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'''Klinoptilolith''' (Klinoptilolith-Zeolith, englisch: Clinoptilolite) ist die Sammelbezeichnung für eine Gruppe nicht näher spezifizierter Minerale aus der Gruppe der [[Zeolith]]e (aus dem griechischen zeein für „sieden“ und lithos für „Stein“), die als [[Nahrungsergänzungsmittel]] zu hohen Preisen beworben werden. Zeolithe bestehen aus einer mikroporösen Gerüststruktur aus AlO<sub>4</sub>-- und SiO<sub>4</sub>-Tetraedern, sie können Wasser und andere niedermolekulare Stoffe aufnehmen und beim Erhitzen wieder abgeben, ohne dass ihre Kristallstruktur dabei zerstört wird.  
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'''Klinoptilolith''' (Klinoptilolith-Zeolith, englisch: Clinoptilolite) ist die Sammelbezeichnung für eine Gruppe nicht näher spezifizierter Minerale aus der Gruppe der [[Zeolith]]e (aus dem griechischen zeein für „sieden“ und lithos für „Stein“), die als [[Nahrungsergänzungsmittel]] zu hohen Preisen beworben werden, obwohl beispielsweise in Deutschland Zeolith nicht als Nahrungsergänzungsmittel verkauft werden darf. Zeolithe bestehen aus einer mikroporösen Gerüststruktur aus AlO<sub>4</sub>-- und SiO<sub>4</sub>-Tetraedern, sie können Wasser und andere niedermolekulare Stoffe aufnehmen und beim Erhitzen wieder abgeben, ohne dass ihre Kristallstruktur dabei zerstört wird.  
    
Zeolithe sind resistent gegenüber Säuren und Laugen und thermisch stabil bis 450 °C. Das Mineral ist nicht wasserlöslich.
 
Zeolithe sind resistent gegenüber Säuren und Laugen und thermisch stabil bis 450 °C. Das Mineral ist nicht wasserlöslich.
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Zeolith ist in Japan seit 1996 als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen. Klinoptilolith ist seit Jahren in Russland als Nahrungsergänzungsmittel verbreitet. Weltweit wurden etwa 40&nbsp;Patente mit Bezug auf Zeolithe angemeldet.
 
Zeolith ist in Japan seit 1996 als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen. Klinoptilolith ist seit Jahren in Russland als Nahrungsergänzungsmittel verbreitet. Weltweit wurden etwa 40&nbsp;Patente mit Bezug auf Zeolithe angemeldet.
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Als Nahrungsergänzungsmittel ist Klinoptilolith nach der Novel-Food-Verordnung nicht zugelassen. Klinoptilolith wurde im Dezember 2011 vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) unter der Schnellwarnungsnummer „2011/1849“ als nicht zugelassene neuartige Lebensmittelzutat in Nahrungsergänzungsmitteln erfasst.
 
==Vorkommen==
 
==Vorkommen==
 
Klinoptilolith bildet sich durch chemische Wandlung aus vulkanischen Ablagerungen wie Tuffen oder vulkanischen Gläsern. Es kann sich auch als Mineral in vulkanischen Hohlräumen bilden, dies macht aber nur einen Bruchteil der in Lagerstätten nutzbaren Vorkommen aus.
 
Klinoptilolith bildet sich durch chemische Wandlung aus vulkanischen Ablagerungen wie Tuffen oder vulkanischen Gläsern. Es kann sich auch als Mineral in vulkanischen Hohlräumen bilden, dies macht aber nur einen Bruchteil der in Lagerstätten nutzbaren Vorkommen aus.
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