Hydrino

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Hydrino ist die Bezeichnung für eine Erfindung eines amerikanischen Arztes und Elektroingenieurs namens Randell Mills mit deren Hilfe es möglich sei, die Energie eines Wasserstoffatoms noch unter seinen energetischen Grundzustand abzusenken, indem dieses komprimiert werde. Als Resultat bewege sich das den Atomkern (Proton) des Wassstoffatoms umkreisende Elektron auf einer energetisch niedrigeren Bahn. Als Konsequenz müsste das hypothetisch gebliebene und bislang nie beobachtete Hydrino-Atom Energie an die Umgebung abgeben und müsste stabiler sein als das Wasserstoffatom im Grundzustand. Dies wäre ein Widerspruch zu Erkenntnissen der Quantenphysik, was Mills selbst akzeptiert, der der Meinung ist dass an die Stelle der herkömmlichen Quantenphysik seine von ihm erfundene CQM grand unified theory of classical quantum mechanics (Gross vereinigende Theorie der klassischen Quantenmechanik) treten solle, mit der die Existenz des Hydrino kompatibel sei.

Laut Befürwortern solle die Hydrino Theorie eine Rolle bei der Entwicklung von Hausheizungen und zukünftigen Raketenantrieben spielen. Die amerikanische Behörde NASA zeigte jedoch kein Interesse daran.

Eine Firma namens "Blacklight Power" ist als Anbieter für die Hydrino-Technologie bekannt. Blacklight Power wurde 1991 von Mills als "HydroCatalysis Inc." gegündet und firmiert in Cranbury (New Jersex USA). Die Firma finanziert sich aus Privatanlagen von Investoren und nicht aus dem Verkauf eigener Produkte oder Lizenzen. In der Vergangenheit hatte BP immer wieder verkündet wenige Monate vor einem Durchbruch der eigenen Technologie zu stehen, was jedesmal dazu führte dass neue Investoren einstiegen. So verkündete BP im Jahre 1997 man stünde sechs Monate vor dem Bau eines 100-Kilowatt-Aggregats. Ähnliche Ankündigungen sind in Deutschland von der Firma Felix Würth AG und von der Firma Perendev bekannt. Die Münchner Perendev eines Mike Brady ist inzwischen nicht erreichbar. Zuvor hatte es Anzeigen gegeben, da Anzahlungen zu angeblich energieproduzierenden Magnetgeneratoren einbehalten wurden. Auch in der Schweiz ist eine Firma namens RQM nach einem ähnlichen Muster auf Investorensuche gegangen. In Grossbritannien versucht seit Jahren die Firma Steorm Anleger für eine eigene "Orb"-Technologie zu finden, die es ermöglich in naher Zukunft Ernergie zu erzeugen.

Laut Angaben von Mills und Blacklight Power würden die besagten Hydrinos Energie in Form von ultraviolettem Licht abgeben (als so genanntes Schwarzlicht). Aus Wasserstoff könne auch undertmal mehr Energie gewonnen werden als durch die Verbrennung mit Sauerstoff. Ein Prototyp produziere 50 Kilowatt Wärmeleistung. Ein Bruchteil dieser abgegebenen Energie reiche wiederum aus, um wasserstoff aus Wasser zu gewinnen. Somit liesse sich - wenn die Angaben der Firma Blacklight Power stimmen sollten - aus Wasser als "Kraftstoff" Energie gewinnen.

Wissenschaftliche Stellungnahmen zu Hydrino

Mehrere Stellungnahmen von Physikern weisen die Existenz von Hydrinos und ihre Erzeugbarkeit als zurück.

Hydrex

Die Hydrino-Theorie ähnelt sehr stark den Annahmen der Franzosen Jacques Dufour und Jacques Foos, die unter dem Namen Hydrex ebenfalls ein komprimiertes Wasserstoffatom verstehen und es mit einer hypotetischen kalten Fusion in Verbindung bringen. Allerdings sind die Vorschläge zur Erzeugung eines Hydrex-Atoms von denjenigen des Hydrino verschieden. Ein Hydrex bilde sich nämlich bei Anwesenheit eines intensiven elektromagnetischen Feldes.

Literatur

  • Alok Jha: Fuel's paradise? Power source that turns physics on its head, The Guardian, 4. November 2005

Weblinks

Patente

  • Patent 6024935 "Lower-Energy Hydrogen Methods and Structures"