Aquapel

Aus Psiram
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Produkt Aquapel (Bild: [1])

Aquapel ist der Name eines siliziumhaltigen Scharlatanerieprodukts, das als „Frequenzträger“ bezeichnet wird, und das auf physikalisch-chemisch unplausible Weise Kalablagerungen in Rohleitungen verhindern soll, Rost „abbauen“ könne, Keime in Wasserleitungen stark reduziere und letzendlich den Geschmack und Geruch von Wasser verbessern könne.

Das Produkt wird von dem Chiemgauer Verein "Lebenskraft Wasser e.V." eines Oliver Glöckner[1] beworben und vermarktet. Aquapel war auch Thema bei Bewusst.TV von Jo Conrad. Ein positives Gutachten wird von dem Chiemgauer Ingenieur Lutz Rabe und seinem "Institut für Bioelektrophotonik" in D-97232 Eßfeld[2] behauptet. Rabe setzte für sein Gutachten eine wissenschaftlich nicht anerkannte Methode, die Gasentladungsvisualisationstechnik (Gas Discharge Visualization - GDV) ein. Rabe behauptet "eng" mit Konstantin Korotkov zusammenzuarbeiten. Rabe behauptet auch eine Raumenergie an Kraftorten messen zu können und fertigte Gutachten zu "energetisierenden Quarzen".

Aquapel ist auch der Name einer Glasveredelung zur Verbesserung der Durchsicht bei Regen (Rain Repellent Glass Treatment - Aquapel Glass Treatment - www.aquapel.com). Als Wortmarke ist Aquapel seit 1963 unter der Registernummer Registernummer RN 813299 beim DPMA für ein Schlichtemittel zur Verwendung in der Papierindustrie für die amerikanische Firma Hercules Incorporated eingetragen.

Aquapel

Informationen zu Aquapel finden sich in pseudowissenschaftlich verfassten Werbeaussagen des Vereins Lebenskraft Wasser. Demnach soll es sich um einen "siliziumhaltigen Frequenzträger" handeln, der ohne Zufuhr von Energie und "ohne Chemie" funktioniere um seine bislang wissenschaftlich unbekannten Wundereigenschaften zu entfalten. Der bezeichnete Aquapel - Frequenzträger soll "natürliche Frequenzinformationen" auf nicht näher erläuterte Weise speichern können. Die gespeicherte Information wird dabei wörtlich als "eine Art Software" bezeichnet. Bei Kontakt mit einer Flüssigkeit übertrage sich automatisch die Software in Sekundenbruchteilen mit der Flüssigkeit, was zu ausschliesslich positiven Effekten führen soll. Quantenmystisch wird behauptet, dass bei dem Verfahren "Quantenteilchen mit speziellen Frequenzen verschränkt" würden und somit "Informationen verschränkt" würden. Als Erfinder der Aquapel Informationsverschränkung wird der Verein angegeben.

Quellennachweise

  1. Lebenskraft Wasser e. V.", Oliver Glöckner, Am Beerweiher 7, D-83229 Aschau
  2. Institut für Bioelektrophotonik, Lutz Rabe, Nelkenstr. 3, D - 97232 Eßfeld. (www.bioelectrophotonics.eu)