Bachblüten: Unterschied zwischen den Versionen

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* Sonnenmethode: Frisch gepflückte Blüten werden in 0,5 Liter Quellwasser gelegt und ca. 4 Std an der Sonne stehen gelassen. Die Blüten werden abgesiebt und das Wasser dann mit 0,5 Liter Alkohol (40%) verdünnt. In einer zweiten Stufe wird nochmal mit Alkohol 1:240 verdünnt.
 
* Sonnenmethode: Frisch gepflückte Blüten werden in 0,5 Liter Quellwasser gelegt und ca. 4 Std an der Sonne stehen gelassen. Die Blüten werden abgesiebt und das Wasser dann mit 0,5 Liter Alkohol (40%) verdünnt. In einer zweiten Stufe wird nochmal mit Alkohol 1:240 verdünnt.
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Das Quellwasser reichere sich, so Bach, mit dem jeweiligen „Schwingungsmuster“ der Pflanze an. Wichtig bei der Herstellung ist die Einhaltung strenger ritueller Vorschriften: die Pflanzenernte muss an einem wolkenlosen, sonnigen Tag vor 9 Uhr morgens geschehen, und nach dem Einlegeprozess mit einem Teil derselben Pflanze aus dem Quellwasser heraus geholt werden.
  
 
Wie man sieht, bestehen diese Essenzen hauptsächlich aus Alkohol und Wasser. Von einer Wirkung ist außer der alkoholischen auf Grund der starken Verdünnung nicht auszugehen - selbst bei Pflanzen, die eine Heilwirkung haben.
 
Wie man sieht, bestehen diese Essenzen hauptsächlich aus Alkohol und Wasser. Von einer Wirkung ist außer der alkoholischen auf Grund der starken Verdünnung nicht auszugehen - selbst bei Pflanzen, die eine Heilwirkung haben.

Version vom 23. März 2009, 07:42 Uhr

Bachblüten im Supermakt

Die Bachblütentherapie wurde von dem englischen Arzt Eduard Bach in den 1930er Jahren erfunden. Wie bei der Homöopathie, von der er sich inspirieren ließ, gibt es auch für diese Therapie keinerlei Nachweis für Wirkungen, die über einen Placebo-Effekt hinausgehen. Sie wird als eine Pseudowissenschaft und Pseudomedizin bezeichnet [1]

Bach meinte, der Mensch verfüge über eine unsterbliche Seele, eine sterbliche Persönlichkeit und ein „spirituelles Selbst“, das als Vermittler zwischen Seele und Persönlichkeit fungiere [2].

Jeder Mensch habe als Teil eines größeren kosmischen Energiefeldes Aufgaben, diese versuche die Seele mit Hilfe des „spirituellen Selbst“ in der Persönlichkeit zu verwirklichen. Wenn zwischen dem Verhältnis zwischen dieser Aufgaben und der Lebensrealität Störungen aufträten, äußerten sich diese durch negative Seelenzustände, die ihrerseits durch körperliche Erkrankungen sichtbar würden.

Bach zählte 38 solcher Negativzustände und behauptete, diese könnten durch übergeordnete Schwingungen harmonisiert werden, so dass der jeweilige Mensch wieder gesunde. Deshalb stellte Bach ein Sortiment von 38 Blütenessenzen zusammen, deren Schwingungsfrequenz mit je einer der negativen Seelenverfassungen übereinstimme.


Herstellung

Edward Bach
Bachflower2.jpg

Bach hat exakt 38 Pflanzen benannt, die jeweis ein bestimmtes Motto tragen (z.B. Heckenrose: Mir steht alles Glück der Erde zu) und 38 Seelenzuständen des Menschen entsprechen sollen. Geerntete Blüten werden heute nach den von Bach beschriebenen Potenzierungsmethoden rituell verarbeitet.

Die gewonnene Urtinktur wird 1:240 verdünnt, um die eigentlichen Blütenessenzen herzustellen. Aus den fünf Litern Wasser, in welche die Blüten gelegt wurden, entstehen auf diese Weise etwa 2.400 l Blütenessenz, die in „stockbottles“ à 10 ml für 6 bis 10 Euro pro Stück verkauft werden.

Es gibt zwei Herstellmethoden:

  • Kochmethode: Ca. 120g Pflanzenmaterial (Stiele und Blätter) werden mit 1 Liter Quellwasser 30 Minuten gekocht. Danach wird der gefilterte Auszug mit 0,5 l Alkohol (40%) verdünnt. In einer zweiten Stufe wird nochmal mit Alkohol 1:240 verdünnt.
  • Sonnenmethode: Frisch gepflückte Blüten werden in 0,5 Liter Quellwasser gelegt und ca. 4 Std an der Sonne stehen gelassen. Die Blüten werden abgesiebt und das Wasser dann mit 0,5 Liter Alkohol (40%) verdünnt. In einer zweiten Stufe wird nochmal mit Alkohol 1:240 verdünnt.

Das Quellwasser reichere sich, so Bach, mit dem jeweiligen „Schwingungsmuster“ der Pflanze an. Wichtig bei der Herstellung ist die Einhaltung strenger ritueller Vorschriften: die Pflanzenernte muss an einem wolkenlosen, sonnigen Tag vor 9 Uhr morgens geschehen, und nach dem Einlegeprozess mit einem Teil derselben Pflanze aus dem Quellwasser heraus geholt werden.

Wie man sieht, bestehen diese Essenzen hauptsächlich aus Alkohol und Wasser. Von einer Wirkung ist außer der alkoholischen auf Grund der starken Verdünnung nicht auszugehen - selbst bei Pflanzen, die eine Heilwirkung haben.

Literatur

  • Bach E, Wheeler CE. Chronic disease A working hypothesis, Diet, bowel flora and chronic disease, Minerva Homeopathic books 2004
  • Weeks N. The medical discoveries of Edward Bach, Physician, Keats publishing, New Canaan, CT, 1994
  • Ernst, E. (30/12/2002): "Flower remedies: a systematic review of the clinical evidence", en Wien Klin Wochenschr, vol. 114, Nº 23-24
  • Centre for Reviews and Dissemination: on "Flower remedies": a systematic review of the clinical evidence. Ernst E. Database of Abstracts of Reviews of Effects, 31/01/2004.
  • Armstrong N & Ernst E (1999): "A randomised, double-blind, placebo-controlled trial of a Bach Flower Remedy.", en Perfusion, vol. 11, Nº p. 440-446.
  • Oliff, HS: Bach flower remedy ineffective in clinical trial on university students taking exams. Perfusion, 12: 440-446.
  • Ullman, Dana: Bach Flower Remedies Study: A Critique. Complementary Health Practice Review, USA, 6(1), 2000.
  • Walach, H., C. Rilling, U. Engelke (2001): "Efficacy of Bach-flower remedies in test anxiety: a double-blind, placebo-controlled, randomized trial with partial crossover", en J Anxiety Disord, vol. 15, Nº 4, p. 359-366.
  • Von Rühle G. Pilotstudie zur Anwendung von Bach-Blütenessenzen bei Erstgebärenden mit verlängerter Tragzeit, Erfahrungsheilkunde 1995;44(854-860)
  • Cram JR (2002) Flower essence in the treatment of major depression. CAM January: 8–15
  • Ernst E. y Dixon, A., (OMS) (2004), Regulating pharmaceuticals in Europe: striving for efficiency, equity and quality, Chap 18,
  • Hyland, M. E., Geraghty, A. W., Joy, O. E. & Turner, S. I. (2006). «Spirituality predicts outcome independently of expectancy following flower essence self-treatment». J Psychosom Res 60 (1): 53-8.
  • Hyland, M. E., Whalley, B. & Geraghty, A. W. (2007). «Dispositional predictors of placebo responding: a motivational interpretation of flower essence and gratitude therapy». J Psychosom Res 62 (3): 331-40.
  • Monvoisin R, Bach flower remedies: a critic of the pseudoscientific, pseudomedicinal concepts and philosophical postures inducted by Dr Bach theory. Annales Pharmaceutiques Françaises Vol 63 - N° 6 - Novembre 2005, Seiten 416 - 428 (Masson Paris, 2005) Doi : 10.1019/200505233

Quellennachweise

  1. *Monvoisin R, Bach flower remedies: a critic of the pseudoscientific, pseudomedicinal concepts and philosophical postures inducted by Dr Bach theory. Annales Pharmaceutiques Françaises Vol 63 - N° 6 - Novembre 2005, Seiten 416 - 428 (Masson Paris, 2005) Doi : 10.1019/200505233
  2. Bach E., Scheffer M.: Blumen, die durch die Seele heilen. Ausgewählte Originalschriften, München, 1979, zit. in: Goldner, Colin: die Psychoszene, Aschaffenburg, 2000

Weblinks