Biotensor: Unterschied zwischen den Versionen

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Keiner der Anbieter hat bisher einen Beweis für die Zuverlässigkeit des Gerätes geliefert. So könnte man beispielsweise den Biotensor vor einen TV-Schirm halten, um zu prüfen, ob er sich wiederholt nach links dreht. So ein simpler Versuch dürfte aber wohl doch zu viel verlangt sein, denn in der Esoterik wird alles mögliche unter dem Begriff "basische Substanzen" subsumiert. Sobald sich der Stab in eine Richtung dreht (und dies geht mit ein bisschen Fingerübung beliebig), kann man auf diese Weise alles und jedes vor dem verblüfften Auge des Zuschauers positiv "austesten".
 
Keiner der Anbieter hat bisher einen Beweis für die Zuverlässigkeit des Gerätes geliefert. So könnte man beispielsweise den Biotensor vor einen TV-Schirm halten, um zu prüfen, ob er sich wiederholt nach links dreht. So ein simpler Versuch dürfte aber wohl doch zu viel verlangt sein, denn in der Esoterik wird alles mögliche unter dem Begriff "basische Substanzen" subsumiert. Sobald sich der Stab in eine Richtung dreht (und dies geht mit ein bisschen Fingerübung beliebig), kann man auf diese Weise alles und jedes vor dem verblüfften Auge des Zuschauers positiv "austesten".
  
Der Biotensor ist eine Einhand-Variante der hölzernen Wünschelrute, die bekanntlich bisher ebenfalls keinen Wirksamkeitsnachweis besitzt, sondern nur magisches, mittelalterlich orientiertes Denken ausdrückt. Auch beim Biotensor spielt der [[Kohnstamm-Effekt]] (siehe Wünschelrute) die entscheidende Rolle zur Generierung der angeblichen Wirksamkeit.
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Der Biotensor ist eine Einhand-Variante der hölzernen Wünschelrute, die bekanntlich bisher ebenfalls keinen Wirksamkeitsnachweis besitzt, sondern nur magisches, mittelalterlich orientiertes Denken ausdrückt. Auch beim Biotensor spielt der [[Kohnstamm-Effekt]] die entscheidende Rolle zur Generierung der angeblichen Wirksamkeit.
  
 
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Version vom 2. November 2009, 08:53 Uhr

Biotensor.jpg
Tensoren02.jpg

Ein Tensor oder Biotensor ist eine Metallrute, dessen Ende als Ring, Drahtspirale oder Kugel ausgeführt ist. Er wurde von einem Josef Oberbach entwickelt und wird von seiner Bioplasma Vertriebs- und Verlags-GmbH (www.bioplasma.de) vertrieben. Bei Dr. phil. Oberbach handelt es sich um einen in Kunstgeschichte promovierten Philosophen, der sich auch als Bioplasmaforscher bezeichnet. Derartige Gegenstände sind aber mittlerweile bei unzähligen Händlern der Esoterik-Branche unter verschiedenen Bezeichnungen erhältlich (z.B. Einhandrute, Nicker, Schwingstab, Ökotensor, Vitasensor). Tensor und Biotensor sind eingetragene Wortmarken der Bioplasma GmbH.

Der Biotensor ist die New-Age-Variante einer Wünschelrute. Er wird als Diagnosemittel verwendet, um angebliche Schwermetallbelastungen, Allergien und "Strahlungen" oder die Verträglichkeit von Nahrungsmitteln nachzuweisen. Bei "Giftstoffen" und "sauren Substanzen" würde der Stab eine Rechtsrotation ausführen (Plus-Aktivität), bei "Elektronenemissionen" und "basischen Substanzen" hingegen eine Linksrotation (Minus-Aktivität). Angeblich könne man damit auch "Bleibelastungen" nachweisen.

Aus einer Anleitung der Firma Perseus: Halten Sie mit leicht gewinkeltem Arm den Vitasensor zwischen sich und dem Lebensmittel. Bei positiver Resonanz schwingt der Sensor verbindend zwischen dem Lebensmittel und Ihrem Körper hin und her. Bei negativer Resonanz schwingt er hoch und runter.

Keiner der Anbieter hat bisher einen Beweis für die Zuverlässigkeit des Gerätes geliefert. So könnte man beispielsweise den Biotensor vor einen TV-Schirm halten, um zu prüfen, ob er sich wiederholt nach links dreht. So ein simpler Versuch dürfte aber wohl doch zu viel verlangt sein, denn in der Esoterik wird alles mögliche unter dem Begriff "basische Substanzen" subsumiert. Sobald sich der Stab in eine Richtung dreht (und dies geht mit ein bisschen Fingerübung beliebig), kann man auf diese Weise alles und jedes vor dem verblüfften Auge des Zuschauers positiv "austesten".

Der Biotensor ist eine Einhand-Variante der hölzernen Wünschelrute, die bekanntlich bisher ebenfalls keinen Wirksamkeitsnachweis besitzt, sondern nur magisches, mittelalterlich orientiertes Denken ausdrückt. Auch beim Biotensor spielt der Kohnstamm-Effekt die entscheidende Rolle zur Generierung der angeblichen Wirksamkeit.

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