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* [[Urintherapie]]
 
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* [[Zungendiagnostik]] und angelehnte Verfahren
 
* [[Zungendiagnostik]] und angelehnte Verfahren
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==Pseudomedizinische Phytotherapie mit geschützten Pflanzenarten==
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Viele Methoden verwenden Wirkstoffe pflanzlicher Herkunft. Unter den Pflanzen sind auch etwa 350 geschützte Pflanzenarten zu finden. Beispiele sind:
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* [[Hoodia]] spp.
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* Afrikanisches Stinkholz (Prunus africana, syn.Pygeum africanum). Handel verboten
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* Indische Kostuswurzel (Saussurea costus, syn. S. lappa)
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* Arnika
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* Kanadische Gelbwurz
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* Adonisröschen
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Ein Handel mit diesen Pflanzen oder mit Präparaten daraus ist nur unter besonderer Kontrolle der Organisation CITES erlaubt.
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Durch intensiven Abbau sind für die kommerzielle internationale Nutzung viele Pflanzenarten so rücksichtslos ausgebeutet worden, dass sie heute vom Aussterben bedroht sind <ref>http://www.wwf.at/functions/php/force_download.php?download=512</ref>. Gleichzeitig ist der Wirksamkeitsnachweis oftmals schwach oder nicht existent <ref>http://dcscience.net/?p=169</ref>.
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==Pseudomedizin und Tierschutz==
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[[image:bär.jpg|Gefangen gehaltene Asiatische Schwarzbären zur Gewinnung von Galle|left|thumb]]
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[[image:dead_tiger.jpg|300px|Tigerkadaver zur Gewinnung von Wirkstoffen|thumb]]Einige Mittel, die bei pseudomedizinischen Verfahren (insbesondere fernöstlicher Herkunft) verwendet werden, stammen aus der Jagd nach Tieren, die entweder vom Aussterben bedroht oder auf andere Weise gesetzlich geschützt sind.
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Verwendet werden beispielsweise Tigerknochen oder Rhinozeroshörner zur angestrebten Potenzsteigerung. Die Wilderei an diesen Arten, auch wegen der zugeschriebenen Wirkung der aus ihnen gewonnenen Mittel, gefährdet viele Arten zusätzlich auf sinnlose Weise. Ein weiteres Beispiel ist der massenhafte Fang von Seepferdchen oder Haien zur Gewinnung von [[Haiknorpel]] zu "medizinischen" Zwecken, wodurch einige Arten bereits vom Aussterben bedroht sind.
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Noch immer wird die [[Ursodeoxycholsäure]], ein Mittel der [[TCM|Traditionellen Chinesischen Medizin]] aus der Galle von lebenden asiatischen Schwarzbären gewonnen, denen zu diesen Zwecken eine Dauerkanüle verlegt wird, um die Tiere täglich "anzuzapfen". Dies bedeutet für die in engen Käfigen in sogenannten Bärenfarmen gehaltenen Tiere eine unvorstellbare Tierquälerei. Die medizinisch bei Lebererkrankungen wirksame Substanz Ursodeoxycholsäure kann dagegen seit längerer Zeit rein synthetisch hergestellt werden. Dennoch bevorzugen viele Abnehmer die tierisch gewonnene Variante.
    
==Literatur==
 
==Literatur==
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* Martin Lambeck: Irrt die Physik? Über alternative Medizin und Esoterik, Beck Verlag 2003
 
* Martin Lambeck: Irrt die Physik? Über alternative Medizin und Esoterik, Beck Verlag 2003
 
* Simon Singh, Edzard Ernst: Trick or Treatment: The Undeniable Facts about Alternative Medicine. Random House 2008
 
* Simon Singh, Edzard Ernst: Trick or Treatment: The Undeniable Facts about Alternative Medicine. Random House 2008
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Siehe auch: [[Alternativmedizin#Literatur|Literaturhinweise im Artikel Alternativmedizin]]
    
==Weblinks==
 
==Weblinks==
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