Agnihotra

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Agnihotra01.jpg
Getrockneter indischer Kuhmist für das Agnihotra-Ritual
Agnihotra-Starterset

Agnihotra ist ein Ritual, das in den Veden (heilige Texte des Hinduismus) Yajurveda und Atharvaveda beschrieben wird. Es ist eine Form eines Homa, d.h. eines Feueropfers oder Feuerrituals, von denen der Hinduismus diverse Ausprägungen für verschiedene Zwecke anbietet. Beim Agnihotra wird eine Mischung aus Butterfett (Butterschmalz, engl. Ghee), getrocknetem Kuhdung und ungeschältem Reis verbrannt. Das muss zu jeweils genau bestimmten Zeiten des Tages geschehen, beispielsweise kurz vor oder nach Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang. Dazu werden Mantren rezitiert.

Agnihotra in der Esoterik

Im Herkunftsland Indien und in der ursprünglichen religiösen Bedeutung wird diese Zeremonie anscheinend nur noch von wenigen Gläubigen praktiziert.[1] Dagegen hat sie Eingang in die westliche Esoterik gefunden. Hier werden dem Agnihotra beleglos zahlreiche positive Wunderwirkungen zugeschrieben, die sowohl die Gesundheit des Ausführenden als auch dessen Umgebung bzw. die Umwelt betreffen. Allgemein ist von einer feinstofflichen, "harmonisierenden" und reinigenden Wirkung die Rede, wobei Reinigung sowohl spirituell als auch konkret stofflich zu verstehen ist. Eine Auswahl weiterer Behauptungen:

  • Stress und Spannungen werden vermindert, positives Denken und Fühlen fallen leichter.
  • Die Chakren werden harmonisiert.
  • Der Körper wird "entgiftet" (sowohl durch die Zeremonie als auch durch Einnahme der Asche).
  • Krankmachende Bakterien werden "neutralisiert".
  • "Mit Agnihotra wird das gesamte Ökosystem harmonisiert."[2]
  • Boden, Luft und Gewässer werden von Giftstoffen gereinigt.
  • Elektrosmog wird reduziert.
  • Chemtrails werden neutralisiert.
  • Getreide wächst besser.
  • "Mikrobiologen stellten in der unmittelbaren Umgebung des Agnihotras eine Reduzierung krankheitserregender Keime bis zu über 90 % fest."[2]
  • Das Wetter wird "harmonisch beeinflusst".
  • Die Agnihotra-Zeremonie wirkt in einem Bereich von 1 km Durchmesser und bis 12 km Höhe.

Die Zutaten müssen in einer Schale aus Kupfer mit der Form einer umgedrehten Pyramide verbrannt werden. Solche Gefäße und weitere Utensilien sind im Esoterikhandel erhältlich, ebenso wie getrockneter Kuhmist, der teilweise aus Indien importiert wird. Es gibt auch Apps für Mobiltelefone, mit denen der genaue Zeitpunkt des Rituals berechnet und das passende Mantra abgespielt oder eingeübt werden kann.[3] Veranstalter bieten Agnihotra-Zeremonien und Kurse an. Die bei der Verbrennung übrig bleibende Asche wird in verschiedenen Zubereitungen zur Einnahme empfohlen, wodurch Krankheiten vorgebeugt werden könne. Die Asche könne auch z.B. Keramiken beigemischt werden. Einige Kleinhersteller bieten daraus gefertigte Gefäße an, die zur Wasserbelebung geeignet seien.

Quellen

  1. http://en.wikipedia.org/wiki/Agnihotra
  2. 2,0 2,1 Agnihotra - Ein Feuer, das die Welt verändern kann. Online-Artikel der Zeitschrift Sein
  3. Aus dem Werbetext für eine App namens iAgnihotra: Take your Agnihotra timings with you wherever you go. iAgnihotra calculates the exact time of sunrise and sunset using your built in GPS, Internet connection or an offline worldwide city listing. If you are outdoors use it in GPS mode for perfect astronomical sunrise and sunset timings. If you are online it will detect your location from your Internet connection or if you want to check the time for a friend just type the name of their location. It also has a training mode to teach you the Agnihotra mantras as well as Mahamrtyunjaya mantra which is profoundly healing to perform at any time.