Remedy Maker: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Remedy Maker''' ist die Bezeichnung für eine Klasse von [[Radionik]]-Geräten, mit denen sich [[Homöopathie|homöopathische]] Präparate aller Art herstellen und auch kopieren lassen sollen. Sie werden vor allem im englischsprachigen Raum zu Preisen ab etwa 300 Euro angeboten.
 
'''Remedy Maker''' ist die Bezeichnung für eine Klasse von [[Radionik]]-Geräten, mit denen sich [[Homöopathie|homöopathische]] Präparate aller Art herstellen und auch kopieren lassen sollen. Sie werden vor allem im englischsprachigen Raum zu Preisen ab etwa 300 Euro angeboten.
  
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==Ähnliche Geräte==
 
==Ähnliche Geräte==
Ähnliche Funktionen wie beim Remedy Maker werden auch für viele Geräte zur [[Elektroakupunktur nach Voll]] oder zur [[Bioresonanz]]therapie versprochen. Die zugrunde liegenden Vorstellungen oder Erklärungsversuche weichen teilweise von der klassischen Radionik ab, indem behauptet wird, dass tatsächlich elektrische oder magnetische Wechselfelder von den Probesubstanzen abgegriffen und den zu "informierenden" Substanzen zugeführt werden. Entsprechende Geräte enthalten demzufolge elektronische Verstärkerschaltungen, ohne das indes klar ist, was eigentlich verstärkt und verarbeitet wird. Das Konzept ist völlig unplausibel; für die Existenz solcher Signale gibt es keinerlei wissenschaftlichen Beleg und somit erst recht nicht für die naive Vorstellung, man könne diese Signale anderen Substanzen zuführen und damit deren Eigenschaften verändern.  
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Ähnliche Funktionen wie beim Remedy Maker werden auch für viele Geräte zur [[Elektroakupunktur nach Voll]] oder zur [[Bioresonanz]]therapie versprochen. Die zugrunde liegenden Vorstellungen oder Erklärungsversuche weichen teilweise von der klassischen Radionik ab, indem behauptet wird, dass tatsächlich elektrische oder magnetische Wechselfelder von den Probesubstanzen abgegriffen und den zu "informierenden" Substanzen zugeführt werden. Entsprechende Geräte enthalten demzufolge elektronische Verstärkerschaltungen, ohne dass jedoch klar ist, was eigentlich verstärkt und verarbeitet wird. Das Konzept ist jedoch trotz [[Pseudowissenschaft|vorgeblich wissenschaftlicherer]] Argumentation genau so unplausibel wie die mehr esoterische Radionik; für die Existenz solcher Signale gibt es keinerlei wissenschaftlichen Beleg und somit erst recht nicht für die naive Vorstellung, man könne diese Signale anderen Substanzen zuführen und ihnen damit positive Eigenschaften verleihen.  
  
Zu nennen ist beispielsweise das [[Wave Transfer]] von [[Wolfgang Ludwig]]; der Frequenzbereich der vermeintlichen Signale soll dabei zwischen 1 Hz und 200 kHz liegen. Dem Wave Transfer recht ähnlich ist eine Variante der Firma [[Rayonex]]. Der Erfinder der [[Vitalfeldtherapie]], Siegfried Kiontke, hat versucht, eine entsprechende Anordnung patentieren zu lassen, wobei die Signale von und zu den Substanzen mit spiralförmigen Antennen als magnetische Wechselfelder übertragen werden sollten.<ref>DE 19752934 A1: Gerät zum Aufschwingen physiologischer Signale auf einen Trägerstoff. Anmelder/Inhaber/Erfinder: Kiontke, Siegfried, Dr. Anmeldedatum: 28.11.1997. Verfahren erloschen: 02.06.2004</ref> Esoterik-Autor [[Dieter Broers]] will ein ähnliches elektronisches Gerät erfunden haben, um die Merkmale eines Medikaments auf Wasser zu übertragen; wozu ein hochfrequentes Signal von 150&nbsp;MHz dienen sollte.<ref>Offenlegungsschrift DE 19520942 A1: Verfahren zur Herstellung eines Arzneimittels. Erfinder: Broers, Dieter, Dr. Anmeldedatum: 02.06.1995. Verfahren erloschen: 04.06.2002</ref> Ein vergleichsweise einfach aufgebautes Gerät ist das "Nosofax", das zum Kopieren von [[Nosoden]] dienen soll.<ref>Hans-Peter Schabert, Friedrich-Bauer-Str. 28, 91058 Erlangen, www.nosofax.de</ref><ref>Offenlegungsschrift DE 10347195 A1: Verstärker für medizinisch relevante elektromagnetische Information in wässrigen Substraten. Anmelder: Schabert, Hans-Peter. Anmeldedatum: 10.10.2003. Verfahren erloschen: 05.11.2011</ref> Eine Rolle spielt die Vorstellung elektrischer Signale aus Substanzen auch beim Gerät EVA 3000 der Firma [[Horisan]].
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Zu nennen ist beispielsweise das [[Wave Transfer]] von [[Wolfgang Ludwig]]; der Frequenzbereich der vermeintlichen Signale soll dabei zwischen 1&nbsp;Hz und 200&nbsp;kHz liegen. Dem Wave Transfer recht ähnlich ist eine Variante der Firma [[Rayonex]]. Der Erfinder der [[Vitalfeldtherapie]], [[Siegfried Kiontke]], hat versucht, eine entsprechende Anordnung patentieren zu lassen, wobei die Signale von und zu den Substanzen mit spiralförmigen Antennen als magnetische Wechselfelder übertragen werden sollten.<ref>DE 19752934 A1: Gerät zum Aufschwingen physiologischer Signale auf einen Trägerstoff. Anmelder/Inhaber/Erfinder: Kiontke, Siegfried, Dr. Anmeldedatum: 28.11.1997. Verfahren erloschen: 02.06.2004</ref> Esoterik-Autor [[Dieter Broers]] will ein elektronisches Gerät erfunden haben, um die Merkmale eines Medikaments auf Wasser zu übertragen, wozu ein hochfrequentes Signal von 150&nbsp;MHz dienen sollte.<ref>Offenlegungsschrift DE 19520942 A1: Verfahren zur Herstellung eines Arzneimittels. Erfinder: Broers, Dieter, Dr. Anmeldedatum: 02.06.1995. Verfahren erloschen: 04.06.2002</ref> Ein vergleichsweise einfach aufgebautes Gerät ist das "Nosofax", das zum Kopieren von [[Nosoden]] dienen soll.<ref>Hans-Peter Schabert, Friedrich-Bauer-Str. 28, 91058 Erlangen, www.nosofax.de</ref><ref>Offenlegungsschrift DE 10347195 A1: Verstärker für medizinisch relevante elektromagnetische Information in wässrigen Substraten. Anmelder: Schabert, Hans-Peter. Anmeldedatum: 10.10.2003. Verfahren erloschen: 05.11.2011</ref> Eine Rolle spielt die Vorstellung elektrischer Signale aus Substanzen auch beim Gerät EVA 3000 der Firma [[Horisan]].
  
 
==Quellen==
 
==Quellen==

Aktuelle Version vom 3. Februar 2024, 00:50 Uhr

Remedy Maker mit radionischer Rateneinstellung
Moderneres Gerät, mit extern angeschlossener "Imprinting Plate"[1]
Sprachgesteuerter Remedy Maker[2]
Design eines Konstrukteurs aus Serbien[3]

Remedy Maker ist die Bezeichnung für eine Klasse von Radionik-Geräten, mit denen sich homöopathische Präparate aller Art herstellen und auch kopieren lassen sollen. Sie werden vor allem im englischsprachigen Raum zu Preisen ab etwa 300 Euro angeboten.

Aufbau

Wesentliches Element der meisten Geräte sind zwei Flächen oder Vertiefungen. Die eine dient zur Aufnahme des homöopathischen Musterpräparates oder einer "Probe" des Patienten. Das können Haare, Blut, Urin oder eine Zigarette sein, aber auch Substanzen wie z.B. Pollen, gegen die ein "Gegenmittel" hergestellt werden soll. In die andere Vertiefung wird eine Flasche mit einem Lösungsmittel (Wasser, Alkohol) gestellt. Auf Knopfdruck sollen dann "Informationen" oder "Schwingungen" oder "Energiemuster" von der Originalsubstanz auf das Lösungsmittel übertragen werden, welches dadurch zum gewünschten Arzneimittel (engl.: remedy) werde.

Soweit entspricht der Aufbau den üblichen funktionslosen Pseudogeräten der Radionik. Einige Modelle haben auch Drehknöpfe zum Einstellen der radionischen "Raten" (siehe: Aufbau von Radionik-Geräten) und zur Vorwahl der homöopathischen Potenz. Viele Remedy Maker haben aber sehr wenige Bedienungselemente, oft nur ein oder zwei Schalter. Es werden verschiedene Wundereigenschaften versprochen (neben dem an sich schon absurden Verfahren zur Herstellung von Medikamenten). Ein Hersteller etwa bietet einen besonders einfach zu handhabenden "Voice Programmed Remedy Maker" an, der die gewünschte Arznei herstellen soll, nachdem man deren Namen in ein eingebautes Mikrofon gesprochen hat. Statt der Bezeichnung des Präparates könne man auch die Beschwerden selbst benennen, also z.B. "Schmerzen im Bein". Die Sprache, in der das geschieht, spiele keine Rolle. Ein anderer Anbieter wirbt mit einem "lock feature", das auf Knopfdruck verhindern soll, dass die hergestellten Arzneien ihre "Energie" verlieren, was sonst beispielsweise passieren könne, wenn sie in die Nähe eines Strichcode-Lesers gelangen.

Ähnliche Geräte

Ähnliche Funktionen wie beim Remedy Maker werden auch für viele Geräte zur Elektroakupunktur nach Voll oder zur Bioresonanztherapie versprochen. Die zugrunde liegenden Vorstellungen oder Erklärungsversuche weichen teilweise von der klassischen Radionik ab, indem behauptet wird, dass tatsächlich elektrische oder magnetische Wechselfelder von den Probesubstanzen abgegriffen und den zu "informierenden" Substanzen zugeführt werden. Entsprechende Geräte enthalten demzufolge elektronische Verstärkerschaltungen, ohne dass jedoch klar ist, was eigentlich verstärkt und verarbeitet wird. Das Konzept ist jedoch trotz vorgeblich wissenschaftlicherer Argumentation genau so unplausibel wie die mehr esoterische Radionik; für die Existenz solcher Signale gibt es keinerlei wissenschaftlichen Beleg und somit erst recht nicht für die naive Vorstellung, man könne diese Signale anderen Substanzen zuführen und ihnen damit positive Eigenschaften verleihen.

Zu nennen ist beispielsweise das Wave Transfer von Wolfgang Ludwig; der Frequenzbereich der vermeintlichen Signale soll dabei zwischen 1 Hz und 200 kHz liegen. Dem Wave Transfer recht ähnlich ist eine Variante der Firma Rayonex. Der Erfinder der Vitalfeldtherapie, Siegfried Kiontke, hat versucht, eine entsprechende Anordnung patentieren zu lassen, wobei die Signale von und zu den Substanzen mit spiralförmigen Antennen als magnetische Wechselfelder übertragen werden sollten.[4] Esoterik-Autor Dieter Broers will ein elektronisches Gerät erfunden haben, um die Merkmale eines Medikaments auf Wasser zu übertragen, wozu ein hochfrequentes Signal von 150 MHz dienen sollte.[5] Ein vergleichsweise einfach aufgebautes Gerät ist das "Nosofax", das zum Kopieren von Nosoden dienen soll.[6][7] Eine Rolle spielt die Vorstellung elektrischer Signale aus Substanzen auch beim Gerät EVA 3000 der Firma Horisan.

Quellen

  1. EMR Labs, LLC; Colorado, USA. www.quantumbalancing.com
  2. http://www.remedydevices.com
  3. http://remedymaker.net/
  4. DE 19752934 A1: Gerät zum Aufschwingen physiologischer Signale auf einen Trägerstoff. Anmelder/Inhaber/Erfinder: Kiontke, Siegfried, Dr. Anmeldedatum: 28.11.1997. Verfahren erloschen: 02.06.2004
  5. Offenlegungsschrift DE 19520942 A1: Verfahren zur Herstellung eines Arzneimittels. Erfinder: Broers, Dieter, Dr. Anmeldedatum: 02.06.1995. Verfahren erloschen: 04.06.2002
  6. Hans-Peter Schabert, Friedrich-Bauer-Str. 28, 91058 Erlangen, www.nosofax.de
  7. Offenlegungsschrift DE 10347195 A1: Verstärker für medizinisch relevante elektromagnetische Information in wässrigen Substraten. Anmelder: Schabert, Hans-Peter. Anmeldedatum: 10.10.2003. Verfahren erloschen: 05.11.2011