| − | Die '''Perkutane Hydotomie''' (fr. hydrotomie percutanée, engl. percutaneous hydrotomy) ist eine [[alternativmedizin]]ische Behandlungsmethode, bei der lokale intradermale oder subkutane Injektionen von physiologischer Kochsalzlösung (n (NaCl 0.9%) oder Meerwasser (dann auch Quinton-Wasser oder Meeresplasma genannt) eingesetzt werden. Mit dem Wasser werden gegebenenfalls auch Vitamine, Mineralstoffe oder [https://de.wikipedia.org/wiki/Lokalan%C3%A4sthetikum Lokalanästetika] zugesetzt<ref>https://www.hydrotomiepercutanee.com/produits.html</ref>, was an die [[Neuraltherapie]] erinnert. Anwender geben an damit Schmerzzustände, Rückenschmerzen, Arthrosen, Gelenkprobleme und Wirbelsäulenerkrankungen günstig beeinflussen zu können. Insgesamt ist die Liste der angegebenen Indikationen sehr lang und umfasst mehrere Bereiche der Medizin, als ein typisches Merkmal für alternativmedizinische Behandlungsversprechen. So werden als Indikationen auch die Depression, Migraine, chronische Müdigkeit, Haarausfall, Bronchitis, Ohrgeräusche, "Stress", Herpes, Verdauungsprobleme, Autoimmunerkrankungen, Ekzeme und Gürtelrose genannt ohne dies zu begründen. Die Methode wird dabei von den Befürwortern der [[Mesotherapie]] zugeordnet. | + | Die '''Perkutane Hydotomie''' (fr. hydrotomie percutanée, engl. percutaneous hydrotomy) ist eine [[alternativmedizin]]ische Behandlungsmethode, bei der lokale intradermale oder subkutane Injektionen von physiologischer Kochsalzlösung (NaCl 0.9%) oder Meerwasser (dann auch Quinton-Wasser oder Meeresplasma genannt) eingesetzt werden. Mit dem Wasser werden gegebenenfalls auch Vitamine, Mineralstoffe oder [https://de.wikipedia.org/wiki/Lokalan%C3%A4sthetikum Lokalanästetika] zugesetzt<ref>https://www.hydrotomiepercutanee.com/produits.html</ref>, was an die [[Neuraltherapie]] erinnert. Anwender geben an damit Schmerzzustände, Rückenschmerzen, Arthrosen, Gelenkprobleme und Wirbelsäulenerkrankungen günstig beeinflussen zu können. Insgesamt ist die Liste der angegebenen Indikationen sehr lang und umfasst mehrere Bereiche der Medizin, als ein typisches Merkmal für alternativmedizinische Behandlungsversprechen. So werden als Indikationen auch die Depression, Migraine, chronische Müdigkeit, Haarausfall, Bronchitis, Ohrgeräusche, "Stress", Herpes, Verdauungsprobleme, Autoimmunerkrankungen, Ekzeme und Gürtelrose genannt ohne dies zu begründen. Die Methode wird dabei von den Befürwortern der [[Mesotherapie]] zugeordnet. |
| | Die Methode der perkutanen Hdrotomie stammt ursprünglich aus Frankreich, und ist dort verbreiteter als im deutschsprachigen Raum, wo sie offenbar lediglich in der Schweiz zu beobachten ist. Erfinder war Ende der 80er Jahre der französische Arzt Bernard Guez aus Nizza, dem 2023 die medizinische Approbation entzogen wurde. Guez war Schüler des Mesotherapie-Erfinders Michel Pistor (1924 - 2003). Guez berief sich unterem auch auf René Quinton (1866–1925), dem Erfinder der [[Meerwassertherapie nach Quinton]] (Anfang des 20. Jahrhunderts). Analogien existieren nicht nur zur Neuraltherapie sondern auch zur Hypodermoklyse (subkutane Infusion). Die Hypodermoklyse oder Hypodermoclysis wird zur subkutanen Flüssigkeitszufuhr eingesetzt, bei leichter bis mittelschwerer Dehydratation, besonders bei älteren oder palliativmedizinischen Patienten. Diese anerkannte Methode ist nicht Gegenstand dieses Artikels. | | Die Methode der perkutanen Hdrotomie stammt ursprünglich aus Frankreich, und ist dort verbreiteter als im deutschsprachigen Raum, wo sie offenbar lediglich in der Schweiz zu beobachten ist. Erfinder war Ende der 80er Jahre der französische Arzt Bernard Guez aus Nizza, dem 2023 die medizinische Approbation entzogen wurde. Guez war Schüler des Mesotherapie-Erfinders Michel Pistor (1924 - 2003). Guez berief sich unterem auch auf René Quinton (1866–1925), dem Erfinder der [[Meerwassertherapie nach Quinton]] (Anfang des 20. Jahrhunderts). Analogien existieren nicht nur zur Neuraltherapie sondern auch zur Hypodermoklyse (subkutane Infusion). Die Hypodermoklyse oder Hypodermoclysis wird zur subkutanen Flüssigkeitszufuhr eingesetzt, bei leichter bis mittelschwerer Dehydratation, besonders bei älteren oder palliativmedizinischen Patienten. Diese anerkannte Methode ist nicht Gegenstand dieses Artikels. |