Friedrich Balck

Friedrich Heinrich Balck (geb. 1947) ist Physiker und war bis 2013 am Institut für Energieforschung und Physikalische Technologien der TU Clausthal tätig. Er ist Anhänger der Radiästhesie und hat hierzu an der Hochschule Experimente durchgeführt. Abhandlungen von Balck, die er auch auf seiner universitären Internetseite präsentierte, weisen ihn als Befürworter von Konzepten wie Wassergedächtnis, "Informationsfeldern" ("feinstoffliche" und morphische Felder), Kraftorten, Remote Viewing, Freier Energie usw. aus.

Kurzbiografie

Friedrich H. Balck hat von 1968 bis 1972 an der TU Clausthal Physik studiert und war dort von 1972 bis 2013 als wissenschaftlicher Mitarbeiter beschäftigt. 1978 promovierte Balck zu einem Thema der Festkörperphysik bzw. Metallurgie. Er habilitierte sich im Jahr 2000 im Fach Technikgeschichte und wurde 2005 zum außerplanmäßigen Professor (apl. Prof.) ernannt. Dieser Titel wird an einigen Hochschulen langjährigen Mitgliedern des sogen. Mittelbaus verliehen. Wissenschaftlich publiziert hat Balck nicht. An der Lehre hatte er sich zuletzt mit der Betreuung von Praktika und Vorlesungen im Rahmen des Studium Generale beteiligt.

Experimente mit fließendem Wasser

Wasserspule und deren Abstrahlcharakteristik[1]

Balck ist wie andere Anhänger von Wünschelrutenphänomenen der Ansicht, dass Wasser, vor allem fließendes Wasser, "spürbar" sei. Besonders bedeutsam sei die Kombination von fließendem Wasser und magnetischen Wechselfeldern. In der Nähe seines Büros verlegte Kühlwasserleitungen hätten sich für ihn als zufälliges Forschungsobjekt herausgestellt. Das Leitungssystem habe bei ihm einen erhöhten Blutdruck verursacht, denn es erzeuge im Gebäude ein "Strahlungsmuster". Um den Einfluss zusätzlicher Magnetfelder zu untersuchen, verlegte er parallel zu den Wasserleitungen Drähte, die von Strom durchflossen wurden, und das "Strahlungsmuster" der Anordnung sorgfältig durch Spüren vermessen.

Ähnliche Versuche führt Balck mit einem von Wasser durchflossenen, spiralförmig aufgewickelten Schlauch durch, den er "Wasserspule" nennt. Diese wird "moduliert", indem durch einen parallel geführten Draht ein schwacher Wechselstrom geschickt wird. Balck ermittelt eine "Abstrahlcharakeristik" der Wasserspule (eine Art Richtdiagramm wie bei einer Antenne), welche die "spürbaren Zonen" um die Spule herum angibt. Durch EEG-Messungen an einigen Probanden will er "Reaktionen auf unterschiedliche Frequenzen" nachgewiesen haben. Geeignete Frequenzen seien beispielsweise 2,2 Hz, 6,7 Hz und 7,8 Hz. Das durch den Draht erzeugte Magnetfeld sei dabei äußerst schwach und betrage am Ort der Versuchsperson nur 1 pT.

Die Methodik der von Balck beschriebenen Versuche genügt keinen wissenschaftlichen Ansprüchen, beispielsweise ist die Gruppe der Probanden sehr klein (sie besteht häufig offenbar nur aus ihm selbst) und es fehlt eine Verblindung. Er ist aber der Ansicht, dass sie die Basis für ein neues "Scheunen-Experiment" bilden können; damit bezieht er sich auf den Wünschelruten-Report zu den umstrittenen Versuchen von Herbert L. König in den 1980er Jahren.

Kirchen und andere besondere Orte

Die laut Balck in praktisch allen Kirchen vorhandenen "spürbaren Zonen" laufen oft aufeinander zu.[1]

Ein weiteres Interesse von Balck gilt sakralen Bauwerken. In Kirchen will er an bestimmten Stellen, z.B. in der Nähe des Altars, "eine spürbare Ausstrahlung" ermittelt haben. Diese Zonen vermisst er in ähnlicher Weise wie seine Wasserleitungen. Auch im Freien macht er solche Feststellungen. Unter einer Rasenfläche eines ehemaligen Friedhofs am Lübecker Dom befänden sich z.B. "spürbar Gräber". An Standorten von Kirchen seien generell "Muster" spürbar. Aber auch an anderen Orten gebe es spürbare Zonen. An Wildwechseln beispielsweise würden solche von den Tieren "offensichtlich" zur Orientierung benutzt.

Quellen

  1. 1,0 1,1 Friedrich H. Balck: Informationsfelder. Denkmodell zu Phänomenen der Radiästhesie. Schlüssel für zukünftige Energie Technologien? Materialsammlung. Verfügbar auf der Internetseite von Friedrich Balck an der TU Clausthal