Prophymed

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Hyperphoton3d.jpg
Zum Vergleich Biopointer der Firma BL Bionis Light UG

Prophymed ist eine Firma des Oldenburger Neurologen Hinrich Hörnlein-Rummel[1], die therapeutisch angeblich wirksame Rotlicht-Lampen mit der Bezeichnung Biophoton Prohymed vermietet. Das Mietsystem habe wirtschaftliche und andere Vorteile für den Anwender und rechne sich ab 1,5 Patienten im Monat.

Biophoton Prophymed

Die Lampe mit dieser Bezeichnung enthält 64 Leuchtdioden, die rotes Licht mit einer Wellenlänge von 660 nm abgeben und 64 Leucht- oder Laserdioden für den nahen Infrarotbereich (785 nm). Sie ist auch unter den Namen Laser Photon 3D und Hyperphoton 3D (siehe: Dieter Jossner) auf dem Markt. Laut Hörnlein-Rummel sei sie eine "wirksame Behandlungsmethode bei vielen, auch ernsthaften Krankheiten". Zu dem pseudowissenschaftlichen Konzept der Biophotonen beruft er sich auf dessen Erfinder Fritz-Albert Popp und meint, dass Photonen "über die Nahrung, insbesondere über Obst und Gemüse in unseren Körper" gelangen. Seine Lampe, so Hörnlein-Rummel, könne "diese Photonen ebenfalls liefern. In den Zellen wirken diese Photonen als Biophotonen."

Angebliche Heilerfolge

Hörnlein-Rummel präsentiert anekdotische Berichte von Heilungen, die er "klinische Beweise" nennt.[2] So habe ein dreijähriges Kind mit einer Gedeihstörung[3], das kaum laufen und nicht sprechen konnte, nach 3 Wochen Behandlung mit Biophoton Prohymed ohne Schwierigkeiten laufen können und nach 3 Monaten zu sprechen begonnen. Ein diabetischer Fuß (Diabetisches Fußsyndrom DFS) einer 82-jährigen Patientin, der eigentlich amputiert werden sollte, sei nach 5 Wochen "Biophoton-Therapie" praktisch geheilt. Hörnlein-Rummel ist der Ansicht, dass seine Lampe auch in der Augenmedizin sinnvoll eingesetzt werden könne und glaubt beispielsweise, dass sie ein geeignetes Mittel zur Glaukom-Behandlung sei. Auf seiner Internetseite wirbt er mit einem "Fall des Monats".

Hörnlein-Rummel und der Masterstudiengang Komplementärmedizin der Viadrina

Im September 2010 hielt Hörnlein-Rummel auf einem Symposium "Komplementäre Augenheilkunde" des Instituts für transkulturelle Gesundheitswissenschaften IntraG der Europa-Universität Viadrina einen Vortrag mit dem Titel "Klinische Erfahrungen mit der Lichttherapie in der Augenheilkunde".[2][4][5] Der Vortrag bestand zu einem großen Teil aus Werbung für Biophoton Prophymed. Das IntraG unter Leitung von Harald Walach ist für den umstrittenen Masterstudiengang Komplementärmedizin verantwortlich. Geplant sei, ein "Curriculum Augenheilkunde" in den Masterstudiengang zu integrieren. Das Symposium wurde von Janna Beichert von der Firma Prophymed organisiert. Beichert ist auch im Vorstand einer Initiative Gesundheit e.V. mit Sitz in Oldenburg, die zu Spenden für eine "Biophotonen-Studie" aufgerufen hat.[6]

Weitere Geschäftszweige

Unter dem registrierten Markennamen Vitomin verkauft die Firma Prophymed Nahrungsergänzungsmittel, z.B. das Q10-Präparat Vitomin Q10. Die Produkte Vitomin Makula, Vitomin Retina und Vitomin Glauko sollen besonders der Gesunderhaltung der Augen dienen.

Siehe auch

Quellen

  1. PROPHYMED, Gesellschaft für Gesundheitsberatung, Prävention und Rehabilitation mbh, Friedrich-Rüder-Str. 1, 26135 Oldenburg
  2. 2,0 2,1 http://www.vitomin-augen.de/fileadmin/general_template/main/images/vitomin_user/symposium/hoernleinrummel_klin_erf_bp.pdf
  3. Leitlinie Gedeihstörung der Gesellschaft für Pädiatrische Gastroenterologie und Ernährung (GPGE)
  4. Newsletter Dezember 2010 des IntraG an der EUV
  5. Downloads des Symposiums Komplementäre Augenheilkunde, 11.9.2010
  6. http://www.igev.de/Pages/projekte/biophotonen-studie/spendenaufruf.htm Aufruf am 15. Dezember 2010