Bernd Kröplin ist ein deutscher Bauingenieur, Erfinder, Parapsychologe und derzeit ordentlicher Professor an der Fakultät für Luft- und Raumfahrt der Universität Stuttgart. Kröplin trat mit verschiedenen Luftschiffanwendungen und einem umstrittenen Wassertestverfahren an die Öffentlichkeit.

Kröplin machte auch mit einer eigenen esoterisch-parapsychologischen Wassertropfenanalyse auf sich aufmerksam, die nach seiner Vorstellung unter einem Lichtmikroskop eine postulierte Beziehung zwischen Experimentator und Wassertropfen zeigen soll und sich zum Nachweis elektromagnetischer Strahlung von Mobiltelefonen eignen soll. Eine wissenschaftliche Anerkennung blieb der Köplin-Methode genauso versagt wie eine eingehendere Beachtung.

In eigenen Veröffentlichungen zu seinem Testverfahren sind esoterische Erklärungsversuche zu beobachten. So formuliert er als Quintessenz seiner Forschung, dass sich materielle Anordnungen in Flüssigkeiten […] durch geistige und emotionale Prozesse beeinflussen lassen.

Luftschiff-Anwendungen

Kröplin verfolgte lange Zeit die Idee fliegende Luftschiff-Plattformen als Sendestation für die Mobilfunkkommunikation zu nutzen. Kröplin war Vorstandsmitglied der mitlerweile gescheiterten Cargolifter AG.

Wassertropfen-Analyse nach Kröplin

Bei der Wassertropfenanalyse nach Kröplin werden Wassertropfen getrocknet und dabei entstehende bleibend sichtbare Strukturen unter einem Lichtmikrokop betrachtet und ausgewertet. Die beobachteten Strukturen, so seine These, verändern sich auf charakteristische Weise, je nachdem, welche Person die Flüssigkeit auf den Objektträger tropft, und in welcher Verfassung die jeweilige Person gewesen sei. Der eingetrocknete Wassertropfen erzeuge, quasi wie ein Spiegel, ein Bild des Experimentators“, behauptet Kröplin. Welcher Mechanismus diesem Phänomen zu Grunde liegen soll, gibt Kröplin selbst nicht an.

Nach Angaben von Kröplin habe er sich für seine Methode von der Stuttgarter Künstlerin Ruth Kübler inspirieren lassen. Entsprechend liess daher Kröplin auch selbstkritisch offen, ob Tropfenbilder nicht auch „mehr Kunst als Wissenschaft“ seien.

Nach Kröplin würden die Wassertropfentrocknungsstrukturen in Abhängigkeit zu anwesenden elektromagnetischen Feldern unterschiedlich aussehen. Das Stuttgarter Wissenschaftsministerium war daraufhin bereit, dem Bauingenieur für seine parapsychologischen Forschungen auf diesem Gebiet knapp 300000 Euro zu bewilligen. Kröplin fertigte in seinem Institut Rückstände tausender getrockneter Tropfen von Wasser aus der Stuttgarter Leitung, aus Heilquellen, Speichel, Blut und Urin von Hunderten Testpersonen. Unter dem Mikroskop offenbarten sich charakteristische Strukturen, die höchst ästhetisch aussahen. Doch ihre Reproduktion erwies sich als schwierig. Sie differierten nicht nur von Experimentator zu Experimentator, sondern auch von Tag zu Tag. Analoge Probleme sind auch von anthroposophischen Nachweisverfahren der Bildschaffenden Methoden der Anthroposophie bekannt. Kröplins Methode ähnelt in der Tat der Tropfbildmethode nach Theodor Schwenk.