Karl-Heinz Haaker

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Karl-Heinz Haaker (Bild: NET-Journal[1])

Karl-Heinz Haaker (alias Magnus K., geb. 1947) ist ein deutscher Erfinder auf dem Gebiet der so genannten freien Energie und der Sanitärtechnik aus dem Nordrhein-Westfälischen Lügde.[2] Er hat eine Vorrichtung erfunden, mit der sich Energie gewinnen lasse und die in der Freie-Energie-Szene "Haaker Konverter" genannt wird. Sein Konverter soll "Raumenergie" nutzen und funktioniere dank der Verwendung von Permanentmagneten. Das Innenleben hält er geheim.

Interesse für seinen "Raumenergiekonverter" fand Haaker bei Raum und Zeit (Autor: Physiker Detlef Scholz, Herausgeber von Raum & Zeit)[3]sowie im NET-Journal von Adolf Schneider.[4] Beide Publikationen sind bekannt für die Verbreitung pseudowissenschaftlicher Vorstellungen. Präsentiert wird in den Artikeln auch keine Erklärung der Funktionsweise, sondern ein pseudophysikalischer Jargon mit Begriffen wie "Ätherdruck-Verstärkung", "Planeten-Magnetkraftströmung", "vertikale Raumenergieströmung" usw.

Öffentliche Vorführungen oder gar Berichte von neutralen Gutachtern fehlen.

Haaker-Konverter

"Haaker-Konverter" (Bild: NET-Journal)

Ein Prototyp des Haaker-Konverters (auch "Magnetfeldkonverter") wird von Detlef Scholz von Raum & Zeit als Rotor beschrieben und es seien "diverse Lampen damit zum Leuchten gebracht worden." Das Innere des Rotors habe Haaker bei einer Vorführung aber nicht zeigen wollen, da er seine Erfindung noch nicht patentiert habe.[4]

Zum Funktionsprinzip ist keine logisch nachvollziehbare Erläuterung bekannt geworden. Antreibende Energie sei laut einer Hypothese von Haaker Raumenergie in Form eines in der Physik unbekannten Ätherdrucks und von "Energiestrahlen" aus dem Kosmos, die "dynamische Hochgeschwindigkeitsströmungen" zur Folge hätten, die dann als Magnetfelder erschienen. Die in der Physik bekannten statischen Magnetfelder seien laut Haaker als ein Strömungsphänomen aufzufassen. Im Konverter durch Magnete erzeugte "Magnetwirbel" sollen "Raumenergieströmungen" des Universums wie ein Staubsauger anziehen können, sodass es zu einer "Anreicherung an Elektronen" komme. Ein Rolle soll bei seinem Konverter auch das Erdmagnetfeld spielen.

Haaker stellt sich mehrere Varianten seines Konverters vor, die er mit der Abkürzung RQE bezeichnet: RQE-L (für Linearantriebe), RQE-L-EL (Linearantrieb), RQE-E-R1 (Motor), RQE-E-RX (Motor mit Mehrfach-Rotor), RQE-M-R1 (Mehrfach-Motor), RQE-M-RX (Mehrfach-Motor mit Mehrfach-Rotor), RQE-E-RP (Motor mit Leistung stabilisierender Repeat-Funktion), RQE-M-RP (Mehrfach-Motor mit Leistung stabilisierender Repeat-Funktion) und RQE-HK (zu einer "raumenergiegestützten" Stromerzeugung).

Die Idee zu seinem Magnetfeldkonverter sei Haaker gekommen, als er sich mit der Geometrie der Pyramiden von Gizeh beschäftigt habe (siehe Pyramidenenergie). Er vermutet, dass die Pyramiden von Gizeh ebenfalls einer "Konvertierung von Raumenergie" dienten.

Weitere Erfindungen

"Vorrichtung zur Erzeugung von elektrischer Energie", eine ältere Erfindung von Haaker[5]

Bereits 2003 versuchte Haaker, eine Vorrichtung zur Erzeugung von Energie patentieren zu lassen, die letztlich ein Perpetuum Mobile dargestellt hätte.[5] Dabei sollte ein Schlitten mit einem eingebauten elektrischen Generator auf einer vertikalen Kreisscheibe umlaufen und bei der Abwärtsbewegung Strom erzeugen. Die Energie, um den Schlitten wieder auf den Scheitelpunkt der Kreisbahn zu befördern, sollte von zwei weiteren gleichartigen, aber versetzt laufenden Anordnungen geliefert werden. Eine "kugelförmige Zusatzmasse", die "als sogenannter Massenbeschleuniger" zu verstehen sei, sollte die Abwärtsbewegung des Schlittens unterstützen. Die Kugel sollte am Scheitelpunkt automatisch auf den Schlitten geladen und nach dessen Abwärtsfahrt mit einer Art Aufzug wieder nach oben transportiert werden. Haaker war der Ansicht, dass "die Energiebilanz insgesamt positiv ist, so dass mittels der offenbarten Vorrichtung Energie erzeugt werden kann", was natürlich Unsinn ist.

Haaker trat auch als Erfinder von Sanitärtechnik in Erscheinung, so z.B. eines "Wasserschaden-Vorsorge-Systems"[6], diverser Toilettenbürsten[7], einer Konstruktion, die "Badablage, Kleiderständer, Trittleiter, Wäschespinne und Kofferroller in einem Kombigerät miteinander vereint"[8] oder eines Handreinigungsgerätes[9].

Quellennachweise

  1. http://www.borderlands.de/net_pdf/NET1112S4-7.pdf
  2. Karl-Heinz Haaker Vertrieb und Vermittlung von ökologischen Produkten, Rosenbusch 10, D-32676 Lügde
    Technic news Karl-Heinz Haaker, Rosenbusch 10, D-32676 Lügde
    Pemo GmbH, Rosenbusch 10, D-32676 Lügde
  3. Detlef Scholz: Funktionierender Magnetfeldkonverter. Tüftler präsentiert sensationelle Erfindung. Raum & Zeit 169 (2011)
  4. 4,0 4,1 NET-Journal Jg. 17, Heft Nr. 11/12 November/Dezember 2012
  5. 5,0 5,1 Patentanmeldung DE 10319936 A1: Vorrichtung zur Erzeugung von elektrischer Energie. Anmeldedatum: 02.05.2003 (2005 abgewiesen)
  6. Gebrauchsmuster DE 29617433 U1: Wasserschaden-Vorsorge-Systeme mit selbsttätiger Programmierung. Anmeldedatum: 08.10.1996. Schutzrecht erloschen: 31.10.2006
  7. Patent DE 19816402 C2: Klosettbürste. Anmeldedatum: 11.04.1998. Patent erteilt: 27.06.2002. Patent abgelaufen: 03.11.2009. Weitere Erfindungen aus diesem Bereich sind die Gebrauchsmuster DE 29820839 (WC-Bürsten-Behälter), DE 29706851 (WC-Zungen-Reinigungsbürste), DE 29705794 (WC-Kombi-Reinigungsbürste), DE 20202910 (WC-Spülrandreinigerbürste) und DE 20018712 (WC-Hahnenkamm-Reinigungsbürste).
  8. Gebrauchsmuster DE 9402891 U1: Kombigerät. Anmeldedatum: 21.04.1994. Schutzrecht erloschen: 01.01.1998
  9. Patent DE 10212422 C2: Handreinigungsgerät. Anmeldedatum: 21.03.2002. Patent erteilt: 24.03.2004. Patent erloschen: 02.10.2007