Bachblüten im Supermakt

Die Bachblütentherapie wurde von dem englischen Arzt Eduard Bach in den 30er Jahren des 20. Jahrhundert erfunden. Wie bei der Homöopathie von der er sich inspirieren ließ, gibt es auch für diese Therapie keinerlei Nachweis für Wirkungen die über einen Placeboeffekt hinausgingen.

Herstellung

Bach hat exakt 38 Pflanzen benannt, die jeweis ein bestimmtes Motto tragen (z.B. Heckenrose: Mir steht alles Glück der Erde zu) und 38 Seelenzuständen des Menschen entsprechen sollen. Geerntete Blüten werden heute nach den von Bach beschriebenen Potenzierungsmethoden rituell verarbeitet.

Die gewonnene Urtinktur wird 1:240 verdünnt, um die eigentlichen Blütenessenzen herzustellen. Aus den fünf Litern Wasser, in welche die Blüten gelegt wurden, entstehen auf diese Weise etwa 2.400 l Blütenessenz, die in „stockbottles“ à 10 ml für 6 bis 10 Euro pro Stück verkauft werden.

Es gibt zwei Herstellmethoden:

  • Kochmethode: Ca. 120g Pflanzenmaterial (Stiele und Blätter) werden mit 1 Liter Quellwasser 30 Minuten gekocht. Danach wird der gefilterte Auszug mit 0,5 l Alkohol (40%) verdünnt. In einer zweiten Stufe wird nochmal mit Alkohol 1:240 verdünnt.
  • Sonnenmethode: Frisch gepflückte Blüten werden in 0,5 Liter Quellwasser gelegt und ca. 4 Std an der Sonne stehen gelassen. Die Blüten werden abgesiebt und das Wasser dann mit 0,5 Liter Alkohol (40%) verdünnt.In einer zweiten Stufe wird nochmal mit Alkohol 1:240 verdünnt.

Wie man sieht, bestehen diese Essenzen hauptsächlich aus Alkohol und Wasser. Von einer Wirkung ist ausser der alkoholischen aufgrund der starken Verdünnung nicht auszugehen, selbst bei Pflanzen, die eine Heilwirkung haben. Es wurde auch noch nie eine gefunden.

wissenschaftliche Literatur

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  • Centre for Reviews and Dissemination: on "Flower remedies": a systematic review of the clinical evidence. Ernst E. Database of Abstracts of Reviews of Effects, 31/01/2004.
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Weblinks