Marktpotenzial

Habe diesen Abschnitt

Das Umsatzpotential ist angesichts der großen Zahl der Betroffenen ebenfalls groß und wird laut Angaben des Herstellers allein in Deutschland auf 20.000 bis 30.000 Tuben des Präparates geschätzt. Der Düsseldorfer Apotheker Thomas Rasche wird mit der Ansicht zitiert, dass das Marktpotential für derartige Salben insgesamt bei einem angenommenen Verbrauch von 100 Gramm pro Patient und Monat bei knapp 1,4 Milliarden Euro Jahresumsatz liegen könne.

erstmal rausgenommen, da noch nicht klar ist, was die mit den Zahlen meinen (30000 Tuben pro Tag? 1,4 Milliarden Euro nur für Regividerm oder alle solche Präparate?) und der Abschnitt deshalb in einem Wiki-Artikel wenig aussagt. -- Skrzypczajk 16:56, 25. Okt. 2009 (CET)

Phototoxizität

Hatten wir auch schon mal angedacht. Hier scheint jemand mit mehr Ahnung was dazu zu sagen haben:

Biochemiker48 - genauere Informationen. Geschrieben von Biochemiker48, 26.10.2009

Das in verschiedenen Kommentaren zu meinem Beitrag zum Ausdruck kommende Nichtwissen und Nicht-Wissen-Wollen veranlasst mich jetzt zu dieser ausführlichen Stellungnahme.

Zu meiner Person: Ich bin ein habilitierter und vom Staat bezahlter, industrieunabhängiger Biochemiker und forsche seit 30 Jahren an Proteinen, die Porphyrine und Porphyrin-ähnliche Stoffe enthalten. Mehrere meiner Forschungsergebnisse haben Eingang in Wikipedia gefunden.

Fakten: Porphyrine und porphyrinähnliche (dem Corrin-Ring des Vitamin B12 fehlt ein CH-Gruppe, um ein echtes Prorphyrin zu sein, das ändert aber nichts an seinen fundamentalen optischen und photochemischen Eigenschaften) Moleküle absorbieren Licht. Die Porphyrine und porphyrin-ähnlichen Verbindungen gehen bei der Absorption des Lichts in einen angeregten Zustand über. Die Anregungsenergie wird bei Anwesenheit von Sauerstoff auf diesen übertragen und regt ihn an, führt ihn in sogenannten Singulettsauerstoff über. Dieser ist sehr reaktiv und zerstört weitgehend alles, was ihm in die Nähe kommt. Die Folgen sind Zelltod und Zellschädigung. Für diese Effekte sind also Licht und das Vorhandensein von molekularem Sauerstoff Voraussetzung.

Möglicherweise vorhandene Effekte von Vitamin B12 auf Krebszellen im Dunkeln sind in diesem Zusammenhang völlig irrelevant. Zum Kommentar von Atouk ist zu sagen, dass Chlorophylle (sic!) und die Hämgruppen des Hämoglobin (sic !) ebenfalls diese Eigenschaften haben. Man versucht sogar, derartige Stoffe in Krebszellen anzureichern und diese dann durch Bestrahlung mit sichtbarem Licht über die Erzeugung von Singulettsauerstoff abzutöten. Die Pflanzen versuchen durch Karotinoide die Bildung von Singulettsauerstoff und die Ausbildung von Schäden zu verhindern (Karotinoide übernehmen die Anregungsenergie von den Chlorophyllen, sind aber selbst nicht in der Lage Singulettsauerstoff zu erzeugen). Dies gelingt Ihnen nicht vollständig, deshalb müssen Pflanzen ihr Photosystem II dreimal pro Stunde reparieren.

Würde ich also Chlorophylle, oder Hämgruppen in Cremes mischen und auf die Haut auftragen, so würde ich im Licht auf der Haut den schädlichen Singulettsauerstoff produzieren. Symptome wären zunächst Hautrötungen und sonnenbrandähnliche Entzündungen. Manche Zellen der Haut werden nicht abgetötet, entarten aber und führen als Spätfolge zu Krebs.

Genau das ist bei der Anwendung der Vitamin B12 Creme auch zu erwarten. Vitamin B12 absorbiert grünes Licht (daher die Rotfärbung, Komplementärfarbe), viel stärker absorbiert Vitamin B12 aber im nahen UV Bereich.

Gibt es für diese Schädigungen durch Vitamin B12 Indizien ? Die gibt es ! In der zweiten, von den Herstellern der Creme (Regeneratio Pharma AG) gesponserten Studie zur Behandlung atopischer Dermatitis (die Publikation ist frei im Internet zugänglich, British Journal of Dermatology, Band 150, Seiten 977-983, 2004) haben von 48 Patienten drei die Behandlung abgebrochen, weil die Dermatitis sich verschlimmerte, zwei wegen "burning, itching and swelling" bzw. "redness and swelling", bei 23 Probanden, welche die Studie zu Ende geführt haben, kam es zu "itching, burning and redness". Diese Daten sind ein starker Hinweis auf die Existenz des oben dargestellten Schädigungen über Erzeugung von Sigulettsauerstoff durch Vitamin B12. Das Hauptproblem werden aber die Melanome und anderen Hautkrebsformen sein, die in 15 oder 20 Jahren auftreten werden.

Deshalb nochmals: HÄNDE WEG VON REVIGIDERM und ähnlichen Vitamin B12 haltigen Cremes, und schon gar nicht kleine Kinder damit eincremen.

Damit es nicht zu einem Anstieg von Hautkrebserkrankungen kommt, sollte alles dafür getan werden, die Anwendung dieser Cremes zu verhindern.

Falls das nicht gelingt, bin ich heute schon gespannt darauf, wie dann die Schadenssersatzklagen gegen die Herren Martens, Klingelhöller und Weiss ausgehen werden." [[1]]Cohen 18:14, 26. Okt. 2009 (CET)

Abschrift Interview Roland Kaske bei FFH-Radio

Interviewer: Herr Kaske, da gabs diese Reportage am Montag und da hat ein Journalist, glaube ich, eine kleine Lawine losgetreten. Es geht um eine Salbe gegen die Leiden bei Neurodermitis und Schuppenflechte. Sie werden diese Salbe jetzt herstellen. Haben Sie mit dieser vehementen Reaktion auch gerechnet? Ich glaube, Sie geben den ganzen Vormittag schon Interviews dazu.

Kaske Ja, das ist richtig und natürlich auch schön für uns. Damit haben wir überhaupt nicht gerechnet Derweil, das ist ein absoluter Zufall, daß der Redakteur halt diesen Fall recherchiert hat, den wir als Firma gar nicht im Fokus haben, sondern uns ist ja daran gelegen, daß wir diese Salbe Regividerm in den Markt bringen.

Interviewer: Was kann diese Salbe?

Kaske: Die Salbe, das ist eine Kombination von B12 und Avocado-Öl und das repariert den, äh, die Hautzellen und hilft somit die Psoriasis, also die Schuppenflechte, oder Neurodermitis eben zu lindern, genau wie es in dem Film dargestellt wurde. Und das Ganze ist ein sogenanntes Medizinprodukt der Klasse Zwo, Das heißt ein ganz normales Medikament und wurde eben auch durch Studien äh äh bewiesen und dann eben im August dieses Jahres zugelassen... Es war natürlich ein absoluter Zufall, daß der Herr Martens da 'nen Film darüber gedreht hat. Und jetzt sind wir natürlich in der Firma mit allen Kräften beschäftigt, daß wir das rechtzeitig in den Markt bringen können. Und, so wie's aussieht, jetzt, werden wir das am 15. November... ist das in den ganzen Apotheken in Deutschland erhältlich.

Interviewer: Also, jetzt geht es auf einmal sehr schnell. Der Herr Martens hat ja auch sehr schön beschrieben, wie die Pharmakonzerne da überhaupt nicht drauf angesprungen sind. Können Sie sich das erklären?

Kaske: Also, das hat mit Mavena gar nichts zu tun. Weil...Das haben die natürlich so recherchiert... Das wissen wir nicht.

Aber, was, warum kam Mavena? Das ist vielleicht für den Hörer auch sehr interessant.

Und zwar, Mavena kam deswegen dazu, weil die vorher schon in der Balneophototherapie das ist das, was Sie kennen, wenn man im Toten Meer badet, die segensreiche Wirkung des Toten-Meer-Salzes, da sind die sehr groß drin und haben viel Erfahrung und haben diese Balneophototherapie eben auch erstattungsfähig gemacht, so daß ein Patient, der Psoriasis hat oder Schuppenflechte, wenn der zum Hautarzt geht, dann bekommt der son Bad verschrieben. Und die Salbe Regividerm, da mußt dich halt nicht ins Bad legen. Die paßt halt zum Portfolio ideal dazu. Und so kamen die zusammen. Aber das hat jetzt eigentlich mit der Pharmaindustrie nichts zu tun. Das hat halt der Herr Martens recherchiert.

Interviewer: Ja, ähm, jetzt ist diese Salbe, ja, wenn man das liest, klingt relativ einfach. Das ist aus nem Öl, aus nem Avocadoöl und Vitamin B12 irgendwie gemixt. Zwei Studenten in den achtziger Jahren sind da schon drauf gekommen. Ämm, greift man sich da vielleicht auch nicht son bißchen an den Kopf und sagt, mensch, das ist so leicht, da hätte man auch selber drauf gekommen können.

Kaske: Ja, da haben Sie recht. Aber oft sind's ja die einfachen Sachen, die gerade wirken Und die haben ja das Ganze dann eben durch Studien erhärtet. so daß es eben auch getestet worden ist. Und daß die, äh das Bundesinstitut für Arzneimittelsicherheit gesagt hat, ja, dem gebe ich den Status als Arzneimittel. Manchmal ist es ganz einfach. Wie Sie selbst sagen. Hätt ich nur das Rad als Erster erfunden. Aber gut, wer die Idee hat, ist natürlich vornedran, das ist klar.

Interviewer: Jetzt muß ich nochmal fragen für mein Verständnis. Also, die hatten das Medikament ja schon sehr lange erfunden. Und dann wäre der Weg, daß man an einen Vermarkter geht, der sich dann auch um die klinische Studie kümmert. Weil, die haben sie ja jetzt selber gemacht, diese Studie.

Kaske: Ja, die Studie wurde dann gemacht von der Firma Regeneratio und das hat halt sehr, sehr lange gedauert. Und son Prozeß ist halt auch sehr kostenintensiv. Und die hatten auch Investoren gefunden, die das Ganze unterstützt haben. Aber bis sie dann die Salbe fertig entwickelt haben, war das Geld zuende. Und sie brauchen natürlich auch immer Geld, um die Patienten zu informieren. Und das ist ja auch ziemlich teuer, die ganze Information für die Patienten da zu machen. Und da ging das Geld aus. Und so wandte man sich dann halt an die Pharmaindustrie, wie es in dem Film geschildert wurde, die aber kein Interesse hatte, und dann hatte man die Firma Mavena gefunden. Und das hat alles der Herr Martens schön recherchiert.

Interviewer: Das hat dann alles geklappt. Was wird sone Salbe kosten. Wird die einigermaßen erschwinglich, beziehungsweise wird ja wahrscheinlich erstattet von den Kassen?

Kaske: Die Creme ist, äh, frei verkäuflich, das heißt, es kann sich jeder Patient selber kaufen und wird 28,85 kosten.

Interviewer: Wieviel hab ich dann? Wie lang komm ich damit hin?

Kaske: Da kommen Sie, also es kommt natürlich darauf an, wie befallen die äh, die Hautpartien sind, aber so circa nen Monat sollten Sie da schon hinkommen.

Interviewer: Nochmal zu dem, was die Salbe jetzt kann. Es gibt ja schon Medikamente und Salben gegen Neurodermitis. Was ist jetzt der Vorteil von dieser?

Kaske: Der absolute Vorteil ist, daß es für Kinder ab ein Jahr geeignet ist. Dann, daß es keinerlei Nebenwirkungen hat, und daß es für die Langzeittherapie geeignet ist. Das ist ja oft das Problem von anderen Cremes, daß se die Haut sehr dünn machen. Hier haben Sie keine Nebenwirkungen, und das ist eigentlich genau das, was der Patient haben will.

Interviewer: Es Lohnt sich im Grunde für jeden Neurodermitis- oder Schuppenflechtepatienten, das zumindest auszuprobieren, ob es bei ihm hilft.

Kaske: Genau.

Weitere Auftragsstudien zu Regividerm

Dosefinding Study conducted in UK by Dr. Parnham of FIRE CRO, Bonn (Germany) randomised double-blind study with n=29 (atopic dermatitis) n=28 (psoriasis) 1998

Local Tolerability Study conducted by Dr. Theodor of PHAROS CRO, Ulm (Germany) randomised double-blind study with n=40 healthy volunteers 2001

Explorative Phase II Clinical Trial on the Efficacy and Tolerability of Regividerm in Atopic Dermatitis conducted by Dr. Schulze of Hornheide Specialist Clinic, University of Muenster, (Germany) randomised, double-blind and placebo-controlled monocentre study with n=20 patients in intraindividual left/right side comparison 2001

Regividerm in Psoriasis conducted by Dr. Schulze of Hornheide Specialist Clinic, University of Muenster, (Germany) randomised, double-blind and placebo-controlled monocentre study with n=21 patients in intraindividual left/right side comparison 2002

Explorative Phase II Clinical Trial on the Efficacy and Tolerability of Regividerm in Psoriasis in Comparison to Calcipotriol 1 conducted by Prof. Altmeyer of St. Josef Hospital, University of Bochum, (Germany) randomised, reference-drug-controlled monocentre study with n=15 patients in intraindividual left/right side comparison

Explorative Phase II Clinical Trial on the Efficacy and Tolerability of Regividerm in Psoriasis in Comparison to Calcipotriol 1 conducted by Prof. Altmeyer of St. Josef Hospital, University of Bochum, (Germany) randomised, reference-drug-controlled monocentre study with n=15 patients in intraindividual left/right side comparison

Confirmative Phase III Clinical Trial on the Efficacy and Tolerability of Regividerm in Atopic Dermatitis conducted by Prof. Niedner (principal investigator) of Ernst von Bergmann Clinic, University (FU) of Berlin, (Germany) and Prof. Altmeyer of St. Josef Hospital, University of Bochum, (Germany) randomised, double-blind and placebo-controlled multicentre study with n=47 patients in intraindividual left/right side comparison

Confirmative Phase III Clinical Trial on the Efficacy and Tolerability of Regividerm in Psoriasis conducted by Prof. Altmeyer (principal investigator) of St. Josef Hospital, University of Bochum, (Germany) and Prof. Niedner of Ernst von Bergmann Clinic, University (FU) of Berlin, (Germany) randomised, double-blind and placebo-controlled multicentre study with n=51 patients in intraindividual left/right side comparison.

Printmedien zu Regividerm

Ärztezeitung

Deutsche Apotherzeitung

Pharmazeutische Zeitung

Der Spiegel

Tagesspiegel (Berlin)

Süddeutsche Zeitung

NWZ

Augsburger Allgemeine

Der Standard

Patientenvereinigungen zu Regividerm

Pressedienste

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