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[[image:GSDI5.jpg|Warnung vor der GSDI in ''test - Finanztest'' im Jahr 2004|320px|thumb]]
 
[[image:GSDI5.jpg|Warnung vor der GSDI in ''test - Finanztest'' im Jahr 2004|320px|thumb]]
 
[[image:Hartmut Müller SZ.jpg|Artikel in der Sächsischen Zeitung zu Betrugsvorwürfen gegen Hartmut Müller<ref>Thomas Schade: Die Verlockungen des Universums. Sächsische Zeitung, 10.&nbsp;Januar 2011</ref>|320px|thumb]]
 
[[image:Hartmut Müller SZ.jpg|Artikel in der Sächsischen Zeitung zu Betrugsvorwürfen gegen Hartmut Müller<ref>Thomas Schade: Die Verlockungen des Universums. Sächsische Zeitung, 10.&nbsp;Januar 2011</ref>|320px|thumb]]
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[[image:Hartmut Müller-urteil.jpg|thumb|320px|Zeitungsbericht über die Verurteilung von Müller<ref name="mopo11feb2012">Statt Knast: Abzocker auf der Flucht. Dresdner Morgenpost, 11. Februar 2012</ref>]]
 
Eine Firma namens ''GSDI Cyprus&nbsp;Ltd.'' aus Nord-Zypern<ref>http://www.gsdi-cyprus.com/</ref> bot finanzielle Anlagen an, die sich auf utopische Global-Scaling-Behauptungen um eine "G-Com-Technik" bezogen. Behauptet wurde auch, dass die Wundertechnologie zusammen mit Microsoft entwickelt worden sei und es wurde eine nicht existente Microsoft-Neuheitenpool-Kennnummer 67775 genannt. Anleger sollten dabei so genannte Patentrenditen von 18% pro Jahr (90% in 5&nbsp;Jahren) erhalten, bei gleichzeitiger Anlagesicherheit. Zitat: ''"18,0% p.a. festverbriefte Rendite auf Investitionseinlagen. Der Einstieg ist schon ab 1000,-&nbsp;€ über eine Laufzeit von 2&nbsp;bis zu 5&nbsp;Jahren möglich! Die GSDI Cyprus&nbsp;Ltd. Investitionseinlagen sind durch den zypriotischen Bankeneinlagensicherungsfonds gegen Verlust des Einlagekapitals abgesichert. Die Sicherheit dieser Investitionseinlage basiert auf den 100% igen Aktienbesitz einer Bank an der Gesellschaft."'' Als Eigentümer der GSDI&nbsp;Ltd. wurde eine Yesilada Bank genannt, die jedoch erklärte, dass die GSDI lediglich Kunde sei. Anmelderin der Domain gsdi-cyprus.com ist eine "Internet Media Arbeitsgemeinschaft" in Leipzig.<ref>Internet Media Arbeitsgemeinschaft, Claudia Richardt, Luetznerstr.&nbsp;91, Leipzig&nbsp;04277</ref> Gegründet wurde die GSDI&nbsp;Ltd von [[Hartmut Müller]] mit einem unbekannt gebliebenen russischen Partner, in Zusammenhang mit der Yesilada-Bank. Gelder von der GSDI sollen in Richtung Österreich abgeflossen sein. In Deutschland bewarb die Leiziger SVI&nbsp;GmbH gemeinsam mit einer Wirtschaftskanzlei C.&nbsp;Richardt die windige GSDI-Anlage, mindestens 2.750&nbsp;Anlagevorgänge sollen stattgefunden haben, mit einem Volumen von mindestens 9&nbsp;Millionen Euro.<ref>http://www.youtube.com/watch?v=oRVR_W75wRk</ref> Die Zeitschrift Stiftung Warentest (Finanz-Test) warnte bereits im Januar 2004 auf verschiedenen Webseiten dringend vor dieser Anlage,<ref>http://www.test.de/themen/geldanlage-banken/meldung/-GSDI-Cyprus-Ltd/1146479/1146479/</ref><ref>http://www.profinance.de/fileadmin/user_upload/pdf/Warnliste012006.pdf</ref><ref>http://www.anlageschutzarchiv.de/inhalt.php3?id_nr=4365</ref> ebenso Gomopa.<ref>http://www.gomopa.net/Finanzforum/themen-die-fuer-wirbel-sorgten/gsdi-cyprus-ltd-svi-gmbh-leipzig-patentrenditen-91355.html</ref> Inzwischen ist GSDI insolvent, und die Staatsanwaltschaft Leipzig ermittelt.<ref>http://cimddwc.net/2010/02/03/ermittlungen-gegen-zyprische-global-scaling-vermarkter/</ref><ref>http://www.lippke.net/seiten/index.html?_top=index.php?mod=artikeldetail&id=187&suchbegriff=&a=</ref> Die Webseite, die für die Anlegerwerbung benutzt wurde<ref>Domainname: MORINT.COM, Administrative Contact: Steinbach Gerhard, Lefkosa Mersin-10, TR, +90.5545643457</ref>, ist inzwischen nicht mehr erreichbar. Auch die Webseite der ProtoSafe, die Global-Scaling-Anwendungen anbot, ist nicht mehr zu erreichen.
 
Eine Firma namens ''GSDI Cyprus&nbsp;Ltd.'' aus Nord-Zypern<ref>http://www.gsdi-cyprus.com/</ref> bot finanzielle Anlagen an, die sich auf utopische Global-Scaling-Behauptungen um eine "G-Com-Technik" bezogen. Behauptet wurde auch, dass die Wundertechnologie zusammen mit Microsoft entwickelt worden sei und es wurde eine nicht existente Microsoft-Neuheitenpool-Kennnummer 67775 genannt. Anleger sollten dabei so genannte Patentrenditen von 18% pro Jahr (90% in 5&nbsp;Jahren) erhalten, bei gleichzeitiger Anlagesicherheit. Zitat: ''"18,0% p.a. festverbriefte Rendite auf Investitionseinlagen. Der Einstieg ist schon ab 1000,-&nbsp;€ über eine Laufzeit von 2&nbsp;bis zu 5&nbsp;Jahren möglich! Die GSDI Cyprus&nbsp;Ltd. Investitionseinlagen sind durch den zypriotischen Bankeneinlagensicherungsfonds gegen Verlust des Einlagekapitals abgesichert. Die Sicherheit dieser Investitionseinlage basiert auf den 100% igen Aktienbesitz einer Bank an der Gesellschaft."'' Als Eigentümer der GSDI&nbsp;Ltd. wurde eine Yesilada Bank genannt, die jedoch erklärte, dass die GSDI lediglich Kunde sei. Anmelderin der Domain gsdi-cyprus.com ist eine "Internet Media Arbeitsgemeinschaft" in Leipzig.<ref>Internet Media Arbeitsgemeinschaft, Claudia Richardt, Luetznerstr.&nbsp;91, Leipzig&nbsp;04277</ref> Gegründet wurde die GSDI&nbsp;Ltd von [[Hartmut Müller]] mit einem unbekannt gebliebenen russischen Partner, in Zusammenhang mit der Yesilada-Bank. Gelder von der GSDI sollen in Richtung Österreich abgeflossen sein. In Deutschland bewarb die Leiziger SVI&nbsp;GmbH gemeinsam mit einer Wirtschaftskanzlei C.&nbsp;Richardt die windige GSDI-Anlage, mindestens 2.750&nbsp;Anlagevorgänge sollen stattgefunden haben, mit einem Volumen von mindestens 9&nbsp;Millionen Euro.<ref>http://www.youtube.com/watch?v=oRVR_W75wRk</ref> Die Zeitschrift Stiftung Warentest (Finanz-Test) warnte bereits im Januar 2004 auf verschiedenen Webseiten dringend vor dieser Anlage,<ref>http://www.test.de/themen/geldanlage-banken/meldung/-GSDI-Cyprus-Ltd/1146479/1146479/</ref><ref>http://www.profinance.de/fileadmin/user_upload/pdf/Warnliste012006.pdf</ref><ref>http://www.anlageschutzarchiv.de/inhalt.php3?id_nr=4365</ref> ebenso Gomopa.<ref>http://www.gomopa.net/Finanzforum/themen-die-fuer-wirbel-sorgten/gsdi-cyprus-ltd-svi-gmbh-leipzig-patentrenditen-91355.html</ref> Inzwischen ist GSDI insolvent, und die Staatsanwaltschaft Leipzig ermittelt.<ref>http://cimddwc.net/2010/02/03/ermittlungen-gegen-zyprische-global-scaling-vermarkter/</ref><ref>http://www.lippke.net/seiten/index.html?_top=index.php?mod=artikeldetail&id=187&suchbegriff=&a=</ref> Die Webseite, die für die Anlegerwerbung benutzt wurde<ref>Domainname: MORINT.COM, Administrative Contact: Steinbach Gerhard, Lefkosa Mersin-10, TR, +90.5545643457</ref>, ist inzwischen nicht mehr erreichbar. Auch die Webseite der ProtoSafe, die Global-Scaling-Anwendungen anbot, ist nicht mehr zu erreichen.
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Im Gegensatz dazu wurde im Juni 2009 in einem Youtube-Video ein "Prof. Müller" als Fragenbeantworter einer ProtoSafe-Pressekonferenz angekündigt.<ref>http://www.youtube.com/watch?v=oRVR_W75wRk</ref>
 
Im Gegensatz dazu wurde im Juni 2009 in einem Youtube-Video ein "Prof. Müller" als Fragenbeantworter einer ProtoSafe-Pressekonferenz angekündigt.<ref>http://www.youtube.com/watch?v=oRVR_W75wRk</ref>
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[[image:GSDI1.jpg|(Bild: Dresden-Fernsehen<ref>http://www.dresden-fernsehen.de/default.aspx?ID=6090&showNews=913295</ref>)|left|thumb]]
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[[image:GSDI2.jpg|GSDI-Prozess 2010 (Bild: Dresden-Fernsehen)|left|thumb]]
 
===GSDI-Prozess 2011===
 
===GSDI-Prozess 2011===
[[image:GSDI1.jpg|(Bild: Dresden-Fernsehen<ref>http://www.dresden-fernsehen.de/default.aspx?ID=6090&showNews=913295</ref>)|left|thumb]]
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Die Aktivitäten der GSDI führten im Januar 2011 zu einem Prozess am Landgericht Dresden gegen "Prof. Müller" und weitere drei Angeklagte.<ref>http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2657159</ref><ref>http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/REGIONALES/7565264.php</ref> Diese sollen laut Anklage zwischen 2004 und 2009 mehr als 250&nbsp;Anleger um insgesamt sechs Millionen Euro geprellt haben. Zur Last gelegt werden der illegale Vertrieb von zwei Finanzprodukten, mit denen die GS-Technik finanziert werden sollte ("Anlagebetrug im besonders schweren Fall" und in einem Fall "Beihilfe zum Anlagebetrug"). Die Beschuldigten sollen laut Anklage gewusst haben, dass die Anwendungen nie marktreif waren, und dennoch Traumrenditen und Zinsgarantien versprochen. Zudem behaupteten sie der Anklage zufolge, dass das Geld durch einen Einlagensicherungsfonds abgesichert sei, was aber nicht der Fall war.
[[image:GSDI2.jpg|GSDI-Prozess 2010 (Bild: Dresden-Fernsehen)|thumb]]
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Die Aktivitäten der GSDI führten im Januar 2011 zu einem Prozess am Landgericht Dresden gegen "Prof. Müller" und weitere drei Angeklagte.<ref>http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2657159</ref><ref>http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/REGIONALES/7565264.php</ref> Diese sollen laut Anklage zwischen 2004 und 2009 mehr als 250&nbsp;Anleger um insgesamt sechs Millionen Euro geprellt haben. Zur Last gelegt werden der illegale Vertrieb von zwei Finanzprodukten, mit denen die GS-Technik finanziert werden sollte ("Anlagebetrug im besonders schweren Fall" und in einem Fall "Beihilfe zum Anlagebetrug"). Die Beschuldigten sollen laut Anklage gewusst haben, dass die Anwendungen nie marktreif waren, und dennoch Traumrenditen und Zinsgarantien versprochen. Zudem behaupteten sie der Anklage zufolge, dass das Geld durch einen Einlagensicherungsfonds abgesichert sei, was aber nicht der Fall war. Nach Gesprächen zwischen Gericht, Verteidigung und Staatsanwaltschaft haben zu Prozessbeginn drei der Angeklagten Geständnisse angekündigt. Nur Hartmut Müller bestreitet die Vorwürfe.<ref>http://www.sz-online.de/Nachrichten/Sachsen/Betrug_mit_Gravitationswellen_vor_Gericht/articleid-2659163</ref>
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Nach Gesprächen zwischen Gericht, Verteidigung und Staatsanwaltschaft haben zu Prozessbeginn drei der Angeklagten Geständnisse angekündigt. Nur Hartmut Müller bestritt die Vorwürfe.<ref>http://www.sz-online.de/Nachrichten/Sachsen/Betrug_mit_Gravitationswellen_vor_Gericht/articleid-2659163</ref> Im Februar 2012 wurde er vom Landgericht Dresden zu einer Haftstrafe von vier Jahren und fünf Monaten verurteilt. Seiner Verhaftung hat er sich durch Flucht entzogen. Die drei anderen Angeklagten erhielten Haftstrafen zwischen zwei und vier Jahren-<ref name="mopo11feb2012"/><ref>Der Betrug mit der Gravitation. Sächsische Zeitung online, 11. Februar 2012</ref>
    
==Kooperationen, Querverbindungen und GS in den Medien==
 
==Kooperationen, Querverbindungen und GS in den Medien==
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