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Kava Kava

1.182 Byte hinzugefügt, 16:11, 1. Jun. 2017
Artikel Ärzteblatt
'''Kava Kava''' ist ein pflanzliches Präparat mit Extrakten aus der Kava-Pflanze (''Piper methysticum''). Es wird von ihren Befürwortern zur Behandlung von leichten und mäßiggradigen Angstzuständen und zur Gemütsaufhellung empfohlen und wird als sogenannte [[Life-Style-Droge]] verwendet. Ein Nachweis der behaupteten Wirksamkeit bei genannten Zuständen findet sich nur in alten, qualitativ schlecht designten Studien. In neueren Studien besserer Qualität konnte keine überzeugende Wirksamkeit im Vergleich zu Placebo festgestellt werden.
==Herkunft==Die Kavapflanze, Piper methysticum G. Forst., ist unter verschiedensten verschiedenen Bezeichnungen im angloamerikanischen, französischen und deutschen Sprachraum bekannt: ava, Ava pepper, ava root, awa, gea, gi, intoxicating pepper, intoxicating long pepper, kao, kava kava, kava root, kavain, kava pepper, kavapipar, kawa, kawa kawa, kawa pepper, kawapfeffer, kew, Piper methysticum, Macropiper latifolium, Piper inebrians, maori kava, malohu, maluk, meruk, milik, Racine di poivre envivrant, Racine de poivre narcotique, Rauschpeffer, polynesischer Pfeffer, rhizoma di kava-kava, sakau, tonga, Wurzelstock, yagona, yangona, yaqona, yongona.
Die Kavapflanze ist ein Strauch, der bis zu 4 Meter hoch werden kann. Die Pflanze besitzt mächtige, 2-10 kg schwere, verästelte, sehr saftige Wurzelstöcke.
Die ursprüngliche Heimat der Kavapflanze ist unbekannt, man vermutet sie aber auf Neu-Guinea oder den Neuen Hebriden. Kulturformen der Kavapflanze werden auf allen Inseln im Pazifik angebaut (Wichtl 1997)<ref>Wichtl M: Teedrogen und Phytopharmaka. Wiss. Verlagsgesellschaft, Stuttgart, 3. Aufl., 328-330, 1997</ref>. Dort wurde Kava als angstlösendes Mittel (Anxiolytikum bereits ) von den Ureinwohnern der autochthonen Bevölkerung eingesetzt - meistens meist als Trank vor einer wichtigen religiösen Zeremonie (Heiligenstein und Günther 1998)<ref>Heiligenstein E, Guenther G: Over-the-counter psychotropics: a review of [[melatonin]], St John's Wort, Velerian and Kava-Kava. JACH 46: 271-276, 1998</ref>.
==Wirkkomponenten==
An Inhaltsstoffen sind ätherische Öle und Flavonoide (hierunter Chalkone und Flavone wie das Flavokain A) in der Wurzel enthalten. Auch finden sich neben reichlich Stärke weitere Substanzen, die die eigentliche Wirksamkeit der Pflanze bestimmen - 1-2% Kawain, 0,6-1% Dihydrokawain (Marindin), 1,2-2% Methysticin, 0,5-0,8% Dihydeomethysticin und 0,9-1,7% Yangonin. Die Trockenextrakte der Droge sind je nach Hersteller mit einem Anteil von 20-70% Gesamt-Kawapyronen-Gehalt ein Bestandteil pflanzlicher Psychopharmaka (Wichtl 1997)<ref>Wichtl M: Teedrogen und Phytopharmaka. Wiss. Verlagsgesellschaft, Stuttgart, 3. Aufl., 328-330, 1997</ref>.
==Umsatzvolumen in Deutschland==
KawaKava-KawaKava-Präparate waren bis vor kurzem in der BRD Deutschland im Arzneimittelhandel erhältlich. Der Umsatz war für das Jahr 1995 lag allein für drei Präparate (darunter ein Kombipräparat aus Kavakavawurzelextrakt und Baldrian) bei einem Verordnungsvolumen zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung von etwa 5 Mio. Euro. Wieviel Wie viel Umsatz mit frei verkäuflichen Kava-Kava-Produkten (z.B. über das Internet) getätigt wird, ist unbekannt.
==Indikationsprofil==
In den letzten Jahren haben Kava-Kava-Präparate in der Eigentherapie von Angststörungen an Bedeutung gewonnen. Pflanzliche ; pflanzliche Arzneimittel haben in den letzten Jahren generell einen großen Aufschwung erlebt und eine . Eine anxiolytische (angstlösende) Wirkung für Kava-Kava ist durch kontrollierte klinische Studien (s.u.) belegt worden. Allerdings gilt dies nicht für andere Phytopharmaka wie Hopfen-, Baldrian- oder Passionsblumenzubereitungen (.<ref>Laux 1997)G: Pharmakotherapie. Therapeutische Umschau 54: 595-599, 1997</ref> Viele Patienten nehmen Kava-Kava (ähnlich wie [[Johanniskraut]]) bei seelischen Befindlichkeitsstörungen oder bei nervösen Angst-, Spannungs- und Unruhezuständen ein. Die Präparate eigen eignen sich nach Wichtl (<ref>Wichtl M: Teedrogen und Phytopharmaka. Wiss. Verlagsgesellschaft, Stuttgart, 3. Aufl., 328-330, 1997) </ref> nicht zur Behandlung akuter Angstzustände (z.B. Panikattacken) und es sollte auch die Anwendung sollte ohne ärztlichen Rat auch nicht länger als 3 drei Monate dauern. Laux (<ref>Laux G: Pharmakotherapie. Therapeutische Umschau 54: 595-599, 1997) </ref> empfiehlt zunächst einen Therapieversuch mit Kava-Kava-Präparate Präparaten bei leichtgradigen Angstzuständen mit Dosen von 60-240 mg pro Tag.
==Klinischer Wirksamkeitsnachweis==
Dass Kava-Kava-Präparate in der genannten Dosierung eine gegenüber Placebo überlegene Wirksamkeit besitztbesitzen, zeigte eine randomisierte Studie an 101 Patienten (52 unter Verum, 49 unter Placebo), die über 25 Wochen mit einem standardisierten Präparat (Kava-kava Extrakt WS 1490) über 25 Wochen in einer Dosis von 90-110 mg Trockenextrakt (= 70 mg Kavalaktonen) behandelt wurden. Die Patienten hatten an Agoraphobie, spezifischen Phobien, sozialer Phobie, generalisierter Angststörung und nervösen Angstzuständen gelitten. Die Patienten wurden vor und nach der Therapie mittels verschiedener testpsychologischer Instrumente (u.a. Fragebogen HAMA, self-report-inventory SCL-90-R) befragt und der HAMA-Score reduzierte sich signifikant in der Verumgruppe von anfänglich 30,7 (Placebo 31,4 Punkte) auf 9,7 Punkte (Placebo 15,2 Punkte). Die Verum-Patienten beurteilten ihre Symptomatik nach Therapieende in 53,1% als sehr viel besser, während derart dies nur 30,2% der Placebotherapierten berichteten. Die Drop-out-Rate - also die Anzahl von Patienten, die aufgrund therapiebedingter Nebenwirkungen die Studie vorzeitig verließen - lag unter Kava-Kava mit 3 Patienten (5,6%) weniger als halb so hoch als in Placebo (n=7; 14,2%) (.<ref>Volz und HP, Kieser 1997)M: Kava-kava extract WS 1490 versus placebo in anxiety disorders - a randomized placebo-controlled 25-week outpatient trial.Pharmacopsychiat 30: 1-5, 1997</ref>
In einer konventionellen Beobachtungsstudie ohne Placebokontrolle im Bezirkskrankenhaus Haar bei München zeigte sich, dass unter einer Kava-Kava-Extrakt-Tagesdosis von 100 mg Patienten mit nichtpsychotischen Angststörungen profitieren konnten. 52 Personen wurden in die Studie aufgenommen und u.a. nach Therapieende mit standardisierten Erhebungsbögen nach Therapieende befragt. 17,3% bewerteten den Behandlungserfolg als sehr gut, 63,5% als gut, 13,5% als mäßig und 5,8% als schlecht. Nebenwirkungen im Bereich Leber oder Niere wurden nicht beschrieben, allerdings klagte ein Patient bei Therapieende über Magenprobleme und einen bitteren Geschmack auf der Zunge (.<ref>Scherer 1998)J: Kava-Kava extract in anxiety disorders: an outpatient observational study.Adv Natural Ther 15: 261-269, 1998</ref>
Connor et al. (<ref>Connor KM, Davidson JR: A placebo-controlled study of Kava kava in generalized anxiety disorder. Int Clin Psychopharmacol 17: 185-8, 2002) </ref> ermittelten widersprüchliche Ergebnisse nach Anwendung eines Kava-Kava-Extraktes (Piper methysticum) zur Behandlung von nach DSM IV-Kriterien diagnostizierten Angstzuständen. 47 Erwachsene hatten über 4 Wochen in einem randomisierten, placebokontrollierten Doppelblindversuch entweder den Extrakt oder Placebo erhalten. Wöchentlich wurde die Wirksamkeit der Medikation anhand verschiedener Krankheitsskalen (Hamilton Anxiety Scale, Hospital Anxiety and Depression Scale/HADS), Self Assessment of Resilience and Anxiety/SARA)überprüft. Sowohl unter Placebo als auch Kava-Kava -Medikation kam es zu einer Verbesserung der Symptomatik. Während Kava-Kava unter Anwendung der SARA-Skala besser als Placebo in der Therapie geringgradiger Angstzustände abschnitt, war pikanterweise Placebo wirksamer (HADS- und SARA-Skala), wenn starke Angstzustände behandelt wurden. Eine besonders deutliche Überlebenheit Überlegenheit von Kava-Kava-Extrakt fand sich in dieser Studie nicht.
==Nebenwirkungen und Folgeschäden==
So harmlos, wie sie in der Werbung suggeriert wird, ist die (eigenverantwortliche) Anwendung von Kava-Kava-Präparaten nicht.
Das arznei-telegramm (2000) berichtete von Patienten, die nach mehrwöchiger Einnahme von Kava-Kava-Extrakten massive Leberschäden erlitten. So entwickelte ein 50jähriger Mann einen Ikterus (Gelbsucht) mit massivem Anstieg von Bilirubin und Lebertransaminasen. Die Leber versagte und es wurde sogar eine Lebertransplantation notwendig, um sein Leben zu retten. Bei einer 33jährigen Frau hatte sich nach zweimonatiger Selbstmedikation die Leberfunktion ebenfalls rapide verschlechtert, wobei sich die Laborwerte nach Absetzen des Mittels wieder verbesserten. Bei der Interkantonalen Kontrollstelle der Schweiz (IKS) sind bisher neun Berichte über Leberschäden in Verbindung mit Kava-Kava-Einnahme bekannt geworden, wobei die Symptome sich bereits bei regulär empfohlener empfohlenen Dosierungen einstellten. Die Betroffenen hatten mit Tagesdosen von 60-210 mg die Empfehlungsspanne von Laux (<ref>Laux G: Pharmakotherapie. Therapeutische Umschau 54: 595-599, 1997) </ref> nicht oder in Einzelfällen nur moderat überschritten. Das arznei-telegramm (2000) bewertete Kava-Kava als nicht mehr verkehrsfähig und empfahl Anwendern, bei Beschwerden wie ungewöhnlicher Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Abfall des Quickwertes unter 50% oder bei Entstehung eines Ikterus Kava-Kava-Präparate sofort abzusetzen.
Dies waren nicht Auch in einem Artikel des Deutschen Ärzteblattes werden die ersten Negativberichte über Risikofaktoren für hepatotoxizische Effekte durch Kava-Kavabeschrieben, wie Überdosierung, zu lange Therapiedauer, falsche Indikation, Komedikationen, Alkohol, Alter, Herstellungsverfahren und unbeabsichtige [http://flexikon. Bereits Ende der 1980iger Jahre berichteten Mathews et aldoccheck. (1988) über gesundheitliche Probleme von Eingeborenen in Arnhem Landcom/Australiende/Reexposition Reexposition]. 39 <br>:''"Kava-Nutzer und 34 Personen, die Kava nicht benutzten, wurden hinsichtlich ihres Gesundheitszustandes untersuchtExtrakte können toxische Leberschäden auslösen, wobei die Kavaeine metabolisch-Nutzer zwischen 100-440 Gramm Pflanzenpulver pro Woche konsumierten. In Arnhem Land idiosynkratische Genese vorherrschend ist es unter den Eingeborenen üblich, getrocknetes Pflanzenpulver in einem Gefäß mit kaltem Wasser aufzulösen und dieses Gemisch zu trinkenzusätzlich überhöhte Dosierungen und eine lange Therapiedauer maßgeblich beteiligt sind. Es zeigte sich, dass die Da Kava-Trinker dosisabhängig über Nebenwirkungen klagten. Sie wiesen häufiger ein aufgedunsenes Gesicht Extrakte weltweit vertrieben und Hautrötungen, einen pathologischen Patellarsehnenreflex, Untergewicht eingenommen werden und erhöhte Lebertransaminasewerte auf. Zusätzlich waren die Spiegel von Leberstoffwechselprodukten wie Albuminein Vertriebsverbot nur in wenigen Ländern ausgesprochen wurde, Plasmaproteinsollten wegen der sehr seltenen, Harnstoff aber lebensbedrohlichen hepatotoxischen Nebenwirkungen eine Reihe von Empfehlungen diskutiert und Bilirubin im Serum vermindertbeachtet werden"'':''"Toxische Lebererkrankungen durch Kava-Extrakte sind sehr selten, was auf eine eingeschränkte Syntheseleistung der Leber hindeuteteaber potenziell lebensbedrohend. Der Dauerkonsum dieses Pflanzenpulvers gefährdete demnach die Gesundheit Strikte Einhaltung der Eingeborenen empfohlenen Dosierung, kurze Therapiedauer und zwar zunächst primär durch Schädigung ihrer Leberfunktionregelmäßige Kontrollen sind wichtige Maßnahmen der Prävention.''"<ref>https://www.aerzteblatt.de/pdf/99/50/a3411.pdf</ref>
Aber Leberschäden sind Dies waren nicht die einzigen Nebenwirkungen, die dauerhafter ersten Negativberichte über Kava-Kava-Konsum bewirken kann. Jappe Bereits Ende der 1980er Jahre berichteten Mathews et al. (1998) berichteten über zwei Patienten<ref>Mathews JD, die jeweils Riley MD, Fejo L, Munoz E, Milns NR, Gardner ID, Powers JR, Ganygulpa E, Gununuwawuy BJ: Effects of the heavy usage of kava on physical health: summary of a pilot survey in an aboriginal community. Med J Austr 148: 548-555, 1988</ref> über etwa 3 Wochen gesundheitliche Probleme von Aborigines in Arnhem Land/Australien. 39 Kava-Nutzer und 34 Personen, die Kavanicht benutzten, wurden hinsichtlich ihres Gesundheitszustandes untersucht, wobei die Kava-Nutzer zwischen 100-Extrakte gegen ihre Angstgefühle eingenommen hatten440 Gramm Pflanzenpulver pro Woche konsumierten. Ein 70jähriger Mann entwickelte daraufhin ein Erythem im Bereich des BrustkorbesBei den in Arnhem Land lebenden Aborigines ist es üblich, des Rückens und des Gesichts. Eine 52jährige Frau hatte Hautausschläge getrocknetes Pflanzenpulver in den gleichen Bereichen einem Gefäß mit kaltem Wasser aufzulösen und zusätzlich noch an den Armendieses Gemisch zu trinken. Da Kavapyrone fettlößlich sindEs zeigte sich, können sie direkt Schäden im Bereich der Haut bewirkendass die Kava-Trinker dosisabhängig über Nebenwirkungen klagten. Auch eine Reihe anderer Publikationen (Ruze 1990, Backhaus Sie wiesen häufiger ein aufgedunsenes Gesicht und Krieglstein 1992Hautrötungen, Norton und Ruze 1994einen pathologischen Patellasehnenreflex, Süss Untergewicht und Lehmann 1996) berichteten (zerhöhte Lebertransaminasewerte auf.T. im Tierversuch) Zusätzlich waren die Spiegel von Hautveränderungen nach längerem Kava-Kava-Konsum Leberstoffwechselprodukten wie Albumin, Plasmaprotein, Harnstoff und Bilirubin im Haut- Serum vermindert, was auf eine eingeschränkte Syntheseleistung der Leber hindeutete. Der Dauerkonsum dieses Pflanzenpulvers gefährdete demnach die Gesundheit der Konsumenten und Mundschleimhautbereichzwar zunächst primär durch Schädigung ihrer Leberfunktion.
Offensichtlich treten auch Arzneimittelwechselwirkungen unter Leberschäden sind nicht die einzigen Nebenwirkungen, die dauerhafter Kava-Kava-Therapie aufKonsum bewirken kann. Almeida und Grinsley (1996) Jappe et al.<ref>Jappe U, Franke I, Reinhold D, Gollnick HPM: Sebotropic drug reaction resulting from kava-kava extract therapy: a new entity? J Am Acad Dermatol: 104-106, 1998</ref> berichteten über einen zwei Patienten, der unter Benzodiazepintherapie (Alprazolam) gestanden hatte. Der 54jährige Patient hatte zusätzlich einen 'natürlichen Tranquillizer' eingenommen, wobei es sich um ein frei verkäufliches die jeweils über etwa drei Wochen Kava-Kava-Produkt aus einer Drogerie gehandelt hatteExtrakte gegen ihre Angstgefühle eingenommen hatten. Bereits nach dreitägiger Eigentherapie wurde der Ein 70jähriger Mann in einem halbkomatösenentwickelte daraufhin ein Erythem im Bereich des Brustkorbes, desorientierten Zustand des Rückens und des Gesichts. Eine 52jährige Frau hatte Hautausschläge in die Klinik aufgenommenden gleichen Bereichen und zusätzlich noch an den Armen. Sein Zustand besserte sich nach Absetzen Da Kavapyrone fettlöslich sind, können sie direkt Schäden im Bereich der Haut bewirken. Auch diverse andere Publikationen<ref>Backhaus C, Krieglstein J: Extract of Kava(Pipermethysticum) and its methysticin constituents protect brain tissue against ischemic drug damage in rodents. Eur J Pharmacol 215: 265-269, 1992</ref><ref>Ruze P: Kava-Medikation wiederinduzed dermopathy: a niacin deficiency? Lancet 335: 1442-1445, 1990</ref><ref>Norton SA, Ruze P: Kava dermopathy. Dies zeigtJ Am Acad Dermatol 31: 89-97, dass 1994</ref><ref>Süss R, Lehmann P: Hämatogenes Kontaktekzem durch pflanzliche Medikamente am Beispiel des Kavawurzelextraktes. Hautarzt 47: 459-461, 1996</ref> berichteten (z.T. im Tierversuch) von Hautveränderungen nach längerem Kava-Kava- Präparate in der Lage sind, zumindest Benzodiazepine in ihrer Wirkung deutlich zu verstärken bis hin zur BewusstseinseintrübungKonsum im Haut- und Mundschleimhautbereich.
==SchadensOffensichtlich treten auch Arzneimittelwechselwirkungen unter Kava- und Todesfälle durch Kava in vielen Staaten der Erde==In der Schweiz hatte die Interkantonale Kontrollstelle für Heilmittel (IKS) eigenen Angaben zufolge bisher 10 Fälle von Leberschädigungen durch Kava-Kava registriertTherapie auf. Sieben Patienten erlitten einen IkterusAlmeida und Grinsley<ref>Almeida JC, bei drei Grinsley EW: Coma from the health food store: interaction between kava and alprazolam. Ann Intern Med 125: 940-941, 1996</ref> berichteten über einen Patienten sank zusätzlich noch , der Quick-Wert unter 45%, was eine drastische Verschlechterung der Blutgerinnungsgeschwindigkeit anzeigtBenzodiazepintherapie (Alprazolam) gestanden hatte. Einem der 10 Betroffenen musste wegen akuten Leberversagens eine neue Leber transplantiert werden. Bezieht man die Anzahl dieser Meldungen auf die VerkaufszahlenDer 54jährige Patient hatte zusätzlich einen "natürlichen Tranquillizer" eingenommen, so schätzt die IKS, dass wobei es zu einem schweren Zwischenfall pro 170sich um ein frei verkäufliches Kava-Kava-Produkt gehandelt hatte.000 Anwendungsmonate kommt. Vier Bereits nach dreitägiger Eigentherapie wurde der oben genannten 10 Fälle hätten sich allein Mann in einem neunmonatigen Zeitraum ereignet. Dies sei für ein Produkthalbkomatösen, dessen Indikation nicht lebenswichtig sei, eine untragbar hohe Zahl von Zwischenfällen (Brunner 2000). Die IKS plant derzeit, sämtliche registrierten Präparate, die alkoholische (ethanolische) Auszüge aus Kavarhizom enthalten, als apothekenpflichtig einzustufen und die Hersteller zu zwingen, entsprechende Warnhinweise auf mögliche Leberschäden desorientierten Zustand in die Beipackzettel aufzunehmenKlinik aufgenommen. In Sein Zustand besserte sich nach Absetzen der Novemberausgabe berichtet das ArzneiKava-Telegramm darüberKava-Medikation wieder. Dies zeigt, dass der von der Schweizer Firma Schwabe angebotene Kava-Extrakt 'Laitan' aufgrund einer negativen NutzenKava-Risiko-Relation (Verdacht auf Leberschädigung) von Präparate in der Interkantonalen Kontrollstelle vom Markt gezogen wurde. In Deutschland war das Mittel weiterhin erhältlichLage sind, zumindest Benzodiazepine in ihrer Wirkung deutlich bis hin zur Bewusstseinseintrübung zu verstärken.
In Kanada warnt mittlerweile Health Canada seit Mitte Januar 2002 vor dem Konsum von Rezepturmäßige Zubereitungen aus Kava-haltigen Produkten und ruft dazu aufKava (Piper methysticum) sowie Kavain einschließlich homöopathischer Zubereitungen mit einer Endkonzentration bis einschließlich D 4 gelten als bedenkliche Rezepturen.<ref>Zulassungswiderruf, der Behörde Schadensfälle zu meldenPharm.Ztg. Nr. 25 vom 20.6.2002, Seite 6</ref>
==Schaden- und Todesfälle==In den USA ruft Drder Schweiz registrierte die Interkantonale Kontrollstelle für Heilmittel (IKS) eigenen Angaben zufolge bisher 10 Fälle von Leberschädigungen durch Kava-Kava. Christine Lewis TaylorSieben Patienten erlitten einen Ikterus, Direktorin des 'Office of Nutritional Productsbei drei Patienten sank zusätzlich noch der Quick-Wert unter 45%, Labeling and Dietary Supplements' und des 'Center for Food Safety and Applied Nutrition' was eine drastische Verschlechterung der Food and Drug Administration (FDA) ebenfalls zur Vorsicht aufBlutgerinnungsgeschwindigkeit anzeigt. Dafür ursächlich dürften Bei einem der zehn Betroffenen musste wegen akuten Leberversagens eine ganze Reihe von Nebenwirkungsfällen in den Vereinigten Staaten seinTransplantation vorgenommen werden. Bezieht man die Anzahl dieser Meldungen auf die Verkaufszahlen, so schätzt die im DFA/CFSAN AEMS Report nachzulesen sindIKS, dass es zu einem schweren Zwischenfall pro 170. 35 Schadensfälle im Zusammenhang mit dem Konsum 000 Anwendungsmonate kommt. Vier der oben genannten zehn Fälle sollen sich in einem Zeitraum von nur neun Monaten ereignet haben. Dies sei für ein Produkt, dessen Indikation nicht lebenswichtig sei, eine untragbar hohe Zahl von Zwischenfällen.<ref>Brunner U: Leberschäden durch Kava-Kava-haltiger [[Nahrungsergänzungsmittel]] sind dort verzeichnetExtrakte. Pharmazeutische Zeitung 145: 2376, wobei sogar zwei Todesfälle 2000</ref> Die IKS plant derzeit, sämtliche registrierten Präparate, die alkoholische (ethanolische) Auszüge aus Kavarhizom enthalten, als apothekenpflichtig einzustufen und die Hersteller zu beklagen sindzwingen, entsprechende Warnhinweise auf mögliche Leberschäden in die Beipackzettel aufzunehmen. Es handelt sich dabei um Produkte In der in Szenekreisen einschlägig bekannten Novemberausgabe berichtet das arznei-telegramm, dass der von der Schweizer Firma Twin Labs Schwabe angebotene Kava-Extrakt "Laitan" aufgrund einer negativen Nutzen-Risiko-Relation (Alvita Chinese Mellow Magic Herbal TeaVerdacht auf Leberschädigung) sowie um das Produkt 'Cybergenics HG 6' von L&S Research Corporationder Interkantonalen Kontrollstelle vom Markt gezogen wurde. In Deutschland war das Mittel weiterhin erhältlich.
==Kava-Kava in Deutschland vom Markt gezogen==Dem deutschen Bundesinstitut für Arzneimittel (bfarm.de) waren laut Brunner (2000) In Kanada warnt mittlerweile Health Canada seit Mitte Januar 2002 vor dem Jahre 1995 neun Zwischenfälle in der BRD bekannt geworden, bei denen Kava-Konsum Kava-haltiger Produkte zu Leberfunktionsstörungen führten. Allerdings war unklarund ruft dazu auf, ob die hepatotoxische Wirkung nicht auch von der Art des Extraktionsmittels des Pflanzenextraktes abhängen würden. In der BRD hatten von den insgesamt 79 verkehrsfähigen Kava-Produkten gerade einmal 28 (35%) eine Zulassung. Im Gegensatz zur Schweiz waren in Deutschland Kava-Präparate apothekenpflichtigBehörde Schadenfälle zu melden.
Im Juni 2002 widerrief die BfArM schließlich die Zulassung Kava-Kava-haltiger Arzneimittel in DeutschlandIn den USA ruft Dr. Es begründet seine Entscheidung damitChristine Lewis Taylor, Direktorin des "Office of Nutritional Products, dass diese Arzneimittel schwere Nebenwirkungen an Labeling and Dietary Supplements" und des "Center for Food Safety and Applied Nutrition" der Leber verursachen können und dass diesen Risiken kein ausreichender Nutzen gegenüber stehtFood and Drug Administration (FDA), ebenfalls zur Vorsicht auf. Dem BfArM lagen zu diesem Zeitpunkt über 40 Einzelfallberichte aus Deutschland über großenteils schwerwiegende Leberschäden vorDafür ursächlich dürften eine ganze Reihe von Nebenwirkungsfällen in den Vereinigten Staaten sein, die im DFA/CFSAN AEMS Report nachzulesen sind. Dort sind 35 Schadenfälle im Zusammenhang mit der Anwendung von dem Konsum Kava-Kava- oder Kavain-haltigen Arzneimitteln aufgetreten haltiger [[Nahrungsergänzungsmittel]] verzeichnet, wobei sogar zwei Todesfälle zu beklagen sind. Es gibt Hinweise darauf, dass die Leberschäden relativ häufiger und schwerer bei höheren Dosierungen sind. In sechs Fällen war es zu einem so weitgehenden Leberversagen gekommen, dass eine Lebertransplantation notwendig wurde. Drei Patienten starben an den Folgen des Leberschadens. In mehreren anderen Fällen konnte die Leber handelt sich nach Beendigung dabei um Produkte der Kava-Kava-Medikation wieder erholen. Nach Auffassung des BfArM haben die von den pharmazeutischen Unternehmern vorgelegten systematischen Untersuchungen zum therapeutischen Nutzen der Kava-Kava-Präparate entweder (bei Dosierungen bis 120 mg) praktisch keinerlei Hinweise auf eine Wirksamkeit in den beanspruchten Anwendungsgebieten ergeben oder Szenekreisen einschlägig bekannten Firma Twin Labs (Dosierungen oberhalb 120 mgAlvita Chinese Mellow Magic Herbal Tea) es bestand zwar ein gewisser Anhalt für eine mögliche Wirksamkeit, aber die Nachweisqualität entsprach keineswegs den heutigen Anforderungen. Daher kann sowie um das anscheinend höhere Risiko eines Leberschadens im höheren Dosisbereich nicht durch einen hier belegten möglichen Nutzen aufgewogen werdenProdukt 'Cybergenics HG 6' von L&S Research Corporation.
Das BfArM ist der Auffassung, dass ==Situation in Deutschland ==Dem deutschen Bundesinstitut für die oArzneimittel (bfarm. g. Angstde) waren laut Brunner<ref>Brunner U: Leberschäden durch Kava- und Spannungszustände andere Arzneimittel und Maßnahmen zur Verfügung stehenKava-Extrakte. Pharmazeutische Zeitung 145: 2376, 2000</ref> seit dem Jahre 1995 neun Zwischenfälle in Deutschland bekannt geworden, bei denen das Verhältnis vom möglichen Nutzen zum Risiko deutlich günstiger istKava-Kava-Produkte zu Leberfunktionsstörungen führten. Allerdings war unklar, ob die hepatotoxische Wirkung nicht auch von der Art des Extraktionsmittels des Pflanzenextraktes abhing. In Deutschland hatten von den insgesamt 79 verkehrsfähigen Kava-Produkten gerade einmal 28 (35%) eine Zulassung. Im Gegensatz zur Schweiz waren in Deutschland Kava-Präparate apothekenpflichtig.
Im Juni 2002 widerrief die BfArM schließlich die Zulassung Kava-Kava-haltiger Arzneimittel dürfen ab sofort nicht mehr in den Verkehr gebracht werdenDeutschland. Die betroffenen Patienten Es begründete seine Entscheidung damit, dass diese Arzneimittel schwere Nebenwirkungen an der Leber verursachen können und diesen Risiken kein ausreichender Nutzen gegenüber steht. Dem BfArM lagen zu diesem Zeitpunkt über 40 Einzelfallberichte aus Deutschland über großenteils schwerwiegende Leberschäden vor, die im Zusammenhang mit der Anwendung von Kava-Kava- und Kavain-haltige Arzneimittel ohne Übergangsphase absetzenoder kavainhaltigen Arzneimitteln auftraten. Mit Es gibt Hinweise darauf, dass die Leberschäden muss nach dem Absetzen nicht mehr gerechnet werdenbei höheren Dosierungen relativ häufiger und schwerer sind. PatientenIn sechs Fällen war es zu einem so weitgehenden Leberversagen gekommen, dass eine Lebertransplantation notwendig wurde. Drei Patienten starben an den Folgen des Leberschadens. In mehreren anderen Fällen konnte die meinen, auf Grund von AngstLeber sich nach Beendigung der Kava- und Spannungszuständen an Stelle Kava-Medikation wieder erholen. Nach Auffassung des BfArM haben die von den pharmazeutischen Unternehmern vorgelegten systematischen Untersuchungen zum therapeutischen Nutzen der Kava-Kava nun -Präparate entweder (bei Dosierungen bis 120 mg) praktisch keinerlei Hinweise auf eine andere Therapie zu benötigenWirksamkeit in den beanspruchten Anwendungsgebieten ergeben oder (Dosierungen oberhalb 120 mg) es bestand zwar ein gewisser Anhalt für eine mögliche Wirksamkeit, sollten darüber mit ihrem Arzt sprechenaber die Nachweisqualität entsprach keineswegs den heutigen Anforderungen. Daher kann das anscheinend höhere Risiko eines Leberschadens im höheren Dosisbereich nicht durch einen hier belegten möglichen Nutzen aufgewogen werden.
Nicht betroffen von Das BfArM ist der Anordnung des BfArM sind [[Homöopathie|homöopathische]] PräparateAuffassung, dass für die o.g. Angst- und Spannungszustände andere Arzneimittel und Maßnahmen zur Verfügung stehen, bei denen die Kava-Kava-Menge sehr niedrig das Verhältnis zwischen möglichem Nutzen und Risiko deutlich günstiger ist, was einmal mehr die Vorzugsstellung der homöopathischen Szene im deutschen Arzneimittelrecht demonstriert.
Schadensfälle: international eine ganze Reihe z.T. drastischer Schadensmeldungen. Meist werden Leberschäden berichtet. Todesfälle Kava-Kava-Arzneimittel dürfen nicht mehr in zeitlichem Zusammenhang mit der Einnahme der Produkte sind aus den USA bekanntVerkehr gebracht werden. Schadensmeldungen liegen aus Nicht betroffen von der Schweiz und Deutschland vor. Drastische Nebenwirkungen Anordnung des BfArM sind im internationalen medizinischen Schrifttum seit fast 20 Jahren zunehmend beschrieben worden.Fazit: hinsichtlich der angepriesenen Indikation fragwürdig[[Homöopathie|homöopathische]] Präparate, bei dauerhaftem Konsum gesundheitsschädlich bis lebensgefährlich (Leberschaden). In Deutschland deshalb vom Markt gezogendenen die Kava-Kava-Menge sehr niedrig ist, was einmal mehr die Vorzugsstellung der homöopathischen Szene im deutschen Arzneimittelrecht demonstriert.
Rezepturmässige Zubereitungen Auch international gab es zahlreiche z.T. drastische Schadenmeldungen. Meist werden Leberschäden berichtet. Todesfälle in zeitlichem Zusammenhang mit der Einnahme der Produkte sind aus Kava Kava den USA bekannt. Schadenmeldungen liegen auch aus der Schweiz vor. Drastische Nebenwirkungen sind im internationalen medizinischen Schrifttum seit fast 20 Jahren zunehmend beschrieben worden. ==Literatur==*Ernst E. A re-evaluation of kava (Piper methysticum) sowie Kavain einschließlich homöopathischer Zubereitungen mit einer Endkonzentration bis einschließlich D 4. Brit J Clin Pharmacol 2007, gelten als bedenkliche Rezepturen <ref>Zulassungswiderruf, Pharm64:4; 415-417 ==Weblinks==*http://www. Ztgdge. Nrde/modules. 25 vom 20php?name=News&file=article&sid=332*http://www.6medizin.2002, Seite 6<uni-greifswald.de/gastro/Veroeffentlichungen/ref>07.pdf
==Quellennachweise==
* Almeida JC, Grinsley EW: Coma from the health food store: interaction between kava and alprazolam. Ann Intern Med 125: 940-941, 1996<references/>* ArzneiverordnungerArzneiverordnungs-Report 1995 CD-ROM: Gustav Fischer Verlag, 1995* Backhaus C, Krieglstein J: Extract of Kava (Pipermethysticum) and its methysticin constituents protect brain tissue against ischemic drug damage in rodents. Eur J Pharmacol 215: 265-269, 1992* Brunner U: Leberschäden durch Kava-Kava-Extrakte. Pharmazeutische Zeitung 145: 2376, 2000* Connor KM, Davidson JR: A placebo-controlled study of Kava kava in generalized anxiety disorder. Int Clin Psychopharmacol 17: 185-8, 2002* Heiligenstein E, Guenther G: Over-the-counter psychotropics: a review of melatonin, St John's Wort, Velerian and Kava-Kava. JACH 46: 271-276, 1998* Jappe U, Franke I, Reinhold D, Gollnick HPM: Sebotropic drug reaction resulting from kava-kava extract therapy: a new entity? J Am Acad Dermatol: 104-106, 1998* Laux G: Pharmakotherapie. Therapeutische Umschau 54: 595-599, 1997* Mathews JD, Riley MD, Fejo L, Munoz E, Milns NR, Gardner ID, Powers JR, Ganygulpa E, Gununuwawuy BJ: Effects of the heavy usage of kava on physical health: summary of a pilot survey in an aboriginal community. Med J Austr 148: 548-555, 1988* Norton SA, Ruze P: Kava dermopathy. J Am Acad Dermatol 31: 89-97, 1994* Ruze P: Kava-induzed dermopathy: a niacin deficiency? Lancet 335: 1442-1445, 1990* Scherer J: Kava-Kava extract in anxiety disorders: an outpatient observational study. Adv Natural Ther 15: 261-269, 1998* Süss R, Lehmann P: Hämatogenes Kontaktekzem durch pflanzliche Medikamente am Beispiel des Kavawurzelextraktes. Hautarzt 47: 459-461, 1996* Volz HP, Kieser M: Kava-kava extract WS 1490 versus placebo in anxiety disorders - a randomized placebo-controlled 25-week outpatient trial. Pharmacopsychiat 30: 1-5, 1997* Wichtl M: Teedrogen und Phytopharmaka. Wiss. Verlagsgesellschaft, Stuttgart, 3. Aufl., 328-330, 1997{{Paralex}}[[category:AlternativmedizinHeilmittel in der Pseudomedizin]]
[[category:Nahrungsergänzungsmittel]]
[[category:Phytotherapie]]
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