Diskussion:Konstantin Meyl

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Meyl zu Skalarwellen beim Mobilfunk

Transkription eines 3-minütigen Ausschnitts eines Beitrags auf Nexworld.TV, Sendung Café 23 , Thema "DNA- und Zellfunk", 29. April 2011, http://www.youtube.com/watch?v=0xG340VqytA

Nehmen wir das moderne Handy. Das moderne Handy hat eine Antenne, die so klein geworden ist, dass sie im Gerät drin ist. Anfangs hatte man noch die Antenne rausgezogen, da hatte man noch die original 16 Zentimeter, also Lambda halbe, das war noch in Ordnung. Aber heute haben die alle so schlechte Antennen, ganz bewusst, weil man eben damit diesen Hertz'schen Anteil immer mehr reduzieren wollte. Und das ist natürlich eine Folge des Protestes, weil man gesagt hat: Die Hertz'sche Welle ist es, und die müssen wir reduzieren. Aber das ist genau das Falsche. Was dabei rausgekommen ist, sind Geräte, die besonders biologisch problematisch sind. Wir haben heute Antennenwirkungsgrade von deutlich unter 50 Prozent. Das heißt, wir haben mehr Skalarwellenanteile, mehr Feldwirbel, die biologisch relevant sind, als wir eigentlich Hertz'sche Welle haben.
Da diese Skalarwellen aber auch beim Empfänger ankommen, kann man damit auch telefonieren. Dass man diese Skalarwelle auch benutzen kann, für Informations- und Energieübertragung, das hat Nikola Tesla vor 100 Jahren schon gezeigt. Und das wird heute technisch genutzt. Und da die Skalarwelle durch jeden Faraday-Käfig durchtunneln kann, kann ich heute aus dem Auto, aus einem geschlossenen Faraday-Käfig raustelefonieren, kann ich heute aus einem geschlossenen Aufzug, wo eine Kabine komplett aus Eisen oder aus Alu ist, kann ich raustelefonieren, obwohl das ein Faraday-Käfig ist. Wenn ich eine ordentliche Antenne hätte, käme ich aus so einem Käfig nicht mehr raus.
Sie müssen eins sehen: Auf der Empfängerseite habe ich ja wieder so einen Dipol [zeigt mit beiden Händen eine etwa 40 cm lange Strecke]. Und damit auf dieser Empfängerseite eine elektromagnetische Welle empfangen werden kann, muss diese Welle am Ende der Antenne reflektiert werden, zurücklaufen [macht mit der rechten Hand eine Hin-und-Her-Bewegung zwischen den Endpunkten der Strecke], wieder reflektiert werden, und muss sozusagen eine "stehende Welle" sagt man in der Fachsprache, bilden und [lässt die Bewegung in eine kreisende übergehen] das ist nichts anderes als ein Wirbel.
Das heißt also, ich fange mit einem Wirbel an, und ich höre mit einem Wirbel auf. Dazwischen ist die Hertz'sche Welle. Aber die, die würde ich gar nicht empfangen, denn die wär sofort wieder weg. Ich muss sie aufrollen, ich muss einen Wirbel bilden, und das ist dann schon wieder die Skalarwelle. Also mit anderen Worten: Die Antennentechnik funktioniert nur über Skalarwellen. Und das müssen wir erstmal verstehen.
Und wenn Sie ein ganz großer Zweifler sind, dann nehmen Sie Ihr Handy und legen es in den Mikrowellenherd. Das Handy schalten Sie ein, den Mikrowellenherd bitte aus, machen die Tür zu. Sie wissen, der Mikrowellenherd ist ein genormter Faraday-Käfig. Da darf keine Mikrowelle herauskommen. Zwokommavier Gigahertz, dafür ist sie dicht, denn das ist ja genau die Frequenz, wo der Mikrowellenherd arbeitet, da arbeitet auch UMTS. Und es darf keinen Empfang mehr haben. Rufen Sie mal von draußen das Handy an, Sie werden sehen, es klingelt. Das heißt, dieser Käfig ist nur für Hertz'sche Wellen dicht, aber nicht für Skalarwellen. Da geht alles rein. Rein wie raus. Und wenn das der Fall ist, dann können Sie eigentlich bei keinem Mikrowellenherd hinschreiben: Dieser Mikrowellenherd ist dicht. Der ist nicht dicht. Weil gerade die biologisch relevanten Anteile, die marschieren raus.

Laut Meyl soll also ein Mobiltelefon in (vermeintlich) HF-dichten Räumen nur deshalb funktionieren, weil es neben der "Hertz'sche Welle" eine Skalarwelle erzeuge, und das wiederum liege an den (im Vergleich zur Wellenlänge) kleinen Antennen der Telefone. Dann scheint Meyl einzufallen, dass dann ja auch der Empfang an solchen Orten nur wegen der Skalarwellen möglich sein müsste. Sein "Argument" der kleinen Sendeantenne greift hier aber nicht (bei Mobilfunk-Basisstationen werden gestockte Antennenanordnungen benutzt, die erheblich größer als die Wellenlänge sind). Er schiebt eine improvisiert wirkende "Erklärung" nach, dass für das Funktionieren einer Empfangsantenne stehende Wellen wichtig seien, und dass diese ja irgendwie im Kreis laufen, also wie ein Wirbel, und wo ein Wirbel ist, ist irgendwie auch eine Skalarwelle...

Meyl behauptet hier nicht weniger, als dass fast jede Art von drahtloser Kommunikation auf Skalarwellen beruhe, denn Sendeantennen sind häufig geometrisch kleiner als λ/4 (und Empfangsantennen erst recht). Ein Extremfall sind Funkübertragungen auf Langwelle, zum Beispiel vom Zeitzeichensender DCF77: Die Wellenlänge beträgt knapp 4 km, die Sendeantenne ist aber nur rund 200 m hoch. Kurze Sendeantennen haben tatsächlich einen geringeren Wirkungsgrad, d.h. nur ein Teil der zugeführten elektrischen Leistung wird als elektromagnetische Welle abgestrahlt, insofern hat Meyl recht. Das heißt aber natürlich nicht, dass der übrige Teil in "Skalarwellen" umgesetzt wird, sondern schlicht in Wärme. Das liegt am niedrigen Strahlungswiderstand kleiner Antennen. Im elektrischen Ersatzschaltbild einer Antenne ist der so genannte Strahlungswiderstand die relevante Größe für die Abstrahlung von elektromagnetischen Wellen. Dieser nimmt bei Antennen, die kürzer sind als λ/4, rasch ab (bei einem λ/4 langen Stab über leitender Fläche beträgt er etwa 37 Ohm). Damit gewinnt der ebenfalls vorhandene Verlustwiderstand an Einfluss. Dieser nimmt sogar zu, weil zur Anpassung der Senderschaltung an den Antennenstab weitere – verlustbehaftete – Komponenten erforderlich werden, mindestens eine Serieninduktivität zu der bei einer kurzen Antenne vorhandenen kapazitiven Komponente.

Bemerkenswert erscheint noch, dass Meyl moderne Handys mit "mehr Skalarwellenanteilen" als "besonders biologisch problematisch" bezeichnet, ebenso Skalarwellen, die aus dem Mikrowellenherd austreten (für die gewöhnlichen "Hertz'schen Wellen" ist das Gehäuse des Herds seiner Ansicht ja undurchlässig), da doch Skalarwellen sonst überwiegend medizinisch positive Eigenschaften zugeschrieben werden.