Weiße Bruderschaft

Aus Psiram
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Marina Tsvigun alias inkarnierter Gott auf Erden Maria Devi Khristos

Die Weiße Bruderschaft (WB, Great White Brotherhood - GWB, Weiße Loge, Weiße Loge von großen geistigen Meistern, Geistige Hierarchie) ist ein typisches Konstrukt aus der Esoterikszene und soll eine angenommene Gruppe von Aufgestiegenen Meistern und Engeln benennen, die im Verborgenen lebe. Als Mitglieder sind hochrangige Weise und Meister gemeint, die eine Art "Elite" der Menschheit darstellen sollen. Über die genaue Zusammensetzung der Bruderschaft herrscht in der Esoterikszene keine Einigkeit, vielmehr werden jeweils nach Gutdünken mal neue Mitglieder hinzugezählt oder aus der Gruppe herausgenommen.

Als Mitglieder werden üblicherweise genannt:

  • Krishna
  • Buddha
  • Zarathustra
  • Orpheus
  • Pythagoras
  • Thot
  • Hermes Trismegistos
  • Moses
  • Jesus Christus
  • Omraam Mikhaël Aïvanhov
  • Elohim Engelgruppe. (mit Eloha Herkules, Eloha Cassiopeia, Eloha Orion, Eloha Clair, Eloha Vista (Cyclopea), Eloha Pacifica und Eloha Arcturus)
  • Erzengel: (Erzengel: Michael, Jophiel, Chamuel, Gabriel, Raphael, Uriel und Zadkiel) Auch "Erzengel Metatron" wird zu dieser Gruppe gezählt.

Die Weiße Bruderschaft wird häufig von so genannten Lichtarbeitern und Anhängern der so genannten Lichtnahrung herangezogen. Mehrere markenrechtlich geschützte Methoden auf dem kommerziellen Psychomarkt beziehen sich ebenfalls auf die Annahme einer existierenden Weißen Bruderschaft.

Auch kriminelle Vereinigungen bezogen sich bei ihren Machenschaften auf die Existenz einer Weißen Bruderschaft.[1]

Geschichtliches

Helena Blavatsky
Aleister Crowley, 1911

Die Ursprünge der Idee der Existenz einer geheimen Weißen Bruderschaft gehen offenbar auf ein Buch von Karl von Eckartshausen zurück, das im 18. Jahrhundert erschien. Im 19. Jahrhundert wurde die Idee von Alfred Percy Sinnett (Mahatma Letters ) sowie von der Theosophin Helena Blavatsky neu belebt. Weiterhin wurde das esoterische Konstrukt von Aleister Crowley und Alice A. Bailey aufgenommen. Aktuell wird die Idee einer Weißen Bruderschaft vor allem im Internet propagiert.

Die Blavatsky-Jüngerin Alice Ann Bailey, eine Hitler-Verehrerin und Propagandistin des Dritten Reiches, behauptete, spiritistische Weisungen direkt von der Großen Weißen Bruderschaft zu empfangen, zu der nur besonders Erleuchtete Zugang erhielten, darunter Napoleon, Mussolini, Hitler und Franco. Bailey kann als eine Vordenkerinnen der heutigen New-Age- und Esoterik-Szene angesehen werden. Baileys Bücher sind in der Esoterikszene weit verbreitet.

Schwarze Bruderschaft

Der Weißen Bruderschaft wird auch eine ebenso hypothetische „Schwarze Bruderschaft“ gegenübergestellt.

Weiße Bruderschaft von Maria Devi Khristos in der Ukraine

UWB.jpg

In der Ukraine war eine kriminelle Vereinigung namens "Weiße Bruderschaft" (Beloe Bratstvo, Yusmalos, Usmalos) aktiv. Führer der Gruppe waren Marina Tsvigun-Krivonogova (alias inkarnierter Gott auf Erden Maria Devi Khristos)[2], Yury Krivonogov (alias Yuoann Svami) und Pyotr Kovalchuk (alias Patriarch-Pope und Apostel Petrus). Die Sekte behauptete, mit der Weißen Brunderschaft zu kommunizieren. Marina Tsvigun bezeichnete sich dabei als eine lebende Gottheit. Die Gruppe finanzierte sich aus Bargeldspenden und versprach die Heilung von Krankheiten. Leitende Mitglieder wurden zu mehrjährigen Haftstrafen wegen Betruges und illegaler Ausübung medizinischer Tätigkeiten verurteilt. Die Gruppe wurde anfänglich auch deshalb verboten, weil es Befürchtungen gab, dass sie zu Massenselbsttötungen der Mitglieder vor einem angeblichen Weltuntergang aufrufen könnte.

Universelle Weiße Bruderschaft von Beinsa Duno - Petăr Konstantinow Dănov

"Meister Beinsa Duno", Petăr Konstantinow Dănov

Die Universelle Weiße Bruderschaft (UWB, Fraternité Blanche Universelle - FBU) ist eine von Beinsa Duno (eigentlich der Bulgare Petar Konstantinow Danow - Петър Константинов Дънов, geb. 11.Juli 1864 - gest. 27.Dezember 1944) im Jahre 1900 gegründete Sekte, die später von einem Omraam Mikhaël Aïvanhov weitergeführt wurde. Nach seinem Tod 1986 wurde sie von Claude Lamy und seit 1995 von Jacques Gouygou geleitet. Zentren finden sich in Fréjus an der Côte d’Azur und in Sèvres bei Paris.

Nach Meltons Encyclopedia of American Religions von 1989 hatte die Universelle Weiße Bruderschaft 1988 4.350 Mitglieder in Frankreich und 1.350 Mitglieder in der Schweiz. Heute soll sie in mindestens 22 Ländern verbreitet sein. Das Schweizer Zentrum befindet sich in Monts-de-Corsier in der Nähe des Genfer Sees.

Nach Angaben der Bruderschaft beziehe sich die Lehre auf die jüdisch-christliche Tradition und habe die Bibel als Grundlage. Die Lehre lässt Ähnlichkeiten mit jener der Rosenkreuzer und der Anthroposophen (Christengemeinschaft) erkennen. Einen hohen Stellenwert in der Lehre hat die Sonne. Sie ist laut Aïvanhov ein Ideal der Vollkommenheit, ein Repräsentant Christi und ein Symbol der Universellen Religion. Zur Lehre gehört auch die Idee von Reinkarnation und Karma in der westlichen, theosophischen Ausprägung. Danow ist auch Begründer der Paneurhythmie, einer esoterischen tanzartigen Körperübung.

Magnified Healing nach Gisèle King

Magnified Healing ist eine markenrechtlich geschütze Methode einer "Lichtkörperarbeit" mit Mitgliedern der aufgestiegenen Meisterin Kwan Yin (Göttin der Barmherzigkeit und Lenkerin des Violetten Strahls der göttlichen Manifestation), Serapis Bay (Lenker der weißen oder platinfarbenen Flamme des Aufstiegs und der Reinigung), Saint Germain sowie mit Erzengel Melchizedek (der "Ewige Herr des Lichtes", Hüter der Schwelle von Form und Formlosigkeit).

Touch of Oneness nach Petra Schneider

Touch of Oneness ist eine markenrechtlich geschützte "Lichtarbeit" mit den "Lichtwesen" Metatron (Erzengel mit der höchsten Schwingung und Hüter der Schwelle zwischen den Formen und Nicht-Formen, der Leere, dem Alles), Ra (Erdenbewusstsein und Repräsentantin des höchsten Bewusstseins der Erde. Ra soll auch Materie Bewusstsein verleihen können), Jesus Christus und Maria.

Siehe auch

Weblinks

Quellennachweise

  1. http://www.religio.de/dialog/296/296s2.html
  2. http://en.wikipedia.org/wiki/Marina_Tsvigun