Jomol ist ein umstrittenes alternativmedizinisches Heilmittel gegen alle möglichen Krebsarten das auf der Basis einer Immunsystemstimulation als unspezifischer bakterieller Immunstimulator funktionieren soll. Die entsprechende Immuntherapie Jomol-Therapie geht auf den deutschen Chirurgen Udo Ehrenfeld [1] zurück der Jomol 1983 patentierte. Jomol kann oral eingenommen oder injiziert werden. Bezüge bestehen zur seit langem wegen Erfolglosigkeit überholten Coley-Therapie (Coley's Toxin) sowie zur Anwendung des Tuberkulose-Impfstoffs BCG bei einigen Krebsarten (zB Blasenkrebs). Spontane Remissionen (teilweise dauerhaft) traten in der Vergangenheit gelegentlich nach bakteriellen Infektionen auf und bereiteten den weg zu entsprechenden Therapien bei Krebs.

Die Jomol-Therapie gilt als eine Aussenseitermethode ohne wissenschaftlichen Wirksamkeitsnachweis [2]. Hohes Fieber kann als Nebenwirkung auftreten.

Zusammensetzung

Jomol besteht aus einer wässrigen Suspension von Zellwandbestandteilen des Bakteriums Nocardia Opaca (Rhodococcus rhodochrous) aus der Gattung der Strahlenpilze. Der Extrakt beinhaltet hauptsächlich Oligopeptide und Polysaccharide. Die exakte chemische Zusammensetzung ist unbekannt.

unterstellter Wirkungsmechanismus

Jomol soll sich selektiv an Krebsgewebe binden und es für Killerzellen erkennbar machen und gleichzeitig die körpereigene Abwehr aktivieren. Bei der Jomol "Carrier-Zytostase" werden Zellgifte an die Jomolbestandteile gekoppelt um einen zytopathischen Effekt zu erzielen.

Jomol in der Krebsdiagnostik

Mit Technetium angereichertem Jomol (Jomo tech) oder mit Indium markiertem Jomol (als Jomo) wird Jomol auch zur Diagnostik eingesetzt.

rechtliche Lage

Jomol ist kein Fertigarzneimittel und kann aufgrund keiner Zulassung nicht in der Apotheke erworben werden.

Literatur und Quellennachweise

  1. *Jomol Pharma GmbH, Regensburg
  2. Allewelt MC, Hauser SP., JOMOL--immunostimulation and rejection of tumor cells?, Schweiz Rundsch Med Prax. 1997 May 14;86(20):856-60

Weblinks