Aktions Analytische Organisation

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Die Aktions Analytische Organisation (AAO; andere Bezeichnungen: AA-Kommune, Muehl-Kommune oder Friedrichshof-Gruppen), war eine 1972/1973 von dem österreichischen Aktionskünstler und Sektengründer Otto Mühl gegründete Sekte als "Weltbewegung" zu einer befreiten Gesellschaft". Der Grundgedanke dieser Sekte basierte auf den Theorien des Psychiaters Wilhelm Reich.

Das Zentrum der AAO war der Friedrichshof im österreichischen Burgenland, aber auch in anderen Städten wie München, Hamburg oder Berlin bildeten sich Ableger des AAO.

Typisch für die Mühlsche AAO war eine strenge Ranghierarchie, mit Otto Mühl an der Spitze. Mühl nahm sich zum Beispiel das Recht heraus, nach einem von ihm durchgeführten "Sexualunterricht" die in der Kommune lebenden Mädchen im Alter von 13 oder 14 Jahren in die Sexualität "einzuführen". Sexueller Kontakt zu gleichaltrigen Jungen war verboten, und Mädchen, die sich der Vergewaltigung durch Mühl zu widersetzen versuchten, wurden von den Kommunemitgliedern solange unter massiven psychischen Druck gesetzt, bis sie ihre Verweigerungshaltung aufgaben.

Bis 1978 war Privateigentum in der AAO nicht erlaubt.

Otto Mühl wurde am 13. November 1991 im österreichischen Eisenstadt zu 7 Jahren Haft verurteilt. Anklagepunkte waren die Praktiken in seiner Organisation, Unzucht und Beischlaf mit Unmündigen, Missbrauch eines Autoritätsverhältnisses und diverse Drogendelikte. Mühl erklärte später, dass weitere AAO-Mitglieder am sexuellem Missbrauch beteiligt gewesen seien.

Mit der Verurteilung von Otto Mühl lösten sich die AAO-Gruppen auf.

Die AAO war Vorbild für das spätere Projekt ZEGG von Dieter Duhm.

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