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Der Bund für Gesundheit e.V. (BFG) ist ein vom deutschen Steuerexperten Franz Konz gegründeter Verein, dessen Zweck es ist, die von ihm erfundene Ernährungslehre der Urkost bzw. UrMedizin zu verbreiten. Konz zufolge hat der BFG etwa 10 000 Mitglieder. Diese erhalten zweimonatlich die Zeitschrift Natürlich leben. Daneben können sie das Buch Der große Gesundheits-Konz zu einem reduzierten Preis erwerben.

In der Natürlich leben schreiben außer Konz regelmäßig Brigitte Rondholz und der rechtsgerichtete Alternativmediziner Karl Probst. Der Inhalt der Zeitschrift besteht zu einem großen Teil aus primitiver Agitation gegen die "Schulmedizin". Artikel werden von der Chefredaktion (= Franz Konz) gelegentlich ohne Rücksprache mit den Autoren verändert und mit Passagen ergänzt, welche die "Verdienste" von Konz um die Urkost-Lehre herausstreichen.

Unklar ist der rechtliche Status des Vereins. Den Angaben auf der Internetseite des BFG zufolge ist er beim Amtsgericht Köln eingetragen und als gemeinnützig anerkannt. Das stimmt jedoch nicht. Der BFG e.V. Köln ist unter der angegebenen Nummer VR 10338 im März 2000 erloschen. Im gleichen Monat wurde ein Bund für Gesundheit e.V. in Dresden gegründet. Ob eine Beziehung zum Verein von Konz besteht, ist nicht bekannt. Gegenwärtig firmiert der BFG von Franz Konz mit dem Zusatz "e.v.d.N.", wobei "d.N." für "durch Natur" steht. Besonderheiten der Satzung sind die Wahl des Vorsitzenden (zur Zeit Franz Konz) auf 20 Jahre und die Aufhebung des Verbots von sog. Insichgeschäften (§181 BGB), was dem Vorstand relativ einfachen Zugriff auf das Vereinsvermögen erlaubt.

Im Jahr 2009 belief sich der Mitgliedsbeitrag auf 34 Euro jährlich. Im Impressum der Natürlich leben ist regelmäßig von einer "prekären finanziellen Situation" des Vereins die Rede. Bilanzen werden den Mitgliedern nicht zugänglich gemacht.

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