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Wirksamkeitsnachweis von Echinacea-Produkten gibt es überwiegend in der deutschsprachigen Fachliteratur, wobei diese - welch Zufall - in der Regel von jenen Firmen gesponsort wurden, die durch den Verkauf Echinacea-haltiger Produkte Geld verdienen. Hier liegt der Verdacht nahe, dass die Firmen Gefälligkeitsstudien organisierten und sich einschlägigen universitäten Sachverstand kauften, um nach außen hin den Eindruck seriöser Forschung zu erwecken.
 
Wirksamkeitsnachweis von Echinacea-Produkten gibt es überwiegend in der deutschsprachigen Fachliteratur, wobei diese - welch Zufall - in der Regel von jenen Firmen gesponsort wurden, die durch den Verkauf Echinacea-haltiger Produkte Geld verdienen. Hier liegt der Verdacht nahe, dass die Firmen Gefälligkeitsstudien organisierten und sich einschlägigen universitäten Sachverstand kauften, um nach außen hin den Eindruck seriöser Forschung zu erwecken.
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Die Qualität dieser Studien ist jedoch überwiegend so drittklassig, dass sie der kritischen Nachprüfung im nicht-europäischen oder US-amerikanischen Ausland nicht standhält. So prüften Barrett et al. (2002) in einer aktuellen Untersuchung an insgesamt 148 Patienten die angebliche Wirksamkeit einer Kapselzubereitung aus dem Kraut (25%) und der Wurzel (25%) von Echinacea purpurea sowie der Wurzel (50%) von Echinacea angustifolia. Die Versuchspersonen nahmen an einer randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Studie teil und nahmen 6 g dieser Dosis beginnend am ersten Tag einer Erkältungserkrankung sowie 3 g täglich an jedem weiteren Tag bis maximal 10 Tage lang ein. Die Echinacea-behandelten Patienten schnitten nicht signifikant unterschiedlich zu den nur mit Placebo behandelten Kontrollpersonen ab. Es brachen unter Echinacea (n=4) mehr Personen die Studie vorzeitig ab als unter Placebo (n=2). Die Dauer der Erkältungskrankheit war unter Placebo 5.75 Tage, unter Echinace sogar 6.27 Tage (p > 0.05) und die Schwere der klinischen Symptome war in beiden Gruppen gleich. Die Autoren bewerteten den Wirksamkeitsnachweis für Echinacea als negativ und kamen zu dem Schluss, dass die Ergebnisse keinen Anhalt dafür bieten würden, dass Echinacea in der Behandlung von Erkältungssymptomen vorteilhaft sei.
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Die Qualität dieser Studien ist jedoch überwiegend so drittklassig, dass sie der kritischen Nachprüfung im nicht-europäischen oder US-amerikanischen Ausland nicht standhält. So prüften Barrett et al. (2002) in einer aktuellen Untersuchung an insgesamt 148 Patienten die angebliche Wirksamkeit einer Kapselzubereitung aus dem Kraut (25%) und der Wurzel (25%) von Echinacea purpurea sowie der Wurzel (50%) von ''Echinacea angustifolia''. Die Versuchspersonen nahmen an einer randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Studie teil und nahmen 6 g dieser Dosis beginnend am ersten Tag einer Erkältungserkrankung sowie 3 g täglich an jedem weiteren Tag bis maximal 10 Tage lang ein. Die Echinacea-behandelten Patienten schnitten nicht signifikant unterschiedlich zu den nur mit Placebo behandelten Kontrollpersonen ab. Es brachen unter Echinacea (n=4) mehr Personen die Studie vorzeitig ab als unter Placebo (n=2). Die Dauer der Erkältungskrankheit war unter Placebo 5.75 Tage, unter Echinace sogar 6.27 Tage (p > 0.05) und die Schwere der klinischen Symptome war in beiden Gruppen gleich. Die Autoren bewerteten den Wirksamkeitsnachweis für Echinacea als negativ und kamen zu dem Schluss, dass die Ergebnisse keinen Anhalt dafür bieten würden, dass Echinacea in der Behandlung von Erkältungssymptomen vorteilhaft sei.
    
1998 wurde eine Studie zur vorbeugenden Wirkung von Echinacea veröffentlicht: 302 Teilnehmer erhielten über zwölf Wochen zweimal täglich einen alkoholischen Wurzelextrakt von Echinacea purpurea oder Echinacea angustifolia oder ein Scheinmedikament. Die Wissenschaftler werteten aus, wie viel Zeit bis zum ersten Infekt der oberen Atemwege vergeht und wie viele Erkältungen überhaupt auftraten. Ergebnis: Zwischen den drei Gruppen war kein Unterschied feststellbar <ref>Ronald B. Turner, Donald K. Riker, J. David Gangemi. Ineffectiveness of Echinacea for Prevention of Experimental Rhinovirus Colds. Antimicrobial Agents and Chemotherapy, June 2000, Seiten 1708-1709, Vol. 44, No. 6. [http://aac.asm.org/cgi/reprint/44/6/1708]</ref>.
 
1998 wurde eine Studie zur vorbeugenden Wirkung von Echinacea veröffentlicht: 302 Teilnehmer erhielten über zwölf Wochen zweimal täglich einen alkoholischen Wurzelextrakt von Echinacea purpurea oder Echinacea angustifolia oder ein Scheinmedikament. Die Wissenschaftler werteten aus, wie viel Zeit bis zum ersten Infekt der oberen Atemwege vergeht und wie viele Erkältungen überhaupt auftraten. Ergebnis: Zwischen den drei Gruppen war kein Unterschied feststellbar <ref>Ronald B. Turner, Donald K. Riker, J. David Gangemi. Ineffectiveness of Echinacea for Prevention of Experimental Rhinovirus Colds. Antimicrobial Agents and Chemotherapy, June 2000, Seiten 1708-1709, Vol. 44, No. 6. [http://aac.asm.org/cgi/reprint/44/6/1708]</ref>.
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