Erwin Thoma: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Erwin Thoma''' (geb. 14. Februar 1962 in Bruck an der Großglocknerstraße) ist ein österreichischer Forst- und Betriebswirt, der als Unternehmer und Autor auf dem Gebiet „Baumwissen und Holzinnovation“ tätig ist. Aktueller Wohnort ist Goldegg im Pongau. Thoma ist mit seiner Thoma-Holz GmbH Anbieter von Häusern in Holzbauweise.
 
'''Erwin Thoma''' (geb. 14. Februar 1962 in Bruck an der Großglocknerstraße) ist ein österreichischer Forst- und Betriebswirt, der als Unternehmer und Autor auf dem Gebiet „Baumwissen und Holzinnovation“ tätig ist. Aktueller Wohnort ist Goldegg im Pongau. Thoma ist mit seiner Thoma-Holz GmbH Anbieter von Häusern in Holzbauweise.
  
Thoma tritt auch als Befürworter ausserwissenschaftlicher Überzeugungen auf. So bewirbt er beispielsweise so genanntes [[Mondholz]], das seiner Meinung nach eine bessere Stabilität, Haltbarkeit und Feuerbeständigkeit aufweise. Thoma gelang es Fördermittel für eine wissenschaftliche Untersuchung von Mondholz zu erlangen. Die Untersuchungen waren jedoch nicht erfolgreich. Nach Angaben der TU Dresden sind anekdotenhafte Berichte und Behauptungen über Mondholz "''Volksglaube''", und dieser spreche entsprechende ''romantische Bedürfnisse nach Ursprünglichkeit'' bei Kunden an.<ref>[http://tu-dresden.de/die_tu_dresden/fakultaeten/fakultaet_forst_geo_und_hydrowissenschaften/fachrichtung_forstwissenschaften/institute/fnft/fn/mondholz/mondholz ''Von "Mond-Diät" bis "Mondholz" - alles erlaubt?''] In: ''[[TU Dresden|Wissenschaftliche Zeitschrift der TU Dresden]].'' 1/2, 2005.</ref>  
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Thoma tritt auch als Befürworter ausserwissenschaftlicher Überzeugungen auf. So bewirbt er beispielsweise so genanntes [[Mondholz]], das seiner Meinung nach eine bessere Stabilität, Haltbarkeit und Feuerbeständigkeit aufweise. Thoma gelang es Fördermittel für eine wissenschaftliche Untersuchung von Mondholz zu erlangen. Die Untersuchungen waren jedoch nicht erfolgreich. Nach Angaben der TU Dresden sind anekdotenhafte Berichte und Behauptungen über Mondholz "''Volksglaube''", und dieser spreche entsprechende ''romantische Bedürfnisse nach Ursprünglichkeit'' bei Kunden an.<ref>[http://tu-dresden.de/die_tu_dresden/fakultaeten/fakultaet_forst_geo_und_hydrowissenschaften/fachrichtung_forstwissenschaften/institute/fnft/fn/mondholz/mondholz ''Von "Mond-Diät" bis "Mondholz" - alles erlaubt?''] In: ''Wissenschaftliche Zeitschrift der TU Dresden.'' 1/2, 2005.</ref>  
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Thoma verbreitet als Medizinlaie auch Behauptungen zu angeblich gesundheitsfördernden Eigenschaften von Holzprodukten. Er beruft sich dabei unter anderem auf [[Paracelsus]] und [[Hildegard von Bingen]]. Bestimmte Holzarten sollen nach Thoma auch „seelische Botschaften“ vermitteln können. Bäume seien demnach auch als Lebewesen mit eigener Seele anzusehen. In Jahresringen gefällter Bäume würde sich nach Thoma eine ansonsten nicht näher definierte "Energie" aus der Baumvergangenheit zeigen, welche auf einem [[Esoterik|esoterischen Wege]] auf Menschen einwirken könne und ausschließlich positive Effekte hätte.
 
==Kurzbiographie==
 
==Kurzbiographie==
 
Thoma wuchs in Bruck im Bundesland Salzburg auf, und wurde zunächst Bergführer, dann Revierförster in der Gemeinde Vomp im Karwendel. Er interessierte sich in Folge für Holz und Produkte aus Holz.
 
Thoma wuchs in Bruck im Bundesland Salzburg auf, und wurde zunächst Bergführer, dann Revierförster in der Gemeinde Vomp im Karwendel. Er interessierte sich in Folge für Holz und Produkte aus Holz.

Version vom 4. September 2018, 13:56 Uhr


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Erwin Thoma (geb. 14. Februar 1962 in Bruck an der Großglocknerstraße) ist ein österreichischer Forst- und Betriebswirt, der als Unternehmer und Autor auf dem Gebiet „Baumwissen und Holzinnovation“ tätig ist. Aktueller Wohnort ist Goldegg im Pongau. Thoma ist mit seiner Thoma-Holz GmbH Anbieter von Häusern in Holzbauweise.

Thoma tritt auch als Befürworter ausserwissenschaftlicher Überzeugungen auf. So bewirbt er beispielsweise so genanntes Mondholz, das seiner Meinung nach eine bessere Stabilität, Haltbarkeit und Feuerbeständigkeit aufweise. Thoma gelang es Fördermittel für eine wissenschaftliche Untersuchung von Mondholz zu erlangen. Die Untersuchungen waren jedoch nicht erfolgreich. Nach Angaben der TU Dresden sind anekdotenhafte Berichte und Behauptungen über Mondholz "Volksglaube", und dieser spreche entsprechende romantische Bedürfnisse nach Ursprünglichkeit bei Kunden an.[1]

Thoma verbreitet als Medizinlaie auch Behauptungen zu angeblich gesundheitsfördernden Eigenschaften von Holzprodukten. Er beruft sich dabei unter anderem auf Paracelsus und Hildegard von Bingen. Bestimmte Holzarten sollen nach Thoma auch „seelische Botschaften“ vermitteln können. Bäume seien demnach auch als Lebewesen mit eigener Seele anzusehen. In Jahresringen gefällter Bäume würde sich nach Thoma eine ansonsten nicht näher definierte "Energie" aus der Baumvergangenheit zeigen, welche auf einem esoterischen Wege auf Menschen einwirken könne und ausschließlich positive Effekte hätte.

Kurzbiographie

Thoma wuchs in Bruck im Bundesland Salzburg auf, und wurde zunächst Bergführer, dann Revierförster in der Gemeinde Vomp im Karwendel. Er interessierte sich in Folge für Holz und Produkte aus Holz.

Werke und Veröffentlichungen

  • ...dich sah ich wachsen: Über das uralte und das neue Leben mit Holz, Wald und Mond. 1996
  • ...und du begleitest mich: Wie Bäume und Hölzer dem Menschen nützen. 1999
  • Für lange Zeit: Leben und Bauen mit Holz. Alte Weisheiten für moderne Technologien. 2003
  • Vollholz-Häuser: Das Baum Prinzip für naturnahes Wohnen. 2008
  • Die geheime Sprache der Bäume - und wie die Wissenschaft sie entschlüsselt. 2012
  • Die sanfte Medizin der Bäume: Gesund leben mit altem und neuem Wissen. 2014 (Co-Autor: Maximilian Moser)
  • Vom historischen Mondholz zum High-Tech Material (PDF), restaurator-im-handwerk.de, 2015
  • Bäume für die Seele: Welches Holz stärkt mich? 2015 (Co-Autorin: Julia Gruber)
  • Holzwunder: Die Rückkehr der Bäume in unser Leben. 2016

Weblinks

Quellennachweise

  1. Von "Mond-Diät" bis "Mondholz" - alles erlaubt? In: Wissenschaftliche Zeitschrift der TU Dresden. 1/2, 2005.