz beobachtet schon seit Jahren die Aktivitäten des Ehepaares Hinz. So heißt es im Baden-Württembergischen Verfassungsschutzbericht des Jahres 2005 unter der Überschrift "Sonstige Anwerbeversuche" der Scientology-Organisation (SO), dass verschiedene SO-Anhänger aus dem Raum Stuttgart sowie die KVPM Stuttgart das Netzwerk "Neue Impulse" nutzten, das sich vorwiegend mit Alternativmedizin und Verschwörungstheorien beschäftigt, um für scientologische Ideen zu werben. Weiter heißt es:[2]

Dabei wurden über das Internet, durch Veranstaltungen und über die Publikation mit dem Titel "Mehr wissen besser leben" (´Kent-Depesche´) unterschiedliche Themen im Bereich Alternativmedizin und Politik aufgegriffen, um Kontakte zu knüpfen. Anschließend wurden diese genutzt, um teils offen für Scientology zu werben. Die ´Kent-Depesche´ wird von Scientologen im Eigenverlag herausgegeben. Ihre Herausgeber unterhalten auch Kontakte in das rechtsextremistische Milieu. In der Online-Fassung der ´Kent-Depesche´ befinden sich Links zu ´befreundeten Magazinen´, unter denen sich die rechtsextremistischen ´Unabhängigen Nachrichten´ (UN) befinden.

Prowofi-Aktivitäten der 1990er-Jahre

Bereits 1994 berichtete die Wochenzeitschrift Die Zeit über die Aktivitäten von Michael Hinz. Damals soll er der Initiator zahlreicher so genannter Prowofi-Firmen gewesen sein. Prowofi steht für "Professionelle Wohnungsfinder". Im Zeitungsartikel heißt es:

Wohnungsberatung nach dem Muster Prowofi gibt es bundesweit, und überall wächst der Argwohn. Die Geschäftsführerin des Mietervereins Stuttgart und Umgebung, Angelika Brautmeier, beobachtet das professionelle Wohnungsfinden in ihrer Stadt schon seit vier Jahren. Die Prowofi-Idee stammt von einem Mann namens Michael Hinz. Er hat in Stuttgart, so behauptet er in seiner Werbebroschüre, drei Jahre lang den Wohnungsmarkt erforscht. Hinz stellt darin auch fest, daß es kein Problem sei, Wohnungsangebote zu erhalten, sondern umgekehrt, daß es ´die schwierigste Aufgabe´ für den Vermieter sei, ´gute Interessenten zu finden´. Von Stuttgart aus zog diese Idee Kreise. Den Angaben Angelika Brautmeiers zufolge verkauft Hinz die Lizenz für die Anwendung seines Knowhow für jeweils 15 000 Mark an Prowofi-Büros in anderen Städten. Diese arbeiten dann selbständig als Einzelunternehmen. Hinz selbst hat sich nach Angaben des Mietervereins aus der Leitung des Stuttgarter Prowofi-Büros zurückgezogen. Der Stuttgarter Mieterverein und andere Mieterschützer spekulieren aufgrund all ihrer Erfahrungen seit langem, es handle sich bei Prowofi um eine Tarnorganisation der Scientology-Sekte. So sei etwa der Prowofi-Erfinder Michael Hinz Kassenwart bei Scientology, sagt die Mieterberaterin Brautmeier. Auch die Arbeitsgruppe Scientology des Hamburger Senats hat bereits mehrere mit Prowofi-Unterlagen gefüllte Aktenordner angelegt.

Weitere Aktivitäten

Zitate

  • “Was mich persönlich betrifft, waren hier die Schriften und Entdeckungen von L. Ron Hubbard (www.lronhubbard.org) mein entscheidender Meilenstein, um Schritt für Schritt meinen eigenen Ariadnefaden aus dem Labyrinth des Tollhauses Erde bzw. mich selbst wieder zu finden.”

Quellen und Weblinks

  1. Bericht der Verfassungschutzes Baden-Würtemberg 2004
  2. Tagungsband zum Symposium „Politischer Extremismus als Bedrohung der Freiheit - Rechtsextremismus und Islamismus in Deutschland und Thüringen, S.64. Thüringer Landesamt für Verfassungsschutz 2002
  3. Internetseite des Projekts Dorf im Jetzt