Stefan Schmidt-Troschke: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Psiram
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Zeile 8: Zeile 8:
 
Ein weiteres Argument für Schmidt-Troschke gegen Impfungen ist die angebliche Unreife des kindlichen Immunsystems, welches durch Impfungen angeblich überlastet werde. Es gibt allerdings keine Belege für die Unreife des kindlichen Immunsystems. Zu diesem Argument räumt Schmidt-Troschke selber ein, dass dies „vor allem eine weltanschauliche Sicht“ sei.<ref> http://www.bild-der-wissenschaft.de/bdw/bdwlive/heftarchiv/index2.php?object_id=10095552</ref>
 
Ein weiteres Argument für Schmidt-Troschke gegen Impfungen ist die angebliche Unreife des kindlichen Immunsystems, welches durch Impfungen angeblich überlastet werde. Es gibt allerdings keine Belege für die Unreife des kindlichen Immunsystems. Zu diesem Argument räumt Schmidt-Troschke selber ein, dass dies „vor allem eine weltanschauliche Sicht“ sei.<ref> http://www.bild-der-wissenschaft.de/bdw/bdwlive/heftarchiv/index2.php?object_id=10095552</ref>
 
Das kindliche Immunsystem reift bereits während der Schwangerschaft. Bereits zu dieser Zeit die Immunzellen des Ungeborenen, Antikörper zu produzieren. Auch die T-Zellen des Immunsystems stehen bereit, um mögliche Eindringlinge abzuwehren. Dies ist eine lebenswichtige Notwendigkeit, denn ab dem Zeitpunkt der Geburt wird das Neugeborene mit einer unüberschaubaren Anzahl von unbekannten Bakterien, Schmutzstoffen und anderen Antigenen konfrontiert. Deshalb können die wenigen Antigene bei den Impfungen kaum ins Gewicht fallen.
 
Das kindliche Immunsystem reift bereits während der Schwangerschaft. Bereits zu dieser Zeit die Immunzellen des Ungeborenen, Antikörper zu produzieren. Auch die T-Zellen des Immunsystems stehen bereit, um mögliche Eindringlinge abzuwehren. Dies ist eine lebenswichtige Notwendigkeit, denn ab dem Zeitpunkt der Geburt wird das Neugeborene mit einer unüberschaubaren Anzahl von unbekannten Bakterien, Schmutzstoffen und anderen Antigenen konfrontiert. Deshalb können die wenigen Antigene bei den Impfungen kaum ins Gewicht fallen.
 +
 +
==Wuppertaler Manifest==
 +
Schmidt-Troschke ist neben [[Martin Hirte]] und [[Steffen Rabe]] Verfasser des "Wuppertaler Manifests" des Vereins "Ärzte für eine individuelle Impfentscheidung", das auf der "1. nationalen Konferenz für differenziertes Impfen" am 1. bis 2. Oktober 2010 beschlossen wurde und in dem u.a. gefordert wird:<ref>http://www.anthroposophischeaerzte.de/fileadmin/gaad/PDF/Aktuelles/Impfungen/Wuppertaler_Manifest_Endversion_12.10.10.pdf</ref>
 +
 +
''Auch müssen mögliche langfristige Folgen von Impfprogrammen besser und unabhängig vom Einfluss und den Interessen der Impfstoffhersteller untersucht und bedacht werden. Dabei kommen insbesondere in Betracht:''
 +
*''- negative Auswirkungen auf die Reifung des Immun- und Nervensystems vor allem junger Säuglinge,''
 +
*''- '''der zunehmende Verlust der robusten, durch Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Erreger erworbenen Immunität''' in der Bevölkerung und deren Ersatz durch eine kürzere und weniger kompetente Impf-Immunität,''
 +
*''- das Verschieben von Krankheiten in komplikationsträchtigere Altersgruppen und die Ausbreitung neuer Erreger oder Erregertypen als Folge großflächiger Eliminations- und Eradikationsprogramme.''
 +
 +
Die Fachkompetenz der Ständigen Impfkommission wird in dem Manifest außerdem angezweifelt. Im zweiten Anstrich ist erkennbar, dass Schmidt-Troschke eine u.U. schwere Infektionskrankheit besser findet, als deren Vorbeugung, also ein Impfung. Dazu bedient er sich unwahrer Aussagen.
  
 
==Quellenverzeichnis==
 
==Quellenverzeichnis==

Version vom 6. Dezember 2010, 08:36 Uhr

Stefan Schmidt-Troschke ist Kinderarzt in Herdecke, Anthroposoph, Impfkritiker und Sprecher des Vereins Ärzte für eine individuelle Impfentscheidung e.V.. Schmidt-Troschke ist daneben Geschäftsführer des Gemeinschaftskrankenhauses Herdecke gGmbH.[1]

Ansichten zum Impfen

Schmidt-Troschke ist als Anthroposoph der Meinung, dass das Durchleben einer Krankheit (bes. Masern) eine bereichernde Erfahrung sei. Wörtlich drückt er sich wie folgt aus: „Bestimmte Krankheiten stellen Ressourcen dar“.[2]

Impfungen stellen für ihn lediglich eine Defensiv- Maßnahme dar, die ergänzend sinnvoll sind, um bestimmten lebensbedrohlichen Krankheiten vorzubeugen.[3] Wichtigste Präventionsmaßnahme gegen Infektionskrankheiten sollen Verbesserungen der Hygiene sein. Diese Maßnahmen sind durchaus bei einigen Erkrankungen, wie Cholera wirksam, jedoch nicht bei Masern.

Ein weiteres Argument für Schmidt-Troschke gegen Impfungen ist die angebliche Unreife des kindlichen Immunsystems, welches durch Impfungen angeblich überlastet werde. Es gibt allerdings keine Belege für die Unreife des kindlichen Immunsystems. Zu diesem Argument räumt Schmidt-Troschke selber ein, dass dies „vor allem eine weltanschauliche Sicht“ sei.[4] Das kindliche Immunsystem reift bereits während der Schwangerschaft. Bereits zu dieser Zeit die Immunzellen des Ungeborenen, Antikörper zu produzieren. Auch die T-Zellen des Immunsystems stehen bereit, um mögliche Eindringlinge abzuwehren. Dies ist eine lebenswichtige Notwendigkeit, denn ab dem Zeitpunkt der Geburt wird das Neugeborene mit einer unüberschaubaren Anzahl von unbekannten Bakterien, Schmutzstoffen und anderen Antigenen konfrontiert. Deshalb können die wenigen Antigene bei den Impfungen kaum ins Gewicht fallen.

Wuppertaler Manifest

Schmidt-Troschke ist neben Martin Hirte und Steffen Rabe Verfasser des "Wuppertaler Manifests" des Vereins "Ärzte für eine individuelle Impfentscheidung", das auf der "1. nationalen Konferenz für differenziertes Impfen" am 1. bis 2. Oktober 2010 beschlossen wurde und in dem u.a. gefordert wird:[5]

Auch müssen mögliche langfristige Folgen von Impfprogrammen besser und unabhängig vom Einfluss und den Interessen der Impfstoffhersteller untersucht und bedacht werden. Dabei kommen insbesondere in Betracht:

  • - negative Auswirkungen auf die Reifung des Immun- und Nervensystems vor allem junger Säuglinge,
  • - der zunehmende Verlust der robusten, durch Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Erreger erworbenen Immunität in der Bevölkerung und deren Ersatz durch eine kürzere und weniger kompetente Impf-Immunität,
  • - das Verschieben von Krankheiten in komplikationsträchtigere Altersgruppen und die Ausbreitung neuer Erreger oder Erregertypen als Folge großflächiger Eliminations- und Eradikationsprogramme.

Die Fachkompetenz der Ständigen Impfkommission wird in dem Manifest außerdem angezweifelt. Im zweiten Anstrich ist erkennbar, dass Schmidt-Troschke eine u.U. schwere Infektionskrankheit besser findet, als deren Vorbeugung, also ein Impfung. Dazu bedient er sich unwahrer Aussagen.

Quellenverzeichnis