Lauretana

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"Feinclusteriges" 60.000 Ohm-Wunderwasser

Lauretana ist der Handelsname eines italienischen Mineralwassers, zu dem der Hersteller "LAURETANA SpA"[1] Wunderwirkungen und Wundereigenschaften aus den Bereichen der esoterischen Wasserbelebung und des Elektrosmogschutzes behauptet.

Allgemeines

Das Mineralwasser ist in Italien, Österreich und Deutschland im Handel. In Deutschland kostet eine Ein-Liter-Flasche knapp einen Euro.

Der Hersteller gibt an, die PET-Flaschen ohne zusätzlichen hohen Druck abzufüllen, um - wie behauptet wird - das Produkt durch den Wasserdruck nicht zu schädigen. Welche "Schädigungen" das Wasser unter Druck erleiden soll, wird jedoch nicht genau mitgeteilt. Auch bleibt unklar, warum der hohe natürliche Wasserdruck (es soll sich um einen unterirdischen artesischen Brunnen handeln) keinen derartigen Effekt haben soll. In der Werbung wird auf pseudowissenschaftliche Weise auf einen hohen Ordnungszustand in der Clusterstruktur hingewiesen. Die Abfüllung unter niedrigem Druck ist jedoch aus Sicht der Hygiene nicht optimal, da ein hoher Füllungsdruck das Eindringen von Keimen und Fremdkörpern in Rohrleitungen und das Abfüllsystem behindert.

Für PET-Flaschen besteht beim Abfüllen prinzipiell die Gefahr einer Verunreinigung. Es können Stoffe aus dem Verpackungsmaterial (häufig Acetaldehyd) in das Wasser übertreten oder durch die Flaschenwandung diffundieren. Das Wasser bekommt dann einen leicht süßlichen Geschmack.[2]

Mineralstoff- und Spurenelementgehalt und chemische Eigenschaften

Der Hersteller macht detaillierte Angaben zu Inhaltsstoffen, zur Vorreinigung der PET-Flaschen und zur Flaschenabfüllung. Das Wasser wird als "geringfügig mineralisiert" und als leichtestes Wasser Europas bezeichnet, wobei hier nicht auf Deuterium-reduziertes Wasser (leichtes Wasser) oder den bei allen Mineralwassern nicht vorhandenen Kaloriengehalt (als light-Produkt) Bezug genommen wird, sondern auf den geringen Mineralstoffgehalt. Aber gerade dieser wird von anderen Mineralwasserabfüllern als wirkendes Prinzip für gesundheitliche Effekte genannt. "Leicht" soll sich hier also offenbar auf das um wenige Milligramm geringere spezifische Gewicht beziehen. Weitere Marken von mineralstoffarmen Mineralwassern sind Valon, Plohse und Spa.

Der Trockenrückstand (bei 180°C) von Lauretana wird mit 14 mg/l, der Natriumgehalt mit 1,1 mg/l angegeben.

Vom Abfüller wird dem Wasser ein Widerstand von 60.000 Ohm zugeordnet. Das Redoxpotentail rH2 betrage 25,5, und zwar gemessen nach der so genannten Bio-Elektronische Terrain-Analyse nach Vincent (BETA, auch kurz Bio Terrain Analyse BTA, BEV oder Vincents Bioelektronik. Terrain: französisch = der Boden). Dabei handelt es sich um eine Methode des französischen Hydrologen Louis-Claude Vincent aus den 1950er Jahren, die in der Pseudomedizin verbreitet ist und teils in Heilpraktikerkreisen als eine humoralpathologisch orientierte Diagnosemethode angesehen wird. Die Methode hat wegen fehlender Plausibilität keine wissenschaftliche Anerkennung gefunden.

Der geringe Mineralstoffgehalt soll laut Werbung viele Naturärzte und Heilpraktiker überzeugt haben, mineralarmes Wasser dazu zu benutzen, bei ihren Patienten "Stoffwechselreste" aus dem Körper zu schwemmen und diese zu "entgiften". Eine derartige Wirkung trete insbeondere beim Fasten auf, daher ist hier auch von "Fastenwasser" die Rede.

Mineralwasser als Elektrosmog-Schutzprodukt

Lauretana-Werbung

Das Lebensmittel Lauretana wird von Hersteller und Vertrieb als ein so genanntes Elektrosmog-Schutzprodukt bezeichnet und entsprechend beworben. Demnach sei das Mineralwasser angeblich "elektrosmog-resistent". Das Wasser habe "rechtsdrehende Energien", heißt es auch in der Werbung. Während alle anderen Flaschenwässer durch die Einwirkung eines Mobiltelefons in ihrer Struktur "destabilisiert" würden, "verstärke" sich die "ideale Ausgangsstruktur" von Lauretana "sogar noch". Dies habe an der Uni Stuttgart der Raumfahrtwissenschaftler Prof. Dr. Bernd Kröplin im Rahmen eines "Projektes Apollo" herausgefunden.

Esoterikwasser Lauretana

Das Produkt wird auch mit Argumentationen aus dem esoterischen Bereich sowie dem der Geomantie beworben. So wird auf den Umstand hingewiesen, dass das Wasser von einem Kraftort und Wallfahrtsort stamme. Herkunftsort ist die Ortschaft Graglia im italienischen Piemont (Piemonte). Tatsächlich gibt es am Ort eines von vielen italienischen Klöstern. Um Nichtkatholiken als Kunden nicht zu verlieren, betont die Werbung allerdings auch die Nähe der Quelle zu einem "Heiligtum Mandala Samten Ling", einem angeblichen buddhistisches Kloster für Mönche und Laien, das vom Dalai Lama "geweiht und eröffnet" worden sei. (Graglia ist seiner spirituellen Tradition treu geblieben). Gleichzeitig weist der Hersteller jedoch einen Bezug zur Esoterik zurück: [...] Die Notwendigkeit, Wasser und wasserhaltige Produkte „frei fließend„ zu verarbeiten beruht keineswegs auf esoterischem Gedankengut [...]

Als eine Art Wundereigenschaft behauptet der Hersteller, dass das Wasser [...] aufgrund seiner Bindekapazität und energetischen Qualität entfernt LAURETANA sogar Schadstoffinformationen aus den Flaschen [...]. Was Schadstoffinformationen sein sollen, wird nicht erläutert.

Gutachten

Hersteller Lauretana nennt auf seinen Webseiten mehrere, stets positive Gutachten zum Mineralwasser. Laut Hersteller wurden dabei folgende Testverfahren eingesetzt: "Kristallisationsverfahren nach Dr. Franz Lutz", "Mikrooptische Untersuchungen von Wasser", "Kristallisationstechnik nach Steinmann", "Klassifizierung der Wassergüte durch Biophotonik", "Bioelektronische Terrain Analyse nach Prof. Vincent" und eine "Bestimmung von Bioresonanzen nach DI Paul Schmidt".[3]

Genannt werden:

  • Die Untersuchungen von Fritz-Albert Popp sollen demnach ergeben haben: [...] Aufgrund der extrem geringen Elektrolumineszenzwerte, die bei LAURETANA gemessen wurden, kann man von einer außergewöhnlich hohen Qualität des Hochgebirgsquellwassers ausgehen [...][4]
  • Das österreichische Institut für Biosensorik und Bioenergetische Umweltforschung (IBBU) der Physikerin Noemi Kempe befasste sich ebenfalls mit Lauretana.[5] Untersucherin Kempe wandte dabei ein Bioresonanzgerät namens "Resonator RAYOCOMP PS 1000" von Paul Schmidt an. Sie kam zum Ergebnis: „Beide Wasserproben sind erstaunlich gut! Sie haben eine Reihe sehr wichtiger Resonanzen. Die Zahl der Resonanzen ist hoch, was auf eine sehr gute Clusterstruktur hinweist. Man kann zum Beispiel den Therapeuten im Bereich der Energoinformationsmedizin, dieses Wasser als gutes Speichermedium für Präparate sehr empfehlen. Besonderes wichtig ist die Tatsache, dass beide Proben ungewöhnlich viele Resonanzen im oberen Steuerbereich aufweisen. Ein Wasser mit solchen Parametern wird vom Verbraucher immer als sehr leichtes, bekömmliches Wasser empfunden. Sehr interessant ist, dass das Wasser die Resonanzfrequenzen der oberen Chakren besitzt. Geht man ins Detail, so sieht man unter anderem, dass dieses Wasser eine wohltuende Wirkung auf das Herz-Kreislaufsystem, die Haut, Teile des Endokrinums und auf alle wichtige Drüsen ausübt. Bei medial begabten Menschen und besonders sensiblen Personen soll man eine gewisse Vorsicht bewahren. Sie sollen dieses Wasser nie in großen Mengen trinken, sondern öfter und nicht viel auf einmal. Ähnliches gilt auch für Menschen mit Migräne, keine großen Mengen auf einmal. Das Wasser ist zur Unterstützung bei Meditationen, für Radiästheten, bevor diese zu muten anfangen gut geeignet. Ich kann mir gut vorstellen dieses Wasser als gewisser Maßen Medikament in Rekonvaleszenzphasen, insbesondere nach Schlaganfällen anzuwenden.“[6]
  • Lauretana präsentiert auch ein Gutachten von Bernd Kröplin. Kröplin ist Bauingenieur, Erfinder und Parapsychologe. Bis April 2010 war er ordentlicher Professor an der Fakultät für Luft- und Raumfahrt der Universität Stuttgart. Er bescheinigte dem Mineralwasser im Rahmen seines "Projekt Apollo", durch die Einwirkungen eines Mobiltelefons nicht in einer Struktur "destabilisiert" zu werden. Stattdessen "verstärke" sich sogar durch das heilsame Handyfeld eine ideale Ausgangsstruktur von Lauretana.
  • Es wird behauptet, dass Lauretana-Wasser laufend auf seine "formgebenden Eigenschaften" im Labor von Masaru Emoto, Hado Life Europe untersucht wird.[7]

siehe auch

Weblinks

Quellennachweise

  1. Lauretana S.p.A. Frazione Campiglie, 56. I-13895 GRAGLIA (BI)
  2. Stiftung Warentest: auf: [1]
  3. www.lauretana.de/.../LAURETANA_Biophysikalische_%20und_%20bioenergetische_%20Tests.pdf
  4. Fritz-Albert Popp, Auftragsbericht „Elektrolumineszenz zur Charakterisierung von Wasser“)
  5. http://lauretana.de/downloads/file/LAURETANA_Biophysikalische_%20und_%20bioenergetische_%20Tests.pdf
  6. Noemi Kempe, "Bericht über die Bestimmung der Resonanzzahlen an Proben des LAURETANA-Wassers"
  7. http://www.hado-life-europe.com/aktuelles/lauretana-wasser/index.html