Gottfried Glöckner: Unterschied zwischen den Versionen

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==Untersuchungen und Untersuchungsergebnisse==
 
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Laut dem deutschen Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit wurde im Jahr 2002 Glöckners Fütterung untersucht. Es stellt sich heraus, dass die Grassilage war von schlechter Qualität war. Die Kühe waren übergewichtig und schlecht mit Mineralstoffen versorgt. Es fanden sich Clostridien (Erreger des gefährlichen Botulismus) im Darm einer toten Kuh.
 
Laut dem deutschen Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit wurde im Jahr 2002 Glöckners Fütterung untersucht. Es stellt sich heraus, dass die Grassilage war von schlechter Qualität war. Die Kühe waren übergewichtig und schlecht mit Mineralstoffen versorgt. Es fanden sich Clostridien (Erreger des gefährlichen Botulismus) im Darm einer toten Kuh.
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Glöckner ließ in verschiedenen Labors Untersuchungen vornehmen, um andere Todesursachen wie z. b. Botulismus und Listeriose auszuschließen. Nach Angaben von Glöckner hätte es keine Hinweise für die genannten Infektionskrankheiten gegeben.
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==der Seralini / Glöckner Artikel==
 
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==Prozesse==
 
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Version vom 5. November 2016, 01:37 Uhr


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Gottfried Glöckner ist ein deutscher Landwirt und Landwirtschaftsmeister aus dem hessischen Wölfersheim, der durch seine Behauptungen dass eine eigene Milchkuhherde durch die Verfütterung von gentechnisch verändertem bt-Mais (bt176 Syngenta) geschädigt wurde, überregionale Aufmerksamkeit zuteil wurde. Wegen des Verdachts, dass die Verfütterung von bt-Mais die Ursache der Gesundheitsschäden und des Verendens einiger Tiere gewesen sei, verklagte Glöckner die Firma Syngenta. Glöckner ist auch mit Gilles-Éric Séralini Co-Autor eines Artikels, der sich mit den Erkrankungen bei seiner Herde befasst. Aktuell tritt Glöckner als Vortragsredner zum Thema Gentechnik auf.

1997 erteilte die EU-Kommission die Genehmigung für das Inverkehrbringen des Bt-176 Genmaises, wodurch dieser angebaut und an die Tiere verfüttert werden durfte.

Weltweit wurde der gleiche gentechnisch veränderte Mais bt176 jahrelang auf Feldern angebaut und auch verfüttert, ohne dass vergleichbare Fälle auftraten. Insbsondere in den USA und Spanien wurde dieser Maistyp großflächig angebaut und als Futterpflanze genutzt.

Glöckners Vermutungen einer Schädigung seiner Herde durch gentechnisch veränderten Mais fand nicht nur Resonanz bei Gegner der Gentechnik, sondern auch bei fragwürdigen Projekten wie Alpenparlament oder einem Querdenken Kongress von Michael Vogt.

zeitlicher Ablauf der Geschehenisse

Ab 1997 baute Glöckner gentechnisch veränderten Mais der Firma Syngenta auf seinen Feldern an und mischte ihn zu 50% mit herkömmlichen (konventionellen) Mais zu eigenem Silomais. Der Mais mit dem Namen Bt-176 produziert ein Bakteriengift, das die Larven des schädlichen Maiszünslers tötet. Glöckner verfütterte den Mais ab 1998 seinen Milchkühen. In den ersten zwei Jahren gab es damit keine Probleme. Es zeigte sich eine Milchleistung von über 8000 Litern pro Kuh, was den Betrieb zu den leistungsstarken Betrieben der Region machte. Im März 2000 hielt Landwirt Glöckner einen Vortrag bei der Firma Syngenta bei dem er über die positiven Erfolge mit dem bt-Mais vortrug.

Im gleichen Jahr 2000 kam es - laut öffentlich einsehbarem Urteil - zu "tätlichen Auseinandersetzungen" zwischen Glöckner und seiner Ehefrau, die sich dann von ihm trennte. Beiden hatten zuvor zusammen den Betrieb bewirtschaftet, der von den Eltern der Ehefrau von Glöckner vererbt worden war.

Im Frühling 2001, vier Jahre nach Erstverfütterung, und ein Drivierteljahr nach Trennung der Eheleute, begannen Milchkühe krank zu werden. Einige Kühe produzierten einen grauen, zähen und kleisterartigen Durchfall. Nach Zufütterung von Heu normalisierte sich der Kot, aber die Milchleistung nahm ab. Bei einigen Kühen traten Ödeme und Blutgefäßerweiterungen am Euter auf, die Euterhaut war spröde. Bei einem Tier bildete sich ein zweiter Strichkanal am Euter, durch den Milch vertropfte. Die Konsistenz der Milch war verändert. Es kam zu Flockenbildung und Blutmilch, der Milchzellgehalt stieg auf 300 000/ml an. 2001 sank die jährliche Milchleistung gegenüber dem Stand von 1999 von 8.045 kg pro Kuh und dem Stand des Jahres 2000 von 8.165 kg pro Kuh auf einen Wert von 7.125 kg pro Kuh.

Am 13.12.2004 stellte Gottfried Glöckner die Milchproduktion des Hofs vollständig ein, nachdem er von Anfang 2001 bis Dezember 2004 55 Kühe mehr als üblich mangels Rentabilität ersetzt hatte. Er gab die verbliebenen Kühe mit Ausnahme von fünf zur weiteren Beobachtung zurückbleibenden Tieren, zum Schlachthof. Die Einstellung des Milchbetriebs ist auch im Zusammenhang mit Schulden zu sehen, die Glöckner bei einem Futtermittellieferanten hatte. Der Betrieb war offenbar defizitär, und das so genannte Milchgeld wurde durch den Futterlieferanten gepfändet.

Untersuchungen und Untersuchungsergebnisse

Laut dem deutschen Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit wurde im Jahr 2002 Glöckners Fütterung untersucht. Es stellt sich heraus, dass die Grassilage war von schlechter Qualität war. Die Kühe waren übergewichtig und schlecht mit Mineralstoffen versorgt. Es fanden sich Clostridien (Erreger des gefährlichen Botulismus) im Darm einer toten Kuh.

Glöckner ließ in verschiedenen Labors Untersuchungen vornehmen, um andere Todesursachen wie z. b. Botulismus und Listeriose auszuschließen. Nach Angaben von Glöckner hätte es keine Hinweise für die genannten Infektionskrankheiten gegeben.

der Seralini / Glöckner Artikel

Prozesse

Glöckner verklagte die Firma Syngenta auf Schadenersatz. Diese Klage wurde am 23. 11. 2007 vom Gießener Landgericht abgewiesen. Er ging daraufhin in Berufung. Diese wurde am 6. 2. 2009 am Oberlandesgericht in Frankfurt ( Aktenzeichen 2 U 128/07) verhandelt. Die Berufung wurde ebenfalls abgewiesen.

Quellennachweise