RT Deutsch

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eine twitter-Meldung von RT Deutsch von August 2016, mit der nicht versucht wird die Bombardierung auch der Zivilbevölkerung von Aleppo zu thematisieren, sondern zu relativieren. Das linke Bild zeigt den fünfjährigen Omran Daqneesh[1]. In Teilen der Trutherszene wurde das linke Bild als Fälschung (stage prop) bezeichnet ohne Belege zu nennen.
Michael Mross bei Russia Today im August 2014

RT deutsch ist ein deutschsprachiger Fernsehsender und deutschsprachiger Ableger des russischen Staatssenders RT, der vormals Russia Today hiess. RT gehört dem staatlichen russischen Medienunternehmen Rossija Sedwodnja (Russland Heute). RT Deutsch existiert seit dem 6. November 2014 und wird über Satellitenfernsehen und das Internet kostenlos verbreitet. Außerdem werden einzelne Beiträge in einem eigenen Kanal auf YouTube verbreitet. Eine Art Weiterverbreitung ist auch über Internetprojekte der Trutherszene oder über Webauftritte wie Medien Klagemauer TV, die dem Schweizer Sektengründer Ivo Sasek zuzuordnen sind, zu beobachten.
Aktueller Chefredakteur ist Ivan Rodionov.

Produziert werden Artikel in Textform sowie das tägliche Video-Nachrichtenformat „Der Fehlende Part“. Der Sender sendete auch Liveübertragungen von Pegida-Märschen.

Dem Sender wurden bereits kurze Zeit nach dem Start die Verbreitung von Falschmeldungen, sowie Fälschungen von Bild- und Videomaterial nachgewiesen oder nachgesagt.
Mehrere RT-Mitarbeiter kündigten wegen einseitiger Berichterstattung. Dazu gehört die ehemalige RT Deutsch Reporterin Lea Frings.[2]

Russland liegt in der Rangliste der Organisation ‚Reporter ohne Grenzen‘ zur Pressefreiheit auf Platz 148 von 180.

Publikum und Zielgruppe

Harald Neuber von Telepolis zitierte eine SurveyMonkey-Umfrage von RT Deutsch, der zufolge sich die Leser und Zuschauer von RT Deutsch vor allem aus „Nichtwählern, Anhängern der Linkspartei und der Alternative für Deutschland“ zusammensetzen. Laut Sebastian Bartoschek habe sich RT Deutsch besonders gut in verschwörungstheoretischen und AfD-Kreisen etablieren können, es gelinge dem Sender jedoch nicht, eine breitere Öffentlichkeit zu erreichen. Bemerkenswert sei, dass RT-Beiträge unter Nutzern „kritiklos konsumiert und weiterverbreitet“ werden, während „die sogenannten Mainstreammedien unter Generalverdacht stehen“, so Bartoschek.

Bekannt gewordene Falschmeldungen

Der NDR hat sich in seinem Medienmagazin Zapp mit einigen der ersten Artikeln und Videos von RT Deutsch beschäftigt und zeigt an einigen konkreten Beispielen, wie die Redaktion Texte verzerrt übersetzt und falsche Behauptungen aufstellt.

  • eine angeblich politisch motivierte Ausladung des russischen Dirigenten Valery Gergievs von den Musikfestspielen Saar war eine Falschmeldung, die RT Deutsch von Bild.de abgeschrieben hatte.
  • Die Entdeckung des Kometen ‚Tschurjumow Gerassimenko‘ wurde, von ‚RT Deutsch‘, einem russischen, anstatt zwei ukrainischen Wissenschaftlern zugeschrieben.

Im Fall Lisa hatte RT Deutsch mit Vorwürfen auf sich aufmerksam gemacht, dass „russophobe Mainstreammedien“ in Deutschland „das Schicksal eines Mädchens auf schamlose Weise“ politisch ausbeuten würden.

Bild- , Zitat- und Videofälschungen

Die NDR-Sendung ‚Zapp‘ wies bereits wenige Tage nach dem Start von ‚RT Deutsch‘ auf eine Reihe von Manipulationen hin, bei denen durch Zitatverkürzungen Aussagen grundlegend verändert, Bildmaterial aus einer Satiresendung zweckentfremdet und populistische Falschbehauptungen über die Berichterstattung in deutschen Medien verbreitet wurden. Auch ‚Zeit Online‘18 und ‚The Huffington Post‘ berichteten über eine Reihe von Bild- und Inhaltsmanipulationen.

Interviewpartner von RT Deutsch

Bisherige Interviewpartner waren (Auswahl): Andreas von Bülow, Petr Bystron (AfD-Landevorsitzender Bayern als „Deutschlandexperte“), Jürgen Elsässer, Daniele Ganser, Alexander Gauland (AfD-Politiker), Eva Herman, Christoph Hörstel, Oliver Janich, Ken Jebsen, Frauke Petry (AFD), Beatrix von Storch (AFD), Jürgen Todenhöfer, Udo Ulfkotte und Willy Wimmer.
Im Interview mit ‚RT‘ behauptet Ulfkotte, Deutschland sei eine „Bananenrepublik“, in der es keine Pressefreiheit und keine Menschenrechte gebe.

Rezeption

Weblinks

Quellennachweise