Plasmawürfel Q6: Unterschied zwischen den Versionen

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Der '''Plasmawürfel Q6''' (auch Q6-Geberator genannt) ist ein technisch wirkungsloses Produkt, für das im Internet Selbtbauanleitungen kursieren.
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[[image:Q6 Kadari 2018.jpg|Scharlatanerieprodukt Plasmawürfel Q6 im KadaRi-Shop des [[Königreich Deutschland]] von [[Peter Fitzek]] für 390 Engelmark (Bild: Kadari, Okt. 2018)|320px|thumb]]  
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Der '''Plasmawürfel Q6''' (auch Q6-Generator genannt) ist ein technisch wirkungsloses Produkt, für das Selbstbauanleitungen im Internet kursieren. Als Erfinder wird der Italiener Peppi La Montagna genannt. Die Erfindung soll eine Art Weiterentwicklung eines [[Magrav Magnetmotor|Keshe-Magrav-Generators]] (ein [[Magnetmotor]] nach dem iranischen Schwindler [[Mehran Tavakoli Keshe]]) sein. Zum betreffenden Magrav-Generator existieren jedoch keine seriös zu nennenden Belege für eine sinnvolle Nutzbarkeit.
  
Sinn und Zweck dieses Würfels ist die Einsparung von Energie. Manche Protagonisten behaupten sogar, es würde darin zusätzliche Energie generiert werden.<ref>www.borderland.de/net_pdf/NET011727-29.pdf</ref> Dies wäre dann ein physikalisch unmögliches [[Perpetuum Mobile]].
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Sinn und Zweck dieses Q6-Plasmawürfels soll die Einsparung von Energie sein. Manche Protagonisten behaupten sogar, es werde darin zusätzliche Energie generiert.<ref>www.borderland.de/net_pdf/NET011727-29.pdf</ref> Dies wäre dann ein physikalisch unmögliches [[Perpetuum Mobile]].
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Ein Plasmawürfel ohne Netzkabel wird auch im KadaRi-Shop von [[Peter Fitzek]] für einen Preis von 390 E-Mark angeboten.<ref>https://kadari.net/kleinanzeigen/de/anzeige/freie_energie_plasma_cube_q6_strom_auto%7C1</ref>
  
 
==Aufbau==
 
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Ein Plasmawürfel besteht aus mehreren ringförmigen Kupferdrahtspulen, die mit Heißkleber miteinander verbunden sind und in ein eckiges Glasgefäß eingebracht werden. Manchmal sind die Drähte nur mit Heißkleber fixiert. An den Flächen des Würfels werden zudem Kegel aus Alufolie, die mit Heißkleber gefüllt sind, befestigt. Dieser Würfel wird an eine Steckdose angeschlossen.<ref>[https://Seminare.Nature.Community/wp-content/uploads/sites/2/2017/01/Q6_BauanleitungUndAktivierung_MonikaHoede.pdf Bauanleitung für einen Plasmawürfel]</ref> Vor Anwendung muss der Würfel noch konditioniert werden. Wie das genau geschehen soll, wird nicht erwähnt.
Ein Plasmawürfel besteht aus mehreren ringförmigen Kupferdrahtspulen, die miteinander verbunden sind und mit Heißkleber verbunden in ein eckiges Glasgefäß eingebracht werden. Manchmal sind die Drähte nur mit Heißkleber fixiert. An den Flächen des Würfels werden zudem noch Kegel aus Alufolie, die mit Heißkleber gefüllt sind, befestigt. Dieser Würfel wird an eine Steckdose angeschlossen.<ref>[https://Seminare.Nature.Community/wp-content/uploads/sites/2/2017/01/Q6_BauanleitungUndAktivierung_MonikaHoede.pdf Bauanleitung für einen Plasmawürfel]</ref> Vor den Anwendung muss der Würfel noch konditioniert werden. Wie das genau geschehen soll, wird nicht erwähnt.
 
  
 
==Gefahren==
 
==Gefahren==
Der Würfel birgt generell die Gefahr, dass der Anwender bei Berührung des Würfels einen Stromschlag erleidet oder dass durch Überhitzung des Würfels ein Brand verursacht wird. Dieses Produkt ist bei fehlendem Nutzen potentiell lebensgefährlich.
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Der Würfel birgt generell die Gefahr, dass der Anwender bei Berührung des Würfels einen Stromschlag erleidet oder durch Überhitzung des Würfels ein Brand verursacht wird. Dieses Produkt ist bei fehlendem Nutzen potentiell lebensgefährlich.
  
In Bauanleitungen ist stets der Warnhinweis zu finden, dass der Nachbau auf eigene Gefahr stattfindet, also der Verantwortung für Unfälle auf den Anwender abgewälzt werden soll.
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In Bauanleitungen ist stets der Warnhinweis zu finden, dass der Nachbau auf eigene Gefahr stattfindet, also die Verantwortung für Unfälle auf den Anwender abgewälzt werden soll.
  
 
==Siehe auch==
 
==Siehe auch==

Aktuelle Version vom 31. Oktober 2018, 20:08 Uhr

Beispiel für einen selbstgebastelten Plasmawürfel
Scharlatanerieprodukt Plasmawürfel Q6 im KadaRi-Shop des Königreich Deutschland von Peter Fitzek für 390 Engelmark (Bild: Kadari, Okt. 2018)

Der Plasmawürfel Q6 (auch Q6-Generator genannt) ist ein technisch wirkungsloses Produkt, für das Selbstbauanleitungen im Internet kursieren. Als Erfinder wird der Italiener Peppi La Montagna genannt. Die Erfindung soll eine Art Weiterentwicklung eines Keshe-Magrav-Generators (ein Magnetmotor nach dem iranischen Schwindler Mehran Tavakoli Keshe) sein. Zum betreffenden Magrav-Generator existieren jedoch keine seriös zu nennenden Belege für eine sinnvolle Nutzbarkeit.

Sinn und Zweck dieses Q6-Plasmawürfels soll die Einsparung von Energie sein. Manche Protagonisten behaupten sogar, es werde darin zusätzliche Energie generiert.[1] Dies wäre dann ein physikalisch unmögliches Perpetuum Mobile.

Ein Plasmawürfel ohne Netzkabel wird auch im KadaRi-Shop von Peter Fitzek für einen Preis von 390 E-Mark angeboten.[2]

Aufbau

Ein Plasmawürfel besteht aus mehreren ringförmigen Kupferdrahtspulen, die mit Heißkleber miteinander verbunden sind und in ein eckiges Glasgefäß eingebracht werden. Manchmal sind die Drähte nur mit Heißkleber fixiert. An den Flächen des Würfels werden zudem Kegel aus Alufolie, die mit Heißkleber gefüllt sind, befestigt. Dieser Würfel wird an eine Steckdose angeschlossen.[3] Vor Anwendung muss der Würfel noch konditioniert werden. Wie das genau geschehen soll, wird nicht erwähnt.

Gefahren

Der Würfel birgt generell die Gefahr, dass der Anwender bei Berührung des Würfels einen Stromschlag erleidet oder durch Überhitzung des Würfels ein Brand verursacht wird. Dieses Produkt ist bei fehlendem Nutzen potentiell lebensgefährlich.

In Bauanleitungen ist stets der Warnhinweis zu finden, dass der Nachbau auf eigene Gefahr stattfindet, also die Verantwortung für Unfälle auf den Anwender abgewälzt werden soll.

Siehe auch

Quellenverzeichnis