Klaus Schustereder mit Heilpraktikerin Sabine Linek, der Sanazon-Erfinderin
MMS: Klaus Schustereder bei Nexworld

Klaus Schustereder (geb. 1973) ist ein österreichischer Arzt. Er macht überregional durch seine propagandistischen Aktivitäten und Menschenversuche mit dem Scharlataneriemittel MMS auf sich aufmerksam. MMS ist nicht als Arzneimittel zugelassen und zahlreiche Gesundheitsbehörden weltweit warnen vor unerlaubter Anwendung beim Menschen.

Schustereder ist Autor eines Nachworts des Werks "MMS - Der Durchbruch".

Offensichtlich ist Klaus Schustereder auch Anwender von Scenar-Geräten.[1]

Hinweis: mehrere Quellen im Internet in englischer oder spanischer Sprache berichten über eine Aktivität eines MMS-anwendenden Arztes namens Dr. Klaus Schustereder, der nicht aus Österreich stamme, sondern aus der Schweiz und Menschenversuche mit MMS bei AIDS-Kranken durchgeführt habe.

Schustereder als Anwender von MMS bei Infektionskrankheiten

Laut einem MMS-werbend gehaltenen Artikel in der Alternativmedizinzeitschrift Nexus soll Schustereder in Zentralafrika Versuche mit MMS an Menschen durchgeführt haben. Scenar-Anwender Schustereder wird dabei als Leiter des Krankenhauses von Baboua in der Zentralafrikanischen Republik angegeben, der dort tatsächlich von 2005-2007 tätig war. Finanziert wurde der Aufenthalt vom Evangelisch-Lutherischen Missionswerk Niedersachsen.[2]

In Baboua machte Schustereder Versuche bei AIDS-kranken Afrikanern mit dem homöopathischen Mittel PC1 von Peter Chappell. Er veröffentlichte zu seinen Versuchen auch einen Artikel in der Allgemeinen Homöopathischen Zeitung (Haug-Verlag) mit dem Titel "PC 1 als homöopathische Arznei bei AIDS - Erfahrungen aus der staatlichen Klinik Baboua in Zentralafrika".[3]. Im abstract heißt es:

..Bericht über den klinischen Einsatz und Erfolg der homöopathischen Arznei PC 1 bei AIDS-Patienten in Zentralafrika. Die soziokulturellen Hintergründe einer Erkrankung wie HIV in Afrika werden untersucht und die daraus resultierenden Schwierigkeiten in der Behandlung reflektiert..

Nach seiner Rückkehr nach Europa will Schustereder das Bleichmittel-Produkt MMS kennengelernt haben und "spontan" für eine kurze Zeit nach Baboua zurückgekehrt sein, um dort das nicht als arzneimittel zugelassene MMS an zehn AIDS-Kranken auszuprobieren. Dabei sei auch ein Kameramann namens Christian Köhlert in Baboua zugegen gewesen. Nach dem NEXUS-Bericht soll der Kameramann und Medizinlaie selbst als Wunderheiler gewirkt haben: "Christian Köhlert behandelte seinerseits Leute gegen Malaria mit MMS, die alle am nächsten Tag gesund waren."

Quellennachweise

  1. Dr. Klaus Schustereder, Passau:
    "Einer meiner ersten Patienten, die ich mit SCENAR behandelt habe, war ein ca. 40-jähriger Mann mit operationswürdigem Diskusprolaps. Ich selbst hatte nicht viel Hoffnung bei diesem Fall. Die Erfahrung belehrte mich jedoch eines Besseren. Der Mann musste nicht operiert werden und in einem Verlaufs-MRI war eine Normalisierung der anatomischen Verhältnisse erkennbar. Ich habe seither viele Fälle erlebt, bei denen es zu einer Normalisierung von pathologischen Befunden oder Strukturen gekommen ist."
    Quelle: http://www.scenarshop-beam.com/index.php?main_page=experience
  2. http://www.uni-passau.de/local-heroes/artikel/dr-schustereder-klaus/
  3. Klaus Schustereder, "PC 1 als homöopathische Arznei bei AIDS - Erfahrungen aus der staatlichen Klinik Baboua in Zentralafrika", Allgemeine Homöopathische Zeitung (AHZ), 2007, 252(3), Seiten 109-118. DOI: 10.1055/s-2007-968098