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Iwan (Wanja) Götz (Spitznamen Esra Iwan Götz und Wanja Sibirjak; geb. 28. September 1947) ist ein aus Nowosibirsk stammender Wahlberliner aus dem Dunstkreis der Germanischen Neuen Medizin (GNM), kommissarischer Reichsregierungen (KRR), des Geistheilwesens sowie eines holocaustleugnenden Revisionismus. Eigene Eklärungen unterschreibt Götz beispielsweise mit "reichsdeutschen Grüßen".Referenzfehler: Für ein <ref>-Tag fehlt ein schließendes </ref>-Tag. Eine lange Liste von deutschen Politikern beschuldigte er des sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen (darunter Jörg Schönbohm, Ole von Beust[1], Johannes Rau, Kuno Böse, Rainer Eppelmann und Richard von Weizsäcker). Götz wunderte sich, dass seinen absurden Anschuldigungen nicht nachgegangen wurde. Ähnliche Anschuldigungen sind auch von einer Janett Seemann bekannt geworden, die ebenfalls dem rechten Milieu zuzuordnen ist und von Götz als "Mitstreiterin" bezeichnet wurde. Die beweislos vorgebrachten Anschuldigungen können als Kindesmissbrauch-Fakes angesehen werden, die den Zweck verfolgen, bei Lesern und Videobetrachtern Sympathie für weitere Behauptungen der rechten Szene zu wecken.

Antisemit Götz bezeichnet sich selbst einerseits als Juden und Oberrabbiner, verneint dies dann jedoch wieder in einem eigenen Internetpamphlet[2], welches er auf einer Webseite eines NPD-Mitglieds aus dem sächsischen Mittweida zur Schau stellt. Götz behauptet, auch Mitglied der Synagogengemeinde Halle zu sein und zeigt im Internet dazu einen gefälschten Mitgliedsausweis. Deutlich ist zu sehen, dass die Mitgliedsnummer fehlt. Laut Auskunft der Synagogengemeinde Halle ist und war Götz niemals Gemeindemitglied.[3] Auch die Union Progressiver Juden in Deutschland e.V. schrieb in einer Erklärung vom 10. Januar 2008[4][5], dass Götz nie Mitglied der Synagogengemeinde Halle und auch nie Mitglied der UPJD oder WUPJ war. Der WUPJ und der Union Progressiver Juden sei auch keine andere jüdische Institution oder Autorität bekannt, die Götz einen Rabbinertitel verliehen oder ihn als Oberrabbiner in ein Amt eingesetzt habe. Da die Titel "Rabbiner" oder "Oberrabbiner" in Deutschland nicht gesetzlich geschützt sind, gebe es keine rechtliche Handhabe, Herrn Götz die irreführende Verwendung dieser Titel zu untersagen.

Laut einem Artikel der Sächsischen Zeitung vom 14. September 2013 sei gegen einen Verein in Bärwalde/Radeburg und ihren Sprecher Thomas Uwe Wetzig ermittelt worden, als dieser sich als "Jüdische Gemeinde Esau" bei einer Zwangsversteigerung in Dresden als vermeintlicher Mieter meldete. Gegenstand war ein Bärwalder Bauernhof des Reichsbürgers Volker Schöne. Schöne ist gleichzeitig Gründer der kriminellen Vereinigung Deutsches Polizeihilfswerk. Offenbar sollte über den Verein die Zwangsversteigerung verhindert oder verzögert werden. Nach Angaben der Jüdischen Gemeinde zu Dresden wird diese Taktik offenbar bereits seit längerer Zeit von Reichsbürgern im Raum Bautzen verfolgt. Im dortigen Vereinsregister ist eine sogenannte Israelitische Religionsgemeinde zu Bautzen eingetragen, die ebenfalls der Reichsbürger-Szene nahestehen soll.[6]

Wohlwollend widmet sich auch der erzkonservative Sedisvakantist Rolf Hermann Lingen dem Treiben von Götz.[7] Pamphlete von Götz sind auch im Verlag Franken Bücher erhältlich, heute Andromeda Buchversand.

Aktivitäten in Sachen Antisemitismus und Holocaustleugnung

Gegen Götz steht im Januar 2009 ein Verfahren wegen Volksverhetzung an. Er ist auch für antisemitische Flugblattaktionen in Berlin Ende Januar 2006 verantwortlich.[8] Allein in Charlottenburg-Wilmersdorf habe es 20 Strafanzeigen wegen dieser Pamphlete gegeben. Laut Berliner Polizei sei Iwan Götz jedoch nicht schuldfähig, was mit einer psychischen Erkrankung erklärbar wäre.

Götz gibt an, im Dezember 2006 Teilnehmer einer Holocaust-Konferenz in Teheran gewesen zu sein.

Anfang 2007 hielt Götz zusammen mit einem Michael Wegner in einer Stralsunder Kneipe einen Vortrag über den "Kampf der BRD gegen die deutsche Bevölkerung" vor eingeladenen, zahlenden Gästen aus dem Mittelstand, dem städtischen Ordnungsamtsleiter Dirk Bierwerth und sogar Polizeibeamten. Veranstalter des Treffens war die "ICG Industry Consulting Group" - angeblich "ein internationaler nichtkommerzieller Interessenverband", der seine Aufgabe in der "Aufklärung abseits von kontrollierten und manipulierten Medienberichterstattungen und unbeeinflusst von gewollter und geplanter Massenverdummung und geistiger Verelendung" sieht. Als Referenten traten die vermutlich einzigen beiden Mitglieder der ICG auf, nämlich Wegner aus Stralsund und Götz. Auf der Internetseite der ICG lässt Götz verlautbaren, dass "die Juden dem Deutschen Volk mit der Propagandalüge von der 'Massenvernichtung der Juden' hunderte Milliarden DM und €" "aussaugen" würden. Vor laufender Kamera des NDR leugnete Götz in dem Kneipenvortrag den Massenmord an den europäischen Juden: "Diese Reichskristallnacht, das haben alles Juden organisiert [...] Na ja, den Holocaust gab's ja nicht! Das ist ja irgendwas, sozusagen, das sie ausgedacht haben." (laut NDR-Mitschnitt). Für die anwesenden Amtspersonen war dies kein Anlass einzuschreiten. Der passive Anklamer Leiter des Ordnungsamts Bierwerth sagte "[...] die Theorie ist sehr interessant. Mehr sag ich dazu nicht [...] Ich hör mir das mal an und hab auch einiges gelesen darüber, vorab, und war sehr interessiert, das mal mitzuerleben."[9] Dies kostete ihn schließlich das Amt, da er nicht gegen die Leugnung des Holocaust eingeschritten war.[10][11][12] Gegen den Holocaustleugner Götz erhob die Staatsanwaltschaft Anklage und Filmmaterial des NDR wurde beschlagnahmt.

Ab dem 22. Mai 2009 saß Iwan Götz wegen Steuerhinterziehung und Titelmissbrauch eine Gesamtfreiheitsstrafe von zwei Jahren und 7 Monaten in der JVA Berlin-Charlottenburg ab.

Bei einer Zellendurchsuchung im Frühjahr 2010 fand man neues belastendes Material in Form von maschinengeschriebener Dokumente, die möglicherweise weitere juristische Konsequenzen für Götz haben werden.

 
"Gehirnprothesen", von Iwan Götz, 28.2./1.3.2010

Im Internet wurden im März und Juli 2010 zwei Texte veröffentlicht, auf denen als Absender "Herr Esra Iwan Götz, Oberrabbiner, z.Z. JVA Charlottenburg" angegeben wurde.

Die 258-seitige PDF-Datei vom 21./22. Juni 2010 (Dateidatum: 19.07.2010, 00:05:52 Uhr) trägt den Titel "Gehirnprothesen als Hilfsmittel der Geschichtsfälschung, Massenmanipulation, Kinderschändung durch BRD-Politiker, Rechtsbeugung und Menschenrechtsverletzungen". Dort wird der "Zentralrat der Juden in Deutschland" als kriminelle-zionistische bzw. faschistisch-zionistische Zusammenrottung und Frau Merkel als zionistische Marionette, Lagerkommandantin und Polithure bezeichnet. Sowohl Papst Bededikt als auch die Politiker R. v. Weizsäcker, Engholm, Böse, Schönbohm, Stolpe, und Beust seien pädophil. O. v. Beust sei zudem ein Kinderschänder, für den der Autor die Todesstrafe fordert. Wie zuvor in anderen Texten, die Iwan Götz verfasste, wird auch hier behauptet, dass der "Holocaust keine Tatsache, sondern lediglich eine Ideologie" und eine "clevere Geschäftsidee" sei. An anderer Stellen heißt es: "Die Holocaust-Zwangsreliegion ist von den zionistischen Juden" [...] "in die Welt gesetzt worden". Die NS-Vernichtungslager bezeichnet der Autor als "Gehirnprothese 'Vernichtungslager'" und die Wannseekonferenz sei in Wirklichkeit ein Kaffeekränzchen gewesen, an dem viel Juden teilnahmen. Als "Reichsminister der Justiz des Reichslandes Freistaat Preußen" und politischer Gefangener fordert der Urheber des Dokuments die "sofortige Freilassung aus der JVA" und die "Auszahlung einer Haftentschädigung für die Freiheitsberaubung in Höhe von 66.661.036,47 Euro".

Im Oktober 2010 endete nach zwei Verhandlungstagen vor dem Berliner Landgericht ein weiterer Prozess gegen Iwan Götz. Wegen Titelmissbrauchs in 56 Fällen und zehnfacher Volksverhetzung (davon vier qualifizierte) verurteilte ihn die Strafkammer zur einer Freiheitsstrafe von zweieinhalb Jahren. In diesem Urteil wurden einschlägige Verurteilungen aus vorangegangenen Prozessen mit einbezogen. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte Hetzschriften verfasste, die er an Politiker, öffentliche Institutionen und Privatpersonen verschickte.

Beziehungen zu Ryke Geerd Hamer

Götz wird von Ryke Geerd Hamer, dem Erfinder der GNM, als "Wanderrabbiner" und "Oberrabbiner" und Zeuge für eigene abwegige Behauptungen zitiert. Nach Hamers Vorstellungen unterzeichnete Götz als "Oberrabbiner" in Sandefjord/Norwegen am 17. Dezember 2008 ein Dokument, in dem auf absurde Weise behauptet wird, dass alle Rabbiner und jüdischen Onkologen der Welt davon "wüssten", dass Hamers Lehre richtig sei und dass alle jüdischen Patienten nach dieser Methode therapiert würden, während dies für nicht-jüdische Patienten nicht zuträfe und zu einem Genozid an 20 Millionen Menschen geführt hätte. Belege für diese Behauptung werden dabei nicht angeführt. Nach Angaben eines Schweizer Bloggers hatte Hamer vorab versucht, Belege für die Behauptung zu finden, dass Angaben zu diesen wilden Behauptungen im jüdischen Talmud zu finden seien.[13] Nach Götz soll im jüdischen Talmud geschrieben stehen, dass Patienten nicht-jüdischen Glaubens eine Therapie nach der GNM unmöglich gemacht werden sollte. Der Talmud, (Mischna und Gemara) sind jedoch seit Jahrhunderten abgeschlossene Werke. Auch die Suche in einer Komplettausgabe des Mischnajoth, die Hamer zugesandt wurde, brachte keinen Erfolg. Laut Hamer sei Götz der einzige "Oberrabbiner Deutschlands" und habe als KGB-Mann zusammen mit Wladimir Putin beim KGB gearbeitet. Nach Hamer seien Putin und Götz als "jüdische Top-Offiziere des KGB" über angebliche Verbrechen an Patienten informiert. Die Präsentation des falschen Rabbi Götz führte ab Dezember 2008 in internen GNM-Internetforen der Hameranhänger zu weiteren Spekulationen und Verschwörungstheorien um "eingeschleuste Agenten", die zudem mit verräterischen Handzeichen auf sich aufmerksam machen sollen.

Im März 2009 meldete sich Götz noch einmal in der Öffentlichkeit per Webpamphlet zu Wort.[14][15] Er reagierte damit auf einen öffentlichen Brief von Hamer, in dem dieser äußerte, von jüdischer Seite (gemeint war jedoch Iwan Götz) durch ein Ultimatum bedroht zu werden. Der israelische Mossad hätte ihm ein Ultimatum gesetzt, bis zum 31. März 2009 im Kabinett eines KRR-Volks-Bundesrathes Volks-Gesundheitsminister zu werden, auch hier war Götz mit dem Mossad gemeint. Hamer lehnte jedoch ab. Laut Götz desshalb, weil Hamer selbst den Posten des Reichskanzlers für sich beanspruchte, was offenbar Götz missfiel. Im Text seines Pamphlets zitiert Götz dazu Hamer mit den Worten: "Während unseres Treffens am 3. und 4. März 2009 in Sandefjord bestätigten Sie auch ereifernd und unverblümt: Ich werde alle für meine Zwecke be- und ausnutzen! Der Zweck heiligt die Mittel! Egal um wen es sich dabei handelt. Judenschweine tun das auch." Nach Unterzeichnung der oben genannten Erklärung in Sandefjord sei Hamer auch deutlicher geworden und habe gesagt, "[... dass] alle Juden Schweine sind, die ausgerottet werden müssen [...]" und ging somit davon aus, dass Hamer "Juden mit jeder Zelle seines Körpers hassen würde", und "Juden wären keine Menschen, sondern menschenähnlicher Abschaum, der ausgerottet werden muß."

Das verschwörungstheoretische Blatt Anti Zensur Zeitung, das der so genannten Anti Genozid Bewegung der Ivo Sasek-Sekte OCG entstammt, gab unkommentiert die antisemitischen Äußerungen von Hamer und Götz zu dem angeblichen Genozid durch jüdische Ärzte wieder.

Sonstiges

Götz tritt auch als Übersetzer für Secret-TV in Erscheinung. Für dieses Projekt übersetzte er einen russischen Filmbeitrag über Neuschwabenland.[16]

Götz bezeichnete sich auch als "Minister für Auswärtige Angelegenheiten" des "Freistaats Sachsen" [17] einer "Regierung" eines Olaf Thomas Opelt. Davon abweichend bezeichnete er sich auch als "Sonderbotschafter des Reichslandes Freistaat Preußen" und wurde 2008 mit 39 Stimmen zum "Präsidenten des Volks-Bundesrathes" einer KRR gewählt und später wieder mit allen Stimmen abgewählt.

Wiederhall von Götz'schen Ansichten findet sich auch im Zentralkurier, einer Beilage des Parchimer Stadtkurier, an dem Mitglieder der laut Verfassungsschutz rechtsextremen Interim Partei Deutschland (IPD) um einen inzwischen verstorbenen Edgar Romano Ludowici, "Graf von Roit zu Hoya" (Synonym vonRoit) mitarbeiten. Den Scheinadelstitel kann man für 299 Euro bei eBay erwerben, nebst 300 Quadratmetern Moorland in der Region Niedersachsen. Im Zentralkurier (Untertitel „Der Monatsanzeiger zur rechtlichen Situation in Deutschland) heißt die BRD BRdvD, was wohl "Bundesrepublik des vorgeblich vereinten Deutschlands" heißen soll. Nach Ansicht des Zentralkurier befinden sich die Deutschen noch im Krieg, da ihnen auf der Pariser Konferenz am 17. Juli 1990 und in den Einigungsverträgen "ein Friedensvertrag ausdrücklich verweigert" wurde. Und unter Berufung auf Iwan Götz sei "die BRD" nur nur ein Besatzerkonstrukt in Form einer GmbH, die auf einem Teilgebiet des Deutschen Reiches wirtschaftlich agiere, den Deutschen planmäßig das Volksvermögen und die Staatsangehörigkeit entziehe. [18]

Zitate

  • Es ist die Aufgabe Nr. 1 von uns allen: die deutschen Patrioten Dr. Ryke Geerd Hamer, Ernst Günter Kögel und Ernst Zündel aus den Fängen der Neonazis, die diese Männer mit Hilfe der Justizsöldner in Jüdische Vernichtungs Anstalt, kurz – JVA , eingesperrt haben, zu befreien; nach der Ansicht der Drahtzieher sollten sie dort auch verrecken.

(Anmerkung: nach Götz-Lesart bezieht sich die Bezeichnung Neonazi auf jüdische nationale Zionisten und nicht auf Rechtsextreme)

Kriminalbiographie

Laut Bundeszentralregisterauszug und eigenen Angaben wurde Götz seit Ende der 1990ger Jahre mehrmals in Deutschland verurteilt, u.a.:

  • 1998, in Berlin wegen Hehlerei (Verkauf eines gestohlenen Fahrzeugs) zu 30 Tagessätzen á 40 DM
  • 2001, in Berlin wegen illegalem Waffenbesitz und Verstoß gegen das Ausländergesetz (Einschleusung russischer Staatsbürger als fingierte Geschäftspartner) zu insgesamt 7 Monaten Haft auf Bewährung (Az.: 350 Gs 457/97)
  • 2004, in Berlin wegen Urkundenfälschung und Missbrauchs akademischer Titel (bei Verkehrskontrolle zeigte er den Beamten einen "Reichsausweis") zu knapp 1300 Euro (246 Ds 45 Js 16 09/04)
  • 2005, in Hamburg wegen Nötigung und Beleidigung
  • 2005, in Sondershausen wegen Beleidigung und Missbrauch akademischer Titel zu 30 Tagessätzen
  • 2006, in Bergheim wegen Betrugs (rechtswidrige Vermögensvorteile aus Geschäftsbeziehung; Steuerhinterziehung) (Az.: 43 Ds 554/05)
  • 2007, in Hamburg wegen Missbrauch akademischer Titel in 8 Fällen zu 8 Monaten Freiheitsentzug auf Bewährung (213 Ds 7101 Js, 364/06 (96/06))
  • 2007, in Berlin wegen Beleidigung und falsche Verdächtigung u.a. gegen Richter ("Ihr Kollege, Roland Freisler, wäre stolz auf Ihre Leistung als Schreibtischtäter.") zu 240 Tagessätzen á 20 Euro
  • 2008, in Anklam wegen Volksverhetzung (Holocaustleugnung) zu 8 Monaten Haft auf Bewährung (Urteil wurde im Januar 2009 bestätigt)
  • 2008, in Berlin wegen 15-facher Steuerhinterziehung zu einer Freiheitsstrafe von 1 Jahr und 11 Monaten
  • 2009, in Bad Iburg wegen Titel-Missbrauch zu 8 Monaten Haft[19]
  • 2010, in Berlin wegen 10-facher Volksverhetzung (u.a. Holocaustleugnung) und 56-fachem Titelmissbrauchs zu 2 Jahren und 6 Monaten Haft (unter Einbeziehung vergleichbarer vorangegangener Verurteilungen)[20][21] Götz hatte im Prozeß die gegen ihn erhobenen Vorwürfe eingeräumt und sich so auf einen "Deal" eingelassen. Der Tagesspiegel hatte am 25.09.2010 berichtet, die Richter hätten dem notorischen Holocaust-Leugner im Falle eines umfassenden Geständnisses eine maximale Gesamtstrafe von zweieinhalb Jahren in Aussicht gestellt.

Am 26. Januar 2009 zog Götz seinen Einspruch gegen das Urteil des Amtsgerichts Anklam zurück.[22] Das Gericht hatte ihn zuvor zu 6 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Als Beweismittel diente beim Prozess Filmmaterial des NDR, das seine Aussagen belegt.

Die falschen Beschuldigungen und seine häufigen Verurteilungen führten zum Verdacht, dass die Prozessfähigkeit von Götz nicht gegeben sei, da er möglicherweise auf Grund schwerer seelischer Mängel oder Krankheiten verhandlungsunfähig sei. Götz musste sich daher mehrfach psychiatrisch untersuchen lassen, auch um weiterhin im Besitz einer Fahrerlaubnis bleiben zu können. Ein gerichtliches Betreuungsverfahren gegen ihn wurde ebenfalls eingeleitet. Ein Gutachter, der im September 2010 bei einem Prozess in Berlin gehört wurde, bescheinigte Iwan Götz keinerlei psychiatrische Auffälligkeiten. Er beschrieb ihn als einen fanatischen Verschwörungstheoretiker, der mit missionarischem Eifer seine Ziele verfolge.

Im Juni 2009 ließ Götz auf den Internetseiten eines Andreas Suhr aus Mittweida mitteilen, dass er sich seit dem 22. Mai 2009 "in Kriegsgefangenschaft" befände. Wegen der Verurteilung aus zwei Prozessen muss er in der JVA Berlin-Charlottenburg eine rund zweieinhalbjährige Freiheitsstrafe verbüßen.

Anderssprachige Psiram-Artikel

Weblinks

Quellennachweise

  1. http://anonym.to/?http://unglaublichkeiten.org/unglaublichkeiten/htmlphp2/u2_0739Kinderschaender.html (nicht anklickbar gemachter Link zu einem Götz-Brief an die Hamburger Bürgerschaft)
  2. Götz Iwan: Inauguraladresse XI, S. 27.
  3. http://www.transgallaxys.com/~kanzlerzwo/showtopic.php?threadid=4833
  4. UNION PROGRESSIVER JUDEN IN DEUTSCHLAND E.V.
    Diesterwegstraße 7
    D-33604 Bielefeld

    Erklärung der European Region der World Union for Progressive Judaism und der Union progressiver Juden in Deutschland

    Im Internet tritt ein "Oberrabbiner Dr. Esra Iwan Götz" mit antisemitischer und antizionistischer Propaganda auf. Dabei behauptet er, zur World Union for Progressive Judaism zu gehören und Mitglied der Synagogengemeinde zu Halle zu sein. Hierzu stellen die Europäische Region der World Union for progressive Judaism (WUPJ) und ihre deutsche Unterorganisation, die Union der progressiven Juden in Deutschland (UPJ), fest:
    1. Dr. Esra Iwan Götz gehört der World Union for progressive Judaism nicht an. Er ist nicht berechtigt, das Logo der Europäischen Region der WUPJ in seinem Briefkopf zu führen. Die rechtlichen Schritte, ihm dies wirksam zu untersagen, werden eingeleitet.
    2. Dr. Esra Iwan Götz gehört keiner rabbinischen Institution der WUPJ an oder ist von einer solchen als "Oberrabbiner" anerkannt worden. Der WUPJ und der Union progressiver Juden ist auch keine andere jüdische Institution oder Autorität bekannt, die Dr. Esra Iwan Götz den Rabbinertitel verliehen oder ihn als Oberrabbiner in ein Amt eingesetzt hat. Da die Titel "Rabbiner“ oder „"Oberrabbiner" in Deutschland nicht gesetzlich geschützt sind, gibt es keine rechtliche Handhabe, Herrn Götz die irreführende Verwendung dieser Titel zu untersagen.
    3. Die Synagogengemeinde zu Halle, die Mitglied der Union progressiver Juden in Deutschland ist und damit zur Europäischen Region der World Union for Progressive Judaism gehört, hat zu der von Herrn Götz erhobenen Behauptung, er sei Mitglied der Synagogengemeinde, sowie zu dem veröffentlichten, auf Dr. Iwan Götz lautenden Mitgliedsausweis der Gemeinde erklärt: "Herr Dr. Götz war einige Male Gast in unseren Gottesdiensten, die auch gemeindefremden Personen, die sich anmelden, offen stehen. Herr Dr. Götz ist nicht Mitglied der Synagogengemeinde Halle und ist dies auch niemals gewesen. Der Ausweis ist irreführend. Er wurde offensichtlich auf einem Blankoformular am 14.4.2004 ausgestellt."
    4. Die Europäische Region der WUPJ und die Union progressiver Juden in Deutschland distanzieren sich von der antisemitischen und antizionistischen Propaganda von Herrn Götz. Sie erwarten von deutschen Behörden, diese Veröffentlichungen auf die Straftatbestände der Volksverhetzung bzw. der Holocaustleugnung zu prüfen und entsprechende Maßnahmen gegen ihre Verbreitung zu unternehmen.
  5. http://reichling.wordpress.com/2009/01/10/erklarung-der-union-progessiver-juden-in-deutschland-zu-gotz/
  6. http://www.sz-online.de/nachrichten/juedische-gemeinde-distanziert-sich-von-baerwalder-verein-2663289.html
  7. http://www.kirchenlehre.com/goetz.htm
  8. http://freeweb.dnet.it/antifhain/chronik.htm
  9. http://www.dradio.de/dlf/sendungen/hintergrundpolitik/725327/
  10. Nordkurier vom 19. Januar 2007 http://www.links-lang.de/presse/5227.php
  11. Amtsleiter stolpert über rechte Parolen Nordkurier-Anklam vom 19. Januar 2007 http://www.links-lang.de/presse/5231.php
  12. Anklamer Ordnungsamtschef ließ Rechte in Ruhe hetzen. Bei einem Treffen in Anklam wurde das Fortbestehen des Dritten Reichs erklärt und der Holocaust geleugnet. Der anwesende Amtsleiter griff nicht ein. Er wurde vorläufig vom Dienst suspendiert. Ostseezeitung vom 19. Januar 2007 http://www.ostseezeitung.de/archiv.phtml?
  13. http://www.kabbala-akademie.ch/index.php?menu_id=121&main_menu_id=2&blog=1
  14. http://www.daten-web.de/nachgedacht/inauguraladresse/09-04-05-Ultimatum%20an%20Dr.%20R.%20G.%20Hamer-1.pdf
  15. http://dummenfang.wordpress.com/2009/04/07/hamers-judische-seite/#more-187
  16. Secret-TV Video Neuschwabenland Ahnenerbe Movie-ID
  17. http://www.krr-faq.net/archiv05.php
  18. Robert Scholz: Interim Partei Deutschland: Rechtsextrem oder einfach durchgeknallt? Endstation Rechts 19. Januar 2009 um 05:35
  19. http://reichling.wordpress.com/2009/08/27/oberrabbiner-dr-esra-iwan-gotz-verurteilt-wegen-titelmissbrauchs/
  20. http://www.tagesspiegel.de/berlin/polizei-justiz/holocaust-leugner-hunderte-hetzbriefe-verschickt-/1941780.html
  21. http://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/regioline_nt/berlinbrandenburg_nt/article10004724/Haftstrafe-fuer-vorbestraften-Holocaust-Leugner.html
  22. http://www.endstation-rechts.de/index.php?option=com_k2&view=item&id=2522:dr-iwan-g%C3%B6tz-zieht-einspruch-zur%C3%BCck&Itemid=774

Psiram distanziert sich energisch von den Äußerungen von Iwan Götz und dokumentiert diese lediglich.