Leonard Jäger: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 5. Mai 2026, 14:44 Uhr

Leonard Jäger (links) mit Steve Bannon
"Voll normale Hetze": Rezeption bei Jungle World[1]
zu Gast bei Hajo Müller

Leonard Jäger (aka Leo Lowis oder kurz Leo oder Ketzi) ist der Name eines extremrechten christlichen bibeltreuen Influencers, Regisseurs und Podcasters aus Berlin. Der ehemalige Youtube Fitness-Influencer Jäger tritt als "Ketzer der Neuzeit" auf, und ist mit radikalen US-Evangelikalen vernetzt (Beispiel: Heritage Foundation). Er verbreitet antifeministische Ihalte und wendet sich (im Sinne der Klimalüge) gegen den Klimaschutz. Er betreibt auch den Podcast "Salonfähig". Als fundamentalchristlicher Laienmissionar steht er in Verbindung zur Christfluencerin Jasmin Neubauer. Gemeinsam betreiben sie ein Kleidungslabel – mit christlichen Aufdrucken auf T-Shirts. Neubauer zu "Ketzi":

Er hat „Jesus […] sein Leben gegeben“ ... "Er „bekennt jetzt Christus“

In Videos inszeniert sich Jäger gerne als "politisch Verfolgter". Er ist unter anderem Verbreiter von Verschwörungstheorien wie zu sogenannten Chemtrail. Er agiert auch als Querdenker, der Schutzmassnahmen gegen das neue Coronavirus SARS CoV-2 ablehnt. Eine Hinwendung zur Reichsbürgerbewegung ergibt sich aus der Tatsache, dass im Impressum des „Ketzer der Neuzeit“ - Webshops zeitweise ein Markus Konsorr als vertretungsberechtigter Gesellschafter geführt wurde. Konsorr ist Vize-Vorsitzender der „Deutschen Souveränitäts Partei“. Deren Parteivorsitzender und selbsternannter „Präsident der Reichsregierung des Deutschen Reiches“ ist Frank Kahn, der in einem Reichsbürgerdekret im August 2020 von den angeblich alliierten Besatzungsmächten ein umgehendes Betätigungsverbot aller deutschen Parteien und politischen Organisationen forderte. Leonard Jäger war zudem mehrfach Gast im Videokanal "Tageskorrektur TV" des Leipziger Antisemiten und QAnon-Anhängers Hans-Joachim Müller, welcher ebenfalls Reichsbürgernarrative verbreitet.

Zusammen mit anderen Personen nahm Jäger unerlaubt Videoaufnahmen von Gottesdiensten evagelischer Kirchengemeinden auf, mit Bildern der Teilnehmer. Er veröffentlichte die Videos und montierte hämische Kommentare in die Videos. Anlässlich des Deutschen Evangelischen Kirchentages in Hannover 2025 wurde Jäger eine anfängliche Akkreditierung wieder entzogen, und er wurde des Geländes verwiesen.

Als Regisseur wurde Leonard Jäger durch Dokumentationen wie "ON TOUR - Connewitz & Meer" (2023) und "Inside CSD" (2023) bekannt. Nach Angaben auf seiner privaten Webseite sei sein Vater der Kindermusiker Ulf Erdmann, und seine Mutter sei ehemalige Berliner Staatsanwältin.

Leonard Jäger taucht trotz seiner Hetze gegen queere und marginalisierte Gruppen als Beispiel für "Friedvolle Krieger" in einer Videoproduktion von Kai Stuht auf.

Zitate zu Leonard Jäger - "Ketzer der Neuzeit"

  • Im YouTube-Profil von „Ketzer der Neuzeit“ schreibt Jäger als Selbstbezeichnung: „Ketzer – jemand, der öffentlich eine andere als die in bestimmten Angelegenheiten für gültig erklärte Meinung vertritt.“ Und genauso scheint sich auch Jäger zu sehen, als ein Rebell gegen „das System“, der selber Verschwörungsmythen verbreitet und Hass auf marginalisierte Gruppen schürt. In letzter Zeit kam jedoch in Jägers Ideologie-Baukasten ein neues Element hinzu: Das Christentum.[2]
  • In einem Interview mit der ehemaligen RT Deutsch Moderatorin Jasmin Kosubek gibt der rechte Content-Creator an, 2016 von seinen Eltern auf einen Vortrag des Verschwörungsideologen Daniele Ganser aufmerksam gemacht worden zu sein – seine persönliche „rote Pille“, wie es im Szene-Jargon heißt. Angeblich hätte er aber auch bereits in der zweiten Klasse an der offiziellen Darstellung zu 9/11 gezweifelt.[3]
  • Da ist zum Beispiel Leonard Jäger. Er ist bekannt als „Ketzer der Neuzeit“ und verbreitet unter seinen rund 425.000 Abonnenten Queerfeindlichkeit und Verschwörungsmythen. Jäger ist der Meinung, dass uns die Demokratie nur „vorgegaukelt“ werde. Das macht ihn auch bei Rechtsextremen beliebt – und bei Unternehmern wie dem neurechten Aktivisten Erik Ahrens.[4]

Bildbelege

Weblinks

Quellennachweise