Franz Bardon: Unterschied zwischen den Versionen

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Seine Metaphysik war auf die [[Hermetik|hermetischen]] Lehren aufgebaut. In seinen Büchern beschrieb er, wie man [[Magie]] anwendet und meistert.
 
Seine Metaphysik war auf die [[Hermetik|hermetischen]] Lehren aufgebaut. In seinen Büchern beschrieb er, wie man [[Magie]] anwendet und meistert.
  
Franz Bardon wurde mehrmals verhaftet. Zur Zeit der deutschen Besatzungszeit wurde er von der Gestapo verhaftet und konnte aus dem Gefängnis kurz vor dem Eintreffen der roten Armee fliehen. Seine Behauptung, Krebs bis zum "zweiten Stadium" vollständig heilen zu können, soll nach Angaben von [[Dieter Rüggeberg]] im Jahre 1958 zu einer seiner weiteren Verhaftungen in der Tschechoslowakei geführt haben. Wegen Scharlatanerie wurde er angeblich zu Zwangsarbeit verurteilt. Wahrscheinlicher sind jedoch Ermittlungen gegen Bardon wegen des nicht erlaubten und nicht versteuerten Verkaufs geheimnisvoller "Fluid" - Heilmittel als unerlaubte Herstellung nicht zugelassener Arzneimittel. Bardons Sohn Lumir geht im Buch "Erinnerungen an Franz Bardon" darauf ein und nennt als Vorwurf die Nichtversteuerung von Alkohol, den er zu Konservierungszwecken von pflanzlichen Heilmitteln erworben hatte. Desweiteren wurde ihm Landesverrat vorgeworfen, da er in einem Brief ins Ausland sich kritisch zur damaligen Tschechoslowakei geäussert hatte. Eine Rolle sollen auch seine damaligen Kontakte in den Westen gewesen sein. Noch während der Untersuchungshaft verstarb er angeblich im Gefängniskrankenhaus in Brno/Brünn in der damaligen Tschechoslowakei an einer chronischen Pankreatitis nach Genuss von Speck.<ref>   </ref>
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Franz Bardon wurde mehrmals verhaftet. Zur Zeit der deutschen Besatzungszeit wurde er von der Gestapo verhaftet und konnte aus dem Gefängnis kurz vor dem Eintreffen der roten Armee fliehen. Seine Behauptung, Krebs bis zum "zweiten Stadium" vollständig heilen zu können, soll nach Angaben von [[Dieter Rüggeberg]] im Jahre 1958 zu einer seiner weiteren Verhaftungen in der Tschechoslowakei geführt haben. Wegen Scharlatanerie wurde er angeblich zu Zwangsarbeit verurteilt. Wahrscheinlicher sind jedoch Ermittlungen gegen Bardon wegen des nicht erlaubten und nicht versteuerten Verkaufs geheimnisvoller "Fluid" - Heilmittel als unerlaubte Herstellung nicht zugelassener Arzneimittel. Bardons Sohn Lumir geht im Buch "Erinnerungen an Franz Bardon" darauf ein und nennt als Vorwurf die Nichtversteuerung von Alkohol, den er zu Konservierungszwecken von pflanzlichen Heilmitteln erworben hatte. Desweiteren wurde ihm Landesverrat vorgeworfen, da er in einem Brief ins Ausland sich kritisch zur damaligen Tschechoslowakei geäussert hatte. Eine Rolle sollen auch seine damaligen Kontakte in den Westen gewesen sein. Noch während der Untersuchungshaft verstarb er angeblich im Gefängniskrankenhaus in Brno/Brünn in der damaligen Tschechoslowakei an einer chronischen Pankreatitis nach Genuss von Speck.<ref>Lumir Bardon: "Erinnerungen an Franz Bardon"</ref>
 
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*''"Die Einstellung für die Kontaktherstellung mit einem Vorsteher, d. h. mit einem höheren Wesen, besser gesagt mit einer höheren Intelligenz, ist bei einem wahren Magier eine ganz andere als bei einem Zauberer, dem sogenannten Schwarzmagier. Letzterer will ohne jegliche Anstrengung und ohne richtige Vorbereitung und magische Entwicklung Wesen in seine Macht bekommen, damit ihm dieselben dienen und ihm alle seine Wünsche verwirklichen helfen."''<ref>Die Praxis der magischen Evokation S.114</ref>
 
*''"Die Einstellung für die Kontaktherstellung mit einem Vorsteher, d. h. mit einem höheren Wesen, besser gesagt mit einer höheren Intelligenz, ist bei einem wahren Magier eine ganz andere als bei einem Zauberer, dem sogenannten Schwarzmagier. Letzterer will ohne jegliche Anstrengung und ohne richtige Vorbereitung und magische Entwicklung Wesen in seine Macht bekommen, damit ihm dieselben dienen und ihm alle seine Wünsche verwirklichen helfen."''<ref>Die Praxis der magischen Evokation S.114</ref>

Version vom 17. November 2019, 23:02 Uhr

Franzbardon.jpg

Franz Bardon, eigentlich Frantisek Bardon, (geb. 1. Dezember 1909 in Katherein bei Opava, gest. 10. Juli 1958 in Brno, Pseudonym Frabato als Abkürzung aus: Franz-Bardon-Troppau-Opava) war ein Okkultist, Bühnenmagier (Künstlername Frabato), Heilpraktiker, Buchautor und Verschwörungstheoretiker. Er wurde als eines von 13 Kindern des christlichen Mystikers Viktor Bardon geboren. Nach der Grundschule machte Bardon eine Lehre als Reparaturschlosser von Nähmaschinen. Er arbeitete als Bühnenmagier und später als Heilpraktiker und bezeichnete sich selbst als Graphologe. Nach dem zweiten Weltkrieg war Bardon vorübergehend eingesetzter Verwalter des Krankenhauses "Bei Rittern" in Troppau, und soll auch bei der Behandlung von Kranken geholfen haben. Bekannt wurde er durch Bühnenauftritte wo er beispielsweise den Inhalt von verschlossenen Briefen erraten haben soll. Er machte auch Fakiraufführungen und legte sich auf Glassplitter und erlaubte einem Mann sich auf sich zu stellen. Auf Wunsch soll er auch seinen "Puls" habe "abstellen" können. Auch soll er sich bemüht haben den Ort von Vermissten zu erraten und machte als Wahrsager auf sich aufmerksam. Er hielt auch für Anhänger und eigene Schüler Vorträge und war Autor mehrerer Bücher. Mit einem Fotoapparat will Bardon auch "Elementwesen" fotografiert haben. Bardon behandelte als Heilpraktiker der damaligen Zeit Besucher, die auch aus dem Ausland nach Troppau kamen. In diesem Zusammenhang ist auch immer wieder die Rede von so genannten "magischen Operationen" und "Evokationen" die er durchgeführt haben soll. In München soll Bardon einen Kurs zum Heilpraktiker durchlaufen haben.

Seine Metaphysik war auf die hermetischen Lehren aufgebaut. In seinen Büchern beschrieb er, wie man Magie anwendet und meistert.

Franz Bardon wurde mehrmals verhaftet. Zur Zeit der deutschen Besatzungszeit wurde er von der Gestapo verhaftet und konnte aus dem Gefängnis kurz vor dem Eintreffen der roten Armee fliehen. Seine Behauptung, Krebs bis zum "zweiten Stadium" vollständig heilen zu können, soll nach Angaben von Dieter Rüggeberg im Jahre 1958 zu einer seiner weiteren Verhaftungen in der Tschechoslowakei geführt haben. Wegen Scharlatanerie wurde er angeblich zu Zwangsarbeit verurteilt. Wahrscheinlicher sind jedoch Ermittlungen gegen Bardon wegen des nicht erlaubten und nicht versteuerten Verkaufs geheimnisvoller "Fluid" - Heilmittel als unerlaubte Herstellung nicht zugelassener Arzneimittel. Bardons Sohn Lumir geht im Buch "Erinnerungen an Franz Bardon" darauf ein und nennt als Vorwurf die Nichtversteuerung von Alkohol, den er zu Konservierungszwecken von pflanzlichen Heilmitteln erworben hatte. Desweiteren wurde ihm Landesverrat vorgeworfen, da er in einem Brief ins Ausland sich kritisch zur damaligen Tschechoslowakei geäussert hatte. Eine Rolle sollen auch seine damaligen Kontakte in den Westen gewesen sein. Noch während der Untersuchungshaft verstarb er angeblich im Gefängniskrankenhaus in Brno/Brünn in der damaligen Tschechoslowakei an einer chronischen Pankreatitis nach Genuss von Speck.[1]

Zitat

  • "Die Einstellung für die Kontaktherstellung mit einem Vorsteher, d. h. mit einem höheren Wesen, besser gesagt mit einer höheren Intelligenz, ist bei einem wahren Magier eine ganz andere als bei einem Zauberer, dem sogenannten Schwarzmagier. Letzterer will ohne jegliche Anstrengung und ohne richtige Vorbereitung und magische Entwicklung Wesen in seine Macht bekommen, damit ihm dieselben dienen und ihm alle seine Wünsche verwirklichen helfen."[2]
  • "Außer dem Charakter, den Temperamenten und der Arbeit des elektromagnetischen Fluids hat der Astralkörper noch zwei Zentren im Gehirn, und zwar ist im Großhirn der Sitz des normalen Bewusstseins und im Kleinhirn das Entgegengesetzte vom Normalbewusstsein, das Unterbewusstsein."

Bibliografie (Auswahl)

Werke von Franz Bardon erschienen im Verlag H. Bauer und im Rüggeberg-Verlag Wuppertal von Dieter Rüggeberg.

  • Der Weg zum wahren Adepten
  • Die Praxis der magischen Evokation
  • Der Schlüssel zur wahren Quabbalah
  • Frabato. Ein okkulter Roman
  • Fragen an Meister Arion (postum herausgegeben von Dieter Rüggeberg)

Weblinks


Quellenverzeichnis

  1. Lumir Bardon: "Erinnerungen an Franz Bardon"
  2. Die Praxis der magischen Evokation S.114