Goldenes Pulver

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Werbung für "Goldenes Pulver" als vermeintliches Wundermittel. Bild: Werbung für ein "Märchenbuch" eines angeblichen "Karl Josef Lagerbäck" [1]

Unter der Bezeichnung Goldenes Pulver werden im deutschsprachigen Raum Nahrungsergänzungsmittel und andere Produkte angeboten, die als vermeintliche Wundermittel auch schwere chronische Krankheiten wie Krebs, Multiple Sklerose, ALS (Amyotrophe Lateralsklerose) oder Mukoviszidose heilen sollen. So heißt es in einem von einem Medizinlaien verfassten Werk mit Werbecharakter:

"Das Buch zeigt, wie mit natürlichen Mitteln, schwere Krankheiten, wie MS, ALS, Krebs, Diabetes Typ 2, Rheuma, und Mukoviszidose zu besiegen sind.."[2]

Die unter "Goldenes Pulver" vertriebenen Mittel sind in Deutschland nicht als Arzneimittel zugelassen. In der Werbung für derartige Produkte sind Aussagen dieser Art ein Verstoß gegen das Heilmittelwerbegesetz. Das Gesetz verbietet unter anderem Berichte über angebliche Wunderheilungen nach Hörensagen.

Inhaltsstoff derartiger Produkte ist Curcumin, ein Lebensmittelfarbstoff (E 100), der Nahrungsmitteln eine gelbe Farbe verleiht. Curcumin wird auch als billiger Ersatz zum Vortäuschen der Farbe von Safran in Gerichten verwendet. Getrocknetes Pulver aus dem Rhizom der Kurkuma-Pflanze bildet einen wesentlichen Bestandteil von Currypulver.

Die hier genannten curcuminhaltigen Produkte sind nicht mit dem schwermetallhaltigen Gold Ash Powder zu verwechseln.

Analoge Curcumin-Produkte

  • Goldene Milch, Kurkuma latte, Kurkuma-Frappe oder Golden Milk: Hierbei handelt es sich um ein Curcumin-haltiges Getränk, meist ohne Verwendung von Milch tierischen Ursprungs. In der Werbung auch irreführend als "Heilgetränk" bezeichnet. Beigemengt wird dem Modetrunk neben dem obligatorischen Curcumin beispielsweise Honig, Ingwer, Kokosmilch, Mandelmilch, Zimt, Pflanzenöl oder Pfeffer.
  • Goldene Paste: hierbei handelt es sich um eine Paste, die aus Kurkumapulver (Curcumin), Pfeffer und Wasser hergestellt wird. Die Paste wird in einem Kochtopf unter ständigem Rühren erhitzt.

Quellennachweise

  1. Karl Josef Lagerbäck: Garwin der Medizinrebell (Eigenverlag), R. Gajewski aus Hagen / Andre Gramsch aus Münster
  2. Karl Josef Lagerbäck: Garwin der Medizinrebell (Eigenverlag)