Flache Erde

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Flache Erde ist die irrige Vorstellung, dass die Erde keine Kugelgestalt habe und ihre Oberfläche daher nicht gekrümmt sondern, von Bergen und Tälern abgesehen, eben sei. Zumeist wird gleichzeitig die Erdoberfläche als scheibenförmig bezeichnet, mit dem geographischen Nordpol als Zentrum und der Antarktis im Randbereich. Auch würde die Sonne nie unter den Horizont der scheibenförmige Erde absinken können.

Hinweis: dieser Artikel befasst sich nicht mit historischen Vorstellungen einer flachen Erde. Ausführliche Angaben dazu finden sich dazu in den entsprechenden Artikeln der Wikipedia.

Moderne Vorstellungen und Vertreter einer flachen (scheibenförmigen) Erde

1881 veröffentlichte der englische Schriftsteller Samuel Rowbotham das Buch "Zetetic Astronomy: Earth Not a Globe", in dem er die merkwürdige Hypothese vertritt, dass die Erde eine Scheibe ist. Heute hat seine Idee immer noch einen kleinen Anhängerkreis. Nachdem Rowbotham 1884 gestorben war, gründete eine seiner Bewunderinnen, Lady Elizabeth Blount, die Universal Zetetic Society, deren Ziel es war, die „Arbeit des Meisters fortzuführen.“ Da ihre Überzeugungen zum Großteil auf einer eher subjektiven Auslegung der Bibel beruhten, verlor die Organisation nach dem Ersten Weltkrieg immer mehr an Einfluss und verschwand schließlich.

In den USA vertrat ab 1956 eine Flat Earth Society von Samuel Shenton die Lehre einer flachen Erde in Scheibenform, da dies so in der christlichen Bibel beschrieben sei. Ob die Flat Earth Society aus dem Bereich des Kreationismus seit dem Tod ihres letzten Präsidenten Charles K. Johnson überhaupt noch existiert, ist nicht sicher. Heutige Webseiten, die vorgeben Webseiten der Flat Eath Society zu sein, sind wohl als Satire anzusehen.

In Deutschland vertritt unter anderem Frank Stoner (Frank Engelmayer) die absurde Hypothese einer flachen Erde.

Verschwörungstheorien zur Existenz moderner Theorien einer flachen Erde

Im englischensprachigen Sprachraum gilt "flatearther" als Schimpfwort für Anhänger einer beliebigen Pseudowissenschaft. Aus der Trutherbewegung stammt eine bislang wenig beachtete Theorie nach der ungenannte mächtige Kreise die absurde Theorie einer flachen Erde neu beleben würden, mir der Absicht dabei Anhänger der Trutherbewegung überzeugen zu können. Im Ergebnis würde die Neubelebung der flachen-Erde-Theorie dazu dienen die gesamte Trutherbewegung lächerlich zu machen und ihre Anhänger verunsichern.

Holzstich von Camille Flammarion

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Als Holzstich von Flammarion wurde ein Kunstwerk des Franzosen Camille Flammarion (1842-1925) von 1888 im Buch "L’Atmosphère. Météorologie populaire" auf Seite 163 bekannt, welches ein Bild eines knienden Mannes zeigt, der am Rande einer flachen Landschaft seinen Kopf durch den "Himmel" steckt. Das Bild ist untertitelt: „Ein Missionar des Mittelalters erzählt, dass er den Punkt gefunden habe, wo der Himmel und die Erde sich berühren …“. Die Abbildung wurde im 20. Jahrhundert sehr populär und häufig als Beleg für die irrige Annahme angeführt, im Mittelalter sei die Kugelform der Erde unbekannt gewesen und stattdessen habe (öffentlich) ausschließlich die Vorstellung der Erde als Scheibe bestanden. Camille Flammarion war Mitbegründer und Mitglied der französischen Theosophischen Gesellschaft.

Prominente als Anhänger der Idee einer flachen Erde

Einige Prominente in den USA sind Anhänger dieser Theorie, wie z.B. Tila Tequila und B.o.B.

Erweiterung zur Satellitenlüge

Da Bilder und Filme aus dem Weltall die Kugelgestalt der Erde belegen und die Flache Erde - Idee widerlegen, entstand eine Erweiterung, nämlich die Hypothese der so genannten Satellitenlüge, die die Existenz künstlicher Erdsatelliten bestreitet. Ein Anknüpfungspunkt dazu ist die in dieser Szene ebenfalls beliebte Mondlandungslüge.

Siehe auch

Weblinks