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==Geschichte==
 
==Geschichte==
Von verschiedenen Anbietern wird behauptet, dass die Herkunft von Kombucha ungeklärt sei. Angeblich berichtet eine Sage, dass zur Zeit der Tsin-Dynastie (ca. 220 v. u. Z.) in China ein göttlicher Wunderpilz mit dem Namen 'Ling-Tsche' verehrt worden sei, in welchem man das Mittel zur Unsterblichkeit gefunden zu haben glaubte. Ein koreanischer Wanderarzt namens Kombu soll dann nach Japan berufen worden sein und dort den Kaiser Inkyo mit 'göttlichem Tsche' von chronischen Magenbeschwerden geheilt haben. Seit dieser Zeit würde das Heilgetränk 'Tscha des Kombu' oder kurz Kombucha genannt.
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Verschiedene Anbieter behaupten, dass die Herkunft von Kombucha ungeklärt sei. Angeblich berichtet eine Sage, dass zur Zeit der Tsin-Dynastie (ca. 220 v.u.Z.) in China ein göttlicher Wunderpilz mit dem Namen 'Ling-Tsche' verehrt worden sei, in welchem man das Mittel zur Unsterblichkeit gefunden zu haben glaubte. Ein koreanischer Wanderarzt namens Kombu soll nach Japan berufen worden sein und dort den Kaiser Inkyo mit 'göttlichem Tsche' von chronischen Magenbeschwerden geheilt haben. Seit dieser Zeit werde das Heilgetränk 'Tscha des Kombu' oder kurz Kombucha genannt.
 
   
 
   
Diese Geschichte dürfte frei erfunden sein. Der in den USA (St. Louis) lebende japanische Gynäkologe Yasuo Ishida erklärt den Namen 'Kombucha' wie folgt: Kombu steht für den Riementang, einer Braunalge, der an den Küsten Japans vorkommt. Cha ist ebenfalls japanisch und bedeutet 'Tee'. Kombucha ist die japanische Bezeichnung für einen bestimmten Seetangtee. Das Pulver aus diesem Tang enthält Mineralien, Jod, Tannin und Coffein und wird mit heißem Wasser zubereitet.<ref>Ishida Y: Kombucha. Med J Aust 170: 454, 1999</ref>.
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Diese Geschichte dürfte frei erfunden sein. Der in den USA (St. Louis) lebende japanische Gynäkologe Yasuo Ishida erklärt den Namen 'Kombucha' wie folgt: Kombu steht für den Riementang, eine Braunalge, die an den Küsten Japans vorkommt. Cha ist ebenfalls japanisch und bedeutet 'Tee'. Kombucha ist die japanische Bezeichnung für einen bestimmten Seetangtee. Das Pulver aus diesem Tang enthält Mineralien, Jod, Tannin und Coffein und wird mit heißem Wasser zubereitet.<ref>Ishida Y: Kombucha. Med J Aust 170: 454, 1999</ref>.
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Andere Anbieter behaupten, Kombucha ist ein „jahrhundertealtes russisches Gesundheitselixier“.
   
   
 
   
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Andere Anbieter behaupten, Kombucha sei ein „jahrhundertealtes russisches Gesundheitselixier“.
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==Sklenars Wundermittel gegen Krebs==
 
==Sklenars Wundermittel gegen Krebs==
 
In Deutschland entwickelte der Arzt Rudolf Sklenar aus Lich in Oberhessen (1912 in Kallich im Erzgebirge geboren) in den frühen 1960er Jahren eine 'biologische Krebstherapie', deren Hauptbestandteil ein sogenannter Teepilz namens Kombucha war, den er während des II. Weltkrieges in Russland kennengelernt haben wollte. Nach Mitteilungen in einem Vorwort von Rosina Fasching, der Nichte und Schülerin Sklenars, beschrieb dieser seine Therapievorstellungen bei Krebs u.a. mit den Worten: 'Meine Methoden der Früherkennung von Krebs und Präkanzerosen mit Hilfe von Irisdiagnostik und Blutfärbung sowie meine erarbeiteten Behandlungsmethoden sollen jenen zu Hilfe kommen, die Krebs nach wie vor mit unsäglichem Leid, Schmerz und unweigerlichem Tod verbinden'. Sklenar meinte, "''dass die Geschwülste nur als eine unter vielen chronischen Stoffwechselkrankheiten zu betrachten sind''". Die Schweizer Krebsliga machte bereits 1990 darauf aufmerksam, dass keine Beweise dafür vorhanden seien, dass Kombucha nach Dr. Sklenar eine Wirkung gegen Krebs beim Menschen habe<ref>Hauser SP: Dokumentation Nr. 18: Teepilz Kombucha nach Dr. med. Sklenar - eine biologische Krebstherapie. Schweiz Rundsch Med Prax, 27, 243-246, 1990</ref>.
 
In Deutschland entwickelte der Arzt Rudolf Sklenar aus Lich in Oberhessen (1912 in Kallich im Erzgebirge geboren) in den frühen 1960er Jahren eine 'biologische Krebstherapie', deren Hauptbestandteil ein sogenannter Teepilz namens Kombucha war, den er während des II. Weltkrieges in Russland kennengelernt haben wollte. Nach Mitteilungen in einem Vorwort von Rosina Fasching, der Nichte und Schülerin Sklenars, beschrieb dieser seine Therapievorstellungen bei Krebs u.a. mit den Worten: 'Meine Methoden der Früherkennung von Krebs und Präkanzerosen mit Hilfe von Irisdiagnostik und Blutfärbung sowie meine erarbeiteten Behandlungsmethoden sollen jenen zu Hilfe kommen, die Krebs nach wie vor mit unsäglichem Leid, Schmerz und unweigerlichem Tod verbinden'. Sklenar meinte, "''dass die Geschwülste nur als eine unter vielen chronischen Stoffwechselkrankheiten zu betrachten sind''". Die Schweizer Krebsliga machte bereits 1990 darauf aufmerksam, dass keine Beweise dafür vorhanden seien, dass Kombucha nach Dr. Sklenar eine Wirkung gegen Krebs beim Menschen habe<ref>Hauser SP: Dokumentation Nr. 18: Teepilz Kombucha nach Dr. med. Sklenar - eine biologische Krebstherapie. Schweiz Rundsch Med Prax, 27, 243-246, 1990</ref>.
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