Matthias Alexander Pauqué

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Matthias Alexander Pauqué (geb. 1973 in Bad Reichenhall) ist ein deutscher rechtlicher Betreuer, Berufsbetreuer der Agentur für Arbeit, Politiker, Kleinunternehmer und Buchautor aus dem bayerischen Bad Reichenhall. Aktuell (2015) bewirbt sich der ansonsten der Reichsbürgerbewegung nahestehende Matthias Pauqué für das Amt des Oberbürgermeisters von Bonn.

Kurzbiografie

Angaben zur eigenen Biografie und zum beruflichen Werdegang finden sich im Internet auf einer Webseite des "Königreich Deutschland", die begleitend zu seiner Bewerbung zum Oberbürgermeister von Bonn angelegt wurde.[1] Demnach besuchte Pauqué bis 1993 das Karlsgymnasium Bad Reichenhall und ging anschließend zur Bundewehr und machte eine ausbildung zum Piloten. Anschließend wandte er sich von der Bundeswehr ab und war für eine Münchner Versicherung tätig. Seit 2005 ist er als freiberuflicher Arbeitsvermittler für die Agentur für Arbeit tätig sowie als rechtlicher Berater. Aktuell vertreibt Pauqué über seine Kleinfirma "Faktor" auch Silberschmuck (Das Siegel der Maya als silberner Kettenanhänger Hunab Ku) sowie fragwürdige Global Scaling Produkte.

Aktivitäten als Politiker

Mathhias Pauqué steht den Ansichten von Peter Fitzek und seinem "Königreich Deutschland" nahe. Er bewirbt sich aktuell als parteiloser Einzelkandidat zum Amt des Oberbürgermeisters von Bonn.[2] Sein Einkommen als Oberbürgermeister will Pauqué der Stadtkasse spenden. Peter Fitzek unterstützt die Kandidatur aktiv. Hintergrund sind Versuche Gemeinden in Deutschland dazu zu bewegen, sich im Rahmen einer vermeintlich möglichen Sezession aus der Bundesrepublik Deutschland entfernen zu können und davon profitieren zu können. Dies entspricht Konzepten von Anhängern der Reichsbürgerbewegung, die entweder die Existenz der Bundesrepublik Deutschland leugnen, die weiter bestehende Existenz des Deutschen Reichs behaupten oder pseudostaatliche Konstrukte auf dem Staatsgebiet von Deutschland gründen wollen.

Engagement für Global Scaling

von Mathhias Pauqué angebotenes Scharlatanerieprodukt "Global Scaling Mengenoptimierer" als 40 seitige Broschüre für 79 Euro

Matthias Pauqué ist Anhänger des zu Scharlataneriezwecken und Betruges genutzten pseudowissenschaftlichen Konzepts des Global Scaling nach Hartmut Müller. Auch gibt Pauque an, eine "Ausbildung" am "Institut für Raum- und Energieforschung" (inzwischen umbenannt in Advanced Natural Research Institute) von Hartmut Müller absolviert zu haben.

Er ist Autor eines Kapitels (Global Scaling Analyse der kalendaren Zeitrechnung) des Buchs "Global Scaling - Basis eines neuen wissenschaftlichen Weltbildes" von Hartmut Müller.[3]

Zur Vermarktung eigener Global-Scaling Produkte über seine Firma Faktor[4] und zur Verbreitung seiner Ansichten zu Global Scaling betreibt Pauqué einen eigenen Webauftritt im Internet. Mathhias Pauqué verkauft unter anderem ein Scharlatanerieprodukt namens Global Scaling Mengenoptimierer. Es handelt sich dabei um eine 40-seitige Broschüre, die für 79,- Euro erhältlich ist. Die DIN A4 große Broschüre wird mit sinnlosen Sätzen wie:

..Bislang glaubte man, dass die Wahrscheinlichkeit der Zunahme oder Abnahme einer beliebigen Menge gleich groß sei. Tatsächlich gibt es aber Mengengrößen, die mit höherer Wahrscheinlichkeit zu- als abnehmen und umgekehrt, andere Mengen wiederum sind stabiler!..[5]

In einem Text, den Matthias Pauqué im Internet verbreitet, behauptet er irreführend daß gezogene Lottozahlen der bayerischen Lotterie-Gesellschaft nicht gleichverteilt ausfallen (Zitat: Die Ziehung der Lottozahlen ist also nicht gleich wahrscheinlich), sondern es eine unterschiedliche Häufung für bestimmte Zahlen gebe, die sich aus dem Global Scaling Konzept nach Hartmut Müller ergebe. Um dies plausibel zu machen veröffentlicht er zwei Häufigkeitstabellen, die jedoch durch eine Photoshop-Manipulation derart verändert wurden um den von Pauqué behaupteten Effekt zu zeigen. Eine Tabelle (Bild rechts unten) wurde vertikal gestreckt. Auf diese Weise soll eine zunehmend erkennbar werdende Gleichverteilung gezogener Zahlen nicht erkennbar werden.

Tatsächlich wurden in der Vergangenheit bestimmte Zahlen weniger häufig gezogen als andere. Beispielsweise wurde die Zahl 49 im Samstagslotto insgesamt 371-mal gezogen und damit 1,4-mal so oft wie die Zahl 13, die nur 262-mal gezogen wurde. Wer in den vergangenen Jahrzehnten die 13 mied und die 49 favorisierte, hätte tatsächlich zumindest einen kleineren Verlust verbucht. Es wäre jedoch ein Denkfehler, künftig die 13 zu meiden, da sie bislang seltener gezogen wurde, oder sie zu favorisieren, da sie vermeintlichen Nachholbedarf hätte. Jede Ziehung ist statistisch betrachtet unabhängig von den vorhergehenden. Ziehungsstatistiken im Lotto haben lediglich einen rückblickend informativen Charakter. Aus ihnen lässt sich keine Empfehlung für die Zukunft ableiten. Entgegengesetzte Behauptungen finden sich im Rahmen des Spielerfehlschlusses und spielen eine Rolle bei vermeintlich gewinnversprechenden Spielsystemen und entsprechenden Betrügereien.

Weblinks

Quellennachweise

  1. http://www.krdeutschland.de/matthias-pauque-lebenslauf/
  2. http://www.general-anzeiger-bonn.de/bonn/themen/ob-wahl/ein-bayer-moechte-ob-in-bonn-werden-article1682668.html
  3. Global Scaling – Basis eines neuen wissenschaftlichen Weltbildes, Herausgeber: Wissenschaftlicher Förderverein Global Scaling e.V., Mit Beiträgen von Andreas Beutel, Marco Bischof, Claus Bürger, Ulrike Granögger, Günter Haese, Katja + Ronny Kircheis, Michael Köhlmann, Frank Lichtenberg, Robert Mayr, Hartmut Müller, Matthias Pauqué, Rainer Viehweger. Verlag: FQL-Publishing, München
  4. Faktor, Inh. Matthias Pauqué, Luitpoldstr. 25a, D-83435 Bad Reichenhall
  5. http://www.fraktale-zeit.de//index.php?option=com_content&task=view&id=161&Itemid=30