Mondkalender

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Der Mondkalender ist ein in der Astrologie verwendeter Kalender, der eine Kombination aus einem Lunarkalender mit einem Interpretationssystem darstellt und eine Art Zeitplan vorgibt, bestimmte Tätigkeiten stets zur "richtigen Zeit", d.h. abhängig von einer "günstigen" Mondperiode, zu erledigen.

Land- und Forstbauliche Mondkalender

Schon seit Jahrhunderten finden bestimmte Mondperioden (zu- und abnehmend, auf- und absteigend) bei land- und forstwirtschaftlichen Arbeiten Beachtung. Die Wurzeln des agrarischen lunaren Kalenders liegen in mittelalterlichen Bauernkalendern, die an alten Lunarkalendern orientiert waren.

Abhängig vom jeweiligen Volksglauben oder Astrologischer Schule sollen ganz bestimmte Mondperioden für das Pflanzenwachstum relevant sein. Beispiele für angebliche Zusammenhänge zwischen astrologischen Konzepten und Land - oder Forstwirtschaft:

  • Das Ernten und Einlagern von Getreide soll bei abnehmendem Mond geschehen. Das Getreide sei dann haltbarer und nicht so anfällig für Käfer- und Schimmelbefall. Die Aussaat von Halmfrüchten (Getreide) solle dagegen bei zunehmendem Mond erfolgen, und zwar bevorzugt dann, wenn der Mond in einem Feuerzeichen (Fruchtzeichen) stehe. Dies ermögliche rasches und sicheres Auflaufen, schnellen Bodenschluss und dadurch verringerte Erosionsanfälligkeit. (Andere Quellen verweisen in diesem Zusammenhang auf den auf- bzw. absteigenden Mond.)
  • Es wird behauptet, Holz, das die ersten 8 Tage nach dem Dezember-Neumond im Tierkreiszeichen Wassermann (Sternbild) geschlagen wird, habe besonders günstige Eigenschaften, die es als Bauholz besonders geeignet machen sollen.

Verwendungen des Mondkalenders in der Astrologie

Neben der ursprünglichen Verwendung im agrarischen Bereich, werden heute astrologisch orientierte Mondkalender in unterschiedlichen Lebensbereichen benutzt, die günstige Zeitpunkte benennen, wann z.B. Haare und Nägel geschnitten werden sollen, oder wann ist der beste Termin für geschäftliche Entscheidungen, Feiern oder magische Rituale sei. Die unterschiedlichen Interpretationssysteme, die in Mondkalendern verwendet werden, lassen einen breiten Spielraum für widersprüchliche, persönlich gefärbte und wissenschaftlich nicht belegte Aussagen.

Einer der verschiedenen Mondkalender wurde der Österreicherin Johanna Paungger (geb. 1954) erfunden. Mit ihrer Zuordnung alltäglicher Handlungen, vom Haareschneiden bis zum Zahnarztbesuch und Operationen zu Mondphasen hat sie als Autorin enstprechender Ratgeber großen Erfolg.

In einer wissenschaftlichen Studie zum Thema "Moduliert der Mond die perioperative Blutungsgefahr und andere Komplikationsrisiken im Umfeld von chirurgischen Eingriffen?" untersuchten der Soziologe Edgar Wunder und der österreichische Chirurg Michael Schardtmüller die Stichhaltigkeit dieser These. Dazu wurde u.a. bei 228 Patienten, die Knie- und Hüftoperationen unterzogen wurden, mit statistischen Verfahren nach einer eventuellen Bedeutung der Mondphase gesucht. Im Ergebnis wurde festgestellt, dass der Mond für den Operationserfolg irrelevant ist. Wer wie Paungger und Poppe derartige Behauptungen über für Operationen angeblich "ungünstige" Mondphasen verbreitet, verunsichert Patienten, die ohnehin vor belastenden medizinischen Eingriffen stehen, unnötigerweise zusätzlich.[1]

Ebenso wurden in zahlreichen Studien die Einflüsse des Mondes auf das Alltgasleben des Menschen widerlegt.[2]

Rolle des Mondkalenders in der Anthroposophie

Quellenverzeichnis

Siehe auch