Christos Drossinakis

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Christos Drossinakis ist ein Geistheiler und "Forscher auf dem Gebiet einer bioenergetischen Medizin" griechischer Herkunft, der in der Nähe von Frankfurt lebt. Drossinaki behauptet "der meistgetestete Heiler der Welt" zu sein.

Internationale Akademie für Wissenschaftliche Geistheilung (IAWG)

In Frankfurt am Main leitet er eine private "Heilerschule zum Geistigen Heilen", die "Internationale Akademie für Wissenschaftliche Geistheilung" (IAWG)[1], die eine Art Urkunde für "Geprüfte/r Heiler/in IAWG" vergibt. Um diese zu erlangen ist ein 2850 Euro teurer einjähriger Kurs notwendig, der zum Teil (1 Woche) auch in Griechenland absolviert werden soll. Weitere Kosten von etwa 1000 Euro fallen durch verpflichtende kostenpflichtige Tests mit "bioenergetischen Methoden" an. Die Aspiranten können medizinische Laien sein. Eine medizinische oder psychologische Vorbildung oder wenigstens der Besitz eines Heilpraktikerscheins ist nicht notwendig. Zum Kursinhalt wird angegeben:

Das Ausbildungskonzept umfasst zum einen theoretische Aspekte Geistigen Heilens und legt zum anderen einen besonderen Schwerpunkt auf die Schulung und Einübung energetischer Fähigkeiten.

Drossinakis gibt auf seinen Webseiten an, an seiner Drossinakis´Heilerschule bestimmte Methoden und Messverfahren einzusetzen. Eine Durchsicht ergibt, dass es sich durchwegs um ausserwissenschaftliche, pseudomedizinische oder pseudowissenschaftliche Verfahren handelt. Für keines der erwähnten Methoden liegen Validierungen oder gar veröffentlichte kontrollierte Studien vor, die eine Anwendung rechtfertigen würden. Zu den genannten Methoden zählen:

  • Regulationsdiagnostik nach Popp und Yan.
  • Thermografische Messungen, die Temperaturveränderungen der Haut und innerer Organe unter dem Einfluss Geistigen Heilens anzeigen sollen.
  • Ein "DNES-Verfahren" der bulgarischen Physiker Anton S. Antonov von der Technischen Universität Blagoevgrad und Ignat Ignatov aus Sofia.
  • SHFD-Methode, eine Weiterentwicklung der Kirlian-Fotografie. Die SHFD-Methode soll eine Aura des Menschen darstellen können. Erfinder ist der bulgarische Physiker Ignatov.
  • Eine "Farb-Spektralanalyse", ebenfalls eine Weiterentwicklung der Kirlian-Technik.
  • Eine "differenzial-leitende" Methode zur "Ermittlung der Strukturveränderung von Wasser unter mentalem Einfluss", eine Erfindung eines "Zentrallabors" des Russischen Gesundheitsministeriums. Erfinder sei ein Professor Dr. S. V. Zenin.
  • Eine Methode eines russischen Physikers namens Professor Dr. Andrej G. Lee. Sie soll "psychokinetische Beeinflussungen" durch "weißes Rauschen" erkennbar machen.
  • Ein "Imago-Aurum-Verfahren", das von einem "Biophysiker Ludwig Bitter" stamme. Die Methode beansprucht einen so genannten "Ganzkörpercheck" mittels Kopfhörer bewerkstelligen zu können. Auf diese denkwürdige Weise sei der Untersucher in der Lage "Aufschluss über den Zustand aller inneren Organe, des Bluts, ja sogar der Chromosomen" zu erhalten.

Die Drossinakis - Studien

Drossinakis-Studie Nr. 54

Christos Drossinakis behauptet auf seinen privaten Webseiten seit den neunziger Jahren in "rund 110 Studien" auf seine Fähigkeiten hin untersucht worden zu sein. Erstaunlicherweise erfährt man von ihm auch, dass von den 110 Studien 40 "top secret" seien, das heisst: unüberprüfbar sind. Eine Suche in der medizinischen Datenbank Medline, die die gesamte weltweite medizinische Fachliteratur erfasst, ergab im Februar 2011 keinerlei Treffer zu Studien von oder über "Drossinakis":

Your search for drossinakis retrieved no results

Ein kurzer Blick auf die Liste der angeblichen "Studien" offenbart jedoch, dass in Wirklichkeit nur von sehr wenigen ernst zu nehmenden Untersuchungen die Rede sein kann. Drossinakis hat eine eigene Interpretation für das was er als Studie bezeichnet. So fallen darunter auch Bühnenvorstellungen seiner Wunderfähigkeiten oder Artikel in der Regenbogen- und Boulevardpresse.

Ein Beispiel: die von Christos Drossinakis vorgestellte "Studie nr. 54" liest sich zusammengefasst so:

Geist lässt Neonröhre leuchten (2005) Die geistigen Kräfte, über die Christos Drossinakis verfügt, sind stark genug, eine Neonröhre zum Leuchten zu bringen - sogar aus mehreren Metern Entfernung. Das belegt ein faszinierender Test vor laufenden Kameras, der am 3. August 2005 im “Wissenschaftlichen Forschungszentrum für Medizinische Biophysik” in Sofia stattfand.[2]

Quellennachweise

  1. IAWG, Königsteiner Str. 61 A, D-65929 Frankfurt/Main
  2. http://www.drossinakis.de/

Quellennachweise