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Nicolas Rene Barro (geboren 1981) ist ein deutscher Anhänger der pseudowissenschaftlich-alternativmedizinischen Germanischen Neuen Medizin (GNM). Nach eigenen Angaben machte Barro eine nicht näher bezeichnete technische Ausbildung, der eine Fortbildung in Rhetorik und Präsentation gefolgt sei. Als einzige Qualifikation im medizinischen Bereich gibt Barro an, zum Sanitäter ausgebildet worden zu sein und auf eine Zulassung als Heilpraktiker zu hoffen. Barro bezeichnet sich darüber hinaus als Studienkreisleiter der Neuen Medizin sowie als freier Journalist, Autor, Coach und Seminarleiter.

Nachdem 2007 bekannt wurde, dass Barro Seminare und Kurse in Neuer Medizin kommerziell anbietet, kam es zum Streit mit dem Erfinder der GNM: Barro wurde von Ryke Geerd Hamer verboten, die markenrechtlich registrierten Wortmarken oder Symbole der GNM zu benutzen und Seminare oder Behandlungen nach der GNM durchzuführen. Darüberhinaus bezeichnete Hamer Barro als Metaller ohne jegliche medizinische Kompetenz und zählt ihn seitdem zu seinen Gegnern.

Laut GNM-Propagandist Helmut Pilhar sei Barro ehemaliges NPD-Mitglied.[1]

Auf Ablehnung für sein GNM-Engagement in Form von Vorträgen und Seminaren stiess Barro nicht nur bei Hamer, dem Erfinder der Neuen Medizin, sondern auch bei Verantwortlichen für die Vergabe von Vortragsräumlichkeiten. Im Jahre 2010 musste Barro einen Vortrag zur Neuen Medizin mit dem Titel "Einführung in die fünf biologischen Naturgesetze" in Ulm absagen, da die Geschäftsführerin des "Hauses der Begnegnung" Barro wegen seiner GNM-Aktivitäten und des bekannten Hamerschen Antisemitismus nicht in ihren Räumlichkeiten vortragen lassen wollte. Eigentlicher Veranstalter war ein Ulmer "Naturheilverein"[2]. Nachdem der Naturheilverein im "Haus der Begegnung" abgeblitzt war, versuchte er einen Raum in der Familienbildungsstätte (FBS) zu bekommen – auch dort, ohne die Verantwortlichen über den Referenten und dessen Thema zu unterrichten. Als in der Familienbildungsstätte ein E-Mail-Hinweis über die Hintergründe des Vortrags eingegangen sei, habe man Erkundigungen eingeholt, berichtete die FBS-Mitarbeiterin Steffi Fröhler der Zeitung Südwestpresse. Daraufhin wurde der Naturheilverein auch dort ausgeladen. Einen dritten Versuch startete der Naturheilverein bei der Ulmer Wohnungs- und Siedlungsgesellschaft (UWS), die ebenfalls Vortragsräume zur Verfügung stellt. Aber auch dort wollte man Barro nicht sehen: Wir haben zuerst zugesagt, weil wir keine Ahnung hatten, was sich hinter dem Vortrag verbirgt, später habe man jedoch erkannt um was es ginge und der Naturheilverein und Barro wurden ausgeladen.[3]

Zitate

  • [...] In Australien überleben übrigens nur 164 von 10.661 Brustkrebspatientinnen die Chemotherapie nach 5 Jahren[4]

Weblinks

Quellennachweise

  1. http://www.pilhar.com/Hamer/Korrespo/2009/20090622_Hamer_an_Freunde_Raeuber.htm
  2. Naturheilverein Ulm, Lindenstraße 27, 89077 Ulm
  3. http://www.swp.de/ulm/lokales/ulm_neu_ulm/art4329,399593
  4. Zitat der Fehlinterpretation von Barro in einem Forum, bezogen auf eine australische Studie, die den zusätzlichen Nutzen der Chemotherapie bei einigen ausgesuchten Krebsarten bei Erwachsenen zum Thema hatte, Morgan G, Ward R, Barton M. The contribution of cytotoxic chemotherapy to 5-year survival in adult malignancies. Clin Oncol 2004;16:549-60