PI-News: Unterschied zwischen den Versionen

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Im April 2021 wurde bekannt, dass das deutsche Bundesamt für Verfassungsschutz PI-News beobachtet. Die Behörde teilte der Wochenzeitschrift Der Spiegel mit, dass der Blog als »erwiesen extremistisch« eingestuft wurde.<ref>https://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/pi-news-bundesamt-fuer-verfassungsschutz-stuft-islamfeindlichen-blog-als-erwiesen-extremistisch-ein-a-e2995ba3-0002-0001-0000-000177330635</ref><ref>https://www.juedische-allgemeine.de/politik/verfassungsschutz-stuft-pi-news-als-rechtsextremistisch-ein/</ref><ref>„PI-NEWS“ wurde Ende 2020 auf Grundlage von § 3 Absatz 1 Nummer 1, § 4 Absatz 1 Satz 1 Buchstabe c, Absatz 2 des Bundesverfassungsschutzgesetzes (BVerfSchG) als „erwiesen extremistisch“ eingestuft. Das in zahlreichen „PI-NEWS“-Artikeln festgestellte, ethnisch-homogene Volks- und Gesellschaftsverständnis sowie die vielfachen islamund fremdenfeindlichen Äußerungen auf „PI-NEWS“ sind mit der grundgesetzlich garantierten Menschenwürde nicht vereinbar. In einer Vielzahl von „PI-NEWS“-Beiträgen werden insbesondere Zuwanderer
 
Im April 2021 wurde bekannt, dass das deutsche Bundesamt für Verfassungsschutz PI-News beobachtet. Die Behörde teilte der Wochenzeitschrift Der Spiegel mit, dass der Blog als »erwiesen extremistisch« eingestuft wurde.<ref>https://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/pi-news-bundesamt-fuer-verfassungsschutz-stuft-islamfeindlichen-blog-als-erwiesen-extremistisch-ein-a-e2995ba3-0002-0001-0000-000177330635</ref><ref>https://www.juedische-allgemeine.de/politik/verfassungsschutz-stuft-pi-news-als-rechtsextremistisch-ein/</ref><ref>„PI-NEWS“ wurde Ende 2020 auf Grundlage von § 3 Absatz 1 Nummer 1, § 4 Absatz 1 Satz 1 Buchstabe c, Absatz 2 des Bundesverfassungsschutzgesetzes (BVerfSchG) als „erwiesen extremistisch“ eingestuft. Das in zahlreichen „PI-NEWS“-Artikeln festgestellte, ethnisch-homogene Volks- und Gesellschaftsverständnis sowie die vielfachen islamund fremdenfeindlichen Äußerungen auf „PI-NEWS“ sind mit der grundgesetzlich garantierten Menschenwürde nicht vereinbar. In einer Vielzahl von „PI-NEWS“-Beiträgen werden insbesondere Zuwanderer
 
mit muslimischem Hintergrund pauschalisierend als ihrer Natur nach kriminell, aggressiv, triebgesteuert und gefährlich dargestellt. Durch die von „PI-NEWS“-Autoren gewählten Formulierungen werden Migranten
 
mit muslimischem Hintergrund pauschalisierend als ihrer Natur nach kriminell, aggressiv, triebgesteuert und gefährlich dargestellt. Durch die von „PI-NEWS“-Autoren gewählten Formulierungen werden Migranten
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und Flüchtlinge wiederkehrend in besonderem Maße und in mit der Menschenwürde nicht vereinbarer Form herabgewürdigt.
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und Flüchtlinge wiederkehrend in besonderem Maße und in mit der Menschenwürde nicht vereinbarer Form herabgewürdigt.<br><br>„PI-NEWS“ selbst versteht sich gemäß den veröffentlichten Leitlinien
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explizit als Blog. Das BfV berücksichtigt bei der Beobachtung von „PI-NEWS“ strikt den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit. Dies schließt die Berücksichtigung der Meinungsfreiheit bei der Anwendung der zugrundeliegenden Befugnisnormen des BfV ein. Ob „PI-NEWS“ als Presseunternehmen im Sinne des Artikels 5 Absatz 1 des Grundgesetzes (GG) einzustufen ist, kann dahinstehen, da die vom Bundesverfassungsgericht (BVerfG) im Rahmen der „Junge Freiheit“-Entscheidung für die Beobachtung von Presseunternehmen aufgestellten Voraussetzungen, insbesondere betrifft dies die Randnummern 73 und 75 der Urteilsniederschrift, im Fall von „PI-NEWS“ erfüllt sind.
  
 
Quelle: https://dserver.bundestag.de/btd/19/311/1931171.pdf</ref> Zuvor war bereits der PI-News Autor Michael Stürzenberger vom bayerischen LFV beobachtet worden.
 
Quelle: https://dserver.bundestag.de/btd/19/311/1931171.pdf</ref> Zuvor war bereits der PI-News Autor Michael Stürzenberger vom bayerischen LFV beobachtet worden.

Aktuelle Version vom 15. Oktober 2026, 10:44 Uhr

Stefan Herre (rechts) mit Geert Wilders
Lob und Weiterverbreitung eines Artikels des Putin-Verteidigers Thomas Röper bei PI - News (2022)
Schlagzeilen PI News
Impressum (2026)

PI-news (von engl. Politically Incorrect) ist ein deutschsprachiger Internetblog des Sportlehrers Stefan Herre (geb. 23. August 1965 in Köln), der zuerst 2004 erschien. Später verlegte Herre des Sitz des Servers von PI-News ins Ausland. Herre hat enge Verbindungen zur Partei AfD. Zu Beginn des Jahres 2024 war er im Büro des früheren AfD-Bundestagsabgeordneten Petr Bystron angestellt.

In der Folge soll Herre die Verantwortung für den Blog an die Schweizer Pfarrerin Christine Dietrich (Pseudonym Thorin Eisenschild) abgegeben haben. Im September 2011 berichteten verschiedene Zeitungen der DuMont-Gruppe, dass sich Herre nicht aus der aktiven Arbeit bei Politically Incorrect zurückgezogen und die Leitung nur "offiziell" an Christine Dietrich abgegeben habe, die bereits 2007 ihren Abschied von dem Blog bekannt gegeben hatte. Die Berichte der Zeitungen betonten vor allem den Einfluss und die Kontakte, die Herre in der deutschen wie der internationalen antiislamischen Szene besitze. Der Spiegel bestätigte ebenfalls im September 2011 in einer eigenen Dokumentation der geleakten Skype-Kommunikation der Blog-Macher nach den Anschlägen in Norwegen 2011, dass Herre weiterhin zum „Führungszirkel“ von Politically Incorrect gehört.

Wer den Blog leitete, war lange Zeitnicht bekannt. Es gab kein Impressum; die meisten Autoren verwenden Synonyme. Der Server steht in den USA. Dann sollte der Sitz von PI-News angeblich in Hongkong liegen, dann in Ungarn. Inzwischen verweist das Impressum auf eine Adresse in Dubai und den Namen Conny Axel Meier. Der wiederum ist auch verantwortlich für ein weiteres Projekt, das sich der Hetze gegen Minderheiten und politische Gegner verschrieben hat: Journalistenwatch, kurz Jouwatch. Meier war außerdem Bundesgeschäftsführer der rechtsextremen Bürgerbewegung Pax Europa (BPE).

Inzwischen gibt es den Blog auch in englischer Sprache. Über PI-News werden insbesondere bereits bekannte Verschwörungstheorien und rechtslastige bis islamophobe Blogartikel verbreitet. Flüchtlinge in Deutschland wurden beispielsweise bei PI-News als „Merkels Fiki-Fiki-Fachkräfte“, „Invasoren“ und „Rapefugees“ diffamiert.

PI-News zuzuordnende Internetdomains sind in der deutschsprachigen Wikipedia in einer Liste "Spam-Blacklist" aufgeführt.[1]

Beobachtung durch den deutschen Verfassungsschutz

Im April 2021 wurde bekannt, dass das deutsche Bundesamt für Verfassungsschutz PI-News beobachtet. Die Behörde teilte der Wochenzeitschrift Der Spiegel mit, dass der Blog als »erwiesen extremistisch« eingestuft wurde.[2][3][4] Zuvor war bereits der PI-News Autor Michael Stürzenberger vom bayerischen LFV beobachtet worden.

Autoren

Zu den Stammautoren gehört der Bundesvorsitzende der Splitterpartei Die Freiheit, Michael Stürzenberger (byzanz). Stürzenberger wurde in Deutschland und Österreich wegen hetzerischer Äußerungen verurteilt. 2022 wurde er (nicht rechtskräftig) zu einer Haftstrafe von sechs Monaten verurteilt. Im bayerischen Verfassungsschutzbericht wird Stürzenberger namentlich erwähnt. Autoren sind auch Christine Dietrich, Manfred Rouhs (geb. 1965, Verein Signal für Deutschland e.V.), der österreichische radikalkonservative Nationalratabgeordnete Marcus Franz, Markus Gärtner, der deutsche AfD-Politiker Robert Farle (parlamentarischer Geschäftsführer der AfD-Landtagsfraktion in Sachsen-Anhalt, zuvor DKP) sowie der deutsche Aktivist und AfD-Unterstützer Oliver Flesch. Flesch ist bekannter engagierter Unterstützer von Oliver Janich. Autoren sind auch die beiden deutschen Polizisten Stefan Schubert (auch bekannt als Hooligan) und Torsten Groß (geb. 1971) Zu den ausgestiegenen Autoren gehören Jens von Wichtingen, Christian Jung (Pseudonym: „Nockerl“) und Karl-Michael Merkle (Pseudonym: „Michael Mannheimer“), der auch Autor bei Jouwatch ist. Eine Kolumne bei PI-News stammt von Eberhard Hamer (Bruder von Ryke Geerd Hamer).

Kommentare bei PI-News

Der Kommentarbereich bei PI-News entwickelte sich zu einer Art Treffpunkt von Verbreitern radikaler, menschenverachtender Inhalte, Gewaltfantasien und Hass. Immer wieder begrüssten dort Kommentatoren in der Vergangenheit rechtsextreme Gewalttaten, darunter auch den Mord an der schwangeren Marwa El-Sherbini in einem Dresdener Gerichtssaal im Jahr 2009. Mehrfach wurden in der Vergangenheit private Daten von verhassten Personen verbreitet. Auch die Privatanschrift des damaligen Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke wurde in der PI-News-Kommentarspalte verbreitet. Im Jahr 2019 wurde Lübcke an genau dieser Adresse von einem Rechtsextremisten ermordet. PI-News selbst hatte zuvor auch Lübckes Büroadresse verbreitet.

Zu den PI-Kommentatoren gehörte auch Alexander M., der über Jahre extreme Drohschreiben an verschiedene Adressaten verschickte, darunter die Anwältin Seda Başay-Yıldız und Jan Böhmermann. Sein Pseudonym: „NSU 2.0“. Ein Bezug auf die Rechtsterroristen des selbsternannten „Nationalsozialistischen Untergrunds“, der Anfang der 2000er Jahre mindestens zehn Menschen ermordete. Enttarnt wurde M. unter anderem deshalb, weil seine Kommentare bei PI-News den Inhalten der Drohschreiben ähneln.

PI News Ortsgruppen

Gegründet wurden mehrere PI-News Ortsgruppen. Die Münchner Ortsgruppe galt als besonders aktiv. Die Münchner Gruppe geriet in den Fokus des Verfassungsschutzes. Der bayerische Verfassungsschutz beobachtete die Gruppe ab 2013.

Bilder

Weblinks

Quellennachweise

  1. ↑ https://de.wikipedia.org/wiki/MediaWiki:Spam-blacklist , https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Spam-blacklist/log , eingesehen am 5.11.2018
  2. ↑ https://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/pi-news-bundesamt-fuer-verfassungsschutz-stuft-islamfeindlichen-blog-als-erwiesen-extremistisch-ein-a-e2995ba3-0002-0001-0000-000177330635
  3. ↑ https://www.juedische-allgemeine.de/politik/verfassungsschutz-stuft-pi-news-als-rechtsextremistisch-ein/
  4. ↑ „PI-NEWS“ wurde Ende 2020 auf Grundlage von § 3 Absatz 1 Nummer 1, § 4 Absatz 1 Satz 1 Buchstabe c, Absatz 2 des Bundesverfassungsschutzgesetzes (BVerfSchG) als „erwiesen extremistisch“ eingestuft. Das in zahlreichen „PI-NEWS“-Artikeln festgestellte, ethnisch-homogene Volks- und Gesellschaftsverständnis sowie die vielfachen islamund fremdenfeindlichen Äußerungen auf „PI-NEWS“ sind mit der grundgesetzlich garantierten Menschenwürde nicht vereinbar. In einer Vielzahl von „PI-NEWS“-Beiträgen werden insbesondere Zuwanderer mit muslimischem Hintergrund pauschalisierend als ihrer Natur nach kriminell, aggressiv, triebgesteuert und gefährlich dargestellt. Durch die von „PI-NEWS“-Autoren gewählten Formulierungen werden Migranten und Flüchtlinge wiederkehrend in besonderem Maße und in mit der Menschenwürde nicht vereinbarer Form herabgewürdigt.

    „PI-NEWS“ selbst versteht sich gemäß den veröffentlichten Leitlinien explizit als Blog. Das BfV berücksichtigt bei der Beobachtung von „PI-NEWS“ strikt den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit. Dies schließt die Berücksichtigung der Meinungsfreiheit bei der Anwendung der zugrundeliegenden Befugnisnormen des BfV ein. Ob „PI-NEWS“ als Presseunternehmen im Sinne des Artikels 5 Absatz 1 des Grundgesetzes (GG) einzustufen ist, kann dahinstehen, da die vom Bundesverfassungsgericht (BVerfG) im Rahmen der „Junge Freiheit“-Entscheidung für die Beobachtung von Presseunternehmen aufgestellten Voraussetzungen, insbesondere betrifft dies die Randnummern 73 und 75 der Urteilsniederschrift, im Fall von „PI-NEWS“ erfüllt sind. Quelle: https://dserver.bundestag.de/btd/19/311/1931171.pdf