Klaus Schustereder

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Klaus Schustereder mit Heilpraktikerin Sabine Linek, der Sanazon-Erfinderin
MMS: Klaus Schustereder bei Nexworld

Klaus Schustereder (geb. 13. Juni 1973 in Suden) ist ein österreichischer Arzt. Er macht überregional durch seine propagandistischen Aktivitäten und Menschenversuche mit dem Scharlataneriemittel MMS auf sich aufmerksam. MMS ist nicht als Arzneimittel zugelassen und zahlreiche Gesundheitsbehörden weltweit warnen vor unerlaubter Anwendung beim Menschen.

Klaus Schustereder besuchte nach der Grundschule die Handelsakademie in Schärding. Der erste Berufswunsch soll Musiker gewesen sein. Während der Bundesheerzeit war er bei der Militärmusik. Anschließend absolvierte er zwei Semester Konzertfach Posaune am Brucknerkonservatorium, ehe er nach Wien wechselte, um dort Humanmedizin zu studieren.

Schustereder ist Autor eines Nachworts des Werks "MMS - Der Durchbruch".

Offensichtlich ist Klaus Schustereder auch Anwender von Scenar-Geräten.[1]

Hinweis: mehrere Quellen im Internet in englischer oder spanischer Sprache berichten über eine Aktivität eines MMS-anwendenden Arztes namens Dr. Klaus Schustereder, der nicht aus Österreich stamme, sondern aus der Schweiz und Menschenversuche mit MMS bei AIDS-Kranken durchgeführt habe.

Schustereder als Anwender von MMS bei Infektionskrankheiten

Laut einem MMS-werbend gehaltenen Artikel in der Alternativmedizinzeitschrift Nexus soll Schustereder in Zentralafrika Versuche mit MMS an Menschen durchgeführt haben. Schustereder wird dabei als Leiter des Krankenhauses von Baboua in der Zentralafrikanischen Republik angegeben und war dort tatsächlich von 2005-2007 tätig. Finanziert wurde der Aufenthalt vom Evangelisch-Lutherischen Missionswerk Niedersachsen.[2]

In Baboua unternahm Schustereder auch Versuche bei AIDS-kranken Afrikanern mit dem homöopathischen Mittel PC1 von Peter Chappell. Er veröffentlichte zu seinen Versuchen einen Artikel in der Allgemeinen Homöopathischen Zeitung (Haug-Verlag) mit dem Titel "PC 1 als homöopathische Arznei bei AIDS - Erfahrungen aus der staatlichen Klinik Baboua in Zentralafrika".[3]. Im abstract heißt es:

Bericht über den klinischen Einsatz und Erfolg der homöopathischen Arznei PC 1 bei AIDS-Patienten in Zentralafrika. Die soziokulturellen Hintergründe einer Erkrankung wie HIV in Afrika werden untersucht und die daraus resultierenden Schwierigkeiten in der Behandlung reflektiert.

Nach seiner Rückkehr nach Europa will Schustereder das Bleichmittel-Produkt MMS kennengelernt haben und "spontan" für eine kurze Zeit nach Baboua zurückgekehrt sein, um dort das nicht als Arzneimittel zugelassene MMS an zehn AIDS-Kranken auszuprobieren. In einem Bericht von ihm ist zu lesen, dass es unter der experimentellen Behandlung nach MMS-Gabe zu Übelkeit und Erbrechen gekommen sei.[4]Dabei sei auch ein deutscher Kameramann namens Christian Köhlert in Baboua zugegen gewesen. Nach dem NEXUS-Bericht soll der Kameramann und Medizinlaie selbst als Wunderheiler gewirkt haben: "Christian Köhlert behandelte seinerseits Leute gegen Malaria mit MMS, die alle am nächsten Tag gesund waren."

Ein Video, in dem Schustereder über seinen experimentellen MMS-Anwendungen bei AIDS-Kranken in Afrika berichtet, ist inzwischen nicht mehr bei Vimeo zu sehen. Es wurde entfernt.[5]

Quellennachweise

  1. Dr. Klaus Schustereder, Passau:
    "Einer meiner ersten Patienten, die ich mit SCENAR behandelt habe, war ein ca. 40-jähriger Mann mit operationswürdigem Diskusprolaps. Ich selbst hatte nicht viel Hoffnung bei diesem Fall. Die Erfahrung belehrte mich jedoch eines Besseren. Der Mann musste nicht operiert werden und in einem Verlaufs-MRI war eine Normalisierung der anatomischen Verhältnisse erkennbar. Ich habe seither viele Fälle erlebt, bei denen es zu einer Normalisierung von pathologischen Befunden oder Strukturen gekommen ist."
    Quelle: http://www.scenarshop-beam.com/index.php?main_page=experience
  2. http://www.uni-passau.de/local-heroes/artikel/dr-schustereder-klaus/
  3. Klaus Schustereder, "PC 1 als homöopathische Arznei bei AIDS - Erfahrungen aus der staatlichen Klinik Baboua in Zentralafrika", Allgemeine Homöopathische Zeitung (AHZ), 2007, 252(3), Seiten 109-118. DOI: 10.1055/s-2007-968098
  4. Protocolo para Sida VIH.
    Hemos tardado en escribir sobre este tema por su controversia y complejidad. Ahora sí tenemos en nuestros manos los estudios hechos en pacientes de VIH y podemos confirmar MMS sí sirve para tratar el VIH/Sida.
    ¿Por qué hemos tardado? Queríamos saber por qué en los datos analíticos aparecen anomalías graves, es decir los contadores de CD4 que deben estar entre 400-1500 bajan a la mitad, 200 o incluso menos y la carga viral se eleva a veces de 300.000 a 7.000.000. Con estos datos muchos médicos especialistas ponen el grito al cielo diciendo al paciente: ¡Para el tratamiento con dióxido de cloro! Sin embargo ¿Qué pasa con el paciente? Pues se siente bien... muy bien incluso... ¿Cómo es posible esto? La explicación nos la dió el Dr. Klaus Schustereder, médico suizo y su equipo. En sus investigaciones llegaron a la siguiente conclusión: "En 9 de 10 pacientes tuvimos una bajada de hasta un 50% de células CD4 y la carga viral subió de manera exponencial. Al principio observamos nauseas y algunos vómitos pero entonces mejoraron significativamente . Investigamos sobre enfermedades virales y oxidación. El dióxido de cloro parece tener el mismo efecto que el peróxido. Ambas aumentan la replicación del virus HI.. Esto se realiza a través de la inducción de NF-Kappa-Beta.... El protocolo para el VIH es: Tres gotas activadas de MMS1 cada hora, por lo menos durante 8 horas al día. Más una cápsula de MMS2 tomada cada dos horas, durante ocho horas por día. EN RESUMEN 24 GOTAS DE MMS 1 AL DIA Y 4 CAPSULAS DE MMS2 AL DIA. Continuar durante tres semanas, entonces se presentará la sangre al laboratorio de pruebas. Si se siente enfermo, siempre reducir el consumo de ambos MMS1 y 2, si nota que está más enfermo de lo que ya estaba.
    Quelle: [1].
  5. http://vimeo.com/72049661