Perkutane Hydrotomie: Unterschied zwischen den Versionen

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Die Methode wird dabei von den Befürwortern der [[Mesotherapie]] zugeordnet.  
 
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Die Methode der perkutanen Hdrotomie stammt ursprünglich aus Frankreich, und ist dort verbreiteter als im deutschsprachigen Raum. Erfinder war Ende der 80er Jahre der französische Arzt Bernard Guez aus Nizza, dem 2023 die medizinische Approbation entzogen wurde. Guez berief sich unterem auf René Quinton (1866–1925), dem Erfinder der [[Meerwassertherapie nach Quinton]] (Anfang des 20. Jahrhunderts). Analogien existieren nicht nur zur Neuraltherapie sondern auch zur Hypodermoklyse (subkutane Infusion). Die Hypodermoklyse oder Hypodermoclysis wird zur subkutanen Flüssigkeitszufuhr eingesetzt, bei leichter bis mittelschwerer Dehydratation, besonders bei älteren oder palliativmedizinischen Patienten. Diese anerkannte Methode ist nicht Gegenstand dieses Artikels.  
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Die Methode der perkutanen Hdrotomie stammt ursprünglich aus Frankreich, und ist dort verbreiteter als im deutschsprachigen Raum, wo sie offenbar lediglich in der Schweiz zu beobachten ist. Erfinder war Ende der 80er Jahre der französische Arzt Bernard Guez aus Nizza, dem 2023 die medizinische Approbation entzogen wurde. Guez berief sich unterem auf René Quinton (1866–1925), dem Erfinder der [[Meerwassertherapie nach Quinton]] (Anfang des 20. Jahrhunderts). Analogien existieren nicht nur zur Neuraltherapie sondern auch zur Hypodermoklyse (subkutane Infusion). Die Hypodermoklyse oder Hypodermoclysis wird zur subkutanen Flüssigkeitszufuhr eingesetzt, bei leichter bis mittelschwerer Dehydratation, besonders bei älteren oder palliativmedizinischen Patienten. Diese anerkannte Methode ist nicht Gegenstand dieses Artikels.  
  
 
In Frankreich wurden bislang mehreren Ärzten zeitlich begrenzt die Ausübung der Heilkunde verboten, da sie Anwender der perkutanen Hydrotomie waren. Darüber berichtet die französische Tageszeitung Le Figaro im Juni 2023.<ref>https://www.lefigaro.fr/sciences/le-createur-de-l-hydrotomie-percutanee-radie-de-l-ordre-des-medecins-20230629</ref>
 
In Frankreich wurden bislang mehreren Ärzten zeitlich begrenzt die Ausübung der Heilkunde verboten, da sie Anwender der perkutanen Hydrotomie waren. Darüber berichtet die französische Tageszeitung Le Figaro im Juni 2023.<ref>https://www.lefigaro.fr/sciences/le-createur-de-l-hydrotomie-percutanee-radie-de-l-ordre-des-medecins-20230629</ref>

Aktuelle Version vom 26. März 2026, 16:10 Uhr

Bernard Guez
perkutane Hydrotomie (Bild: französischer Verein der Anwender "Association internationale d'hydrotomie percutanée" (AIHP)
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Die Perkutane Hydotomie (fr hydrotomie percutanée, engl percutaneous hydrotomy) ist eine alternativmedizinische Behandlungsmethode, bei der lokale intradermale oder subkutane Injektionen von physiologischer Kochsalzlösung (n (NaCl 0.9%) oder Meerwasser (dann auch Quinton-Wasser oder Meeresplasma genannt) eingesetzt werden. Mit dem Wasser werden gegebenenfalls auch Vitamine, Mineralstoffe oder Lokalanästetika zugesetzt[1], was an die Neuraltherapie erinnert. Anwender geben an damit Schmerzzustände, Rückenschmerzen, Arthrosen, Gelenkprobleme und Wirbelsäulenerkrankungen günstig beeinflussen zu können. Insgesamt ist die Liste der angegebenen Indikationen sehr lang und umfasst mehrere Bereiche der Medizin, als ein typisches Merkmal für alternativmedizinische Behandlungsversprechen. So werden als Indikationen auch die Depression, Migraine, chronische Müdigkeit, Haarausfall, Bronchitis, Ohrgeräusche, "Stress", Herpes, Verdauungsprobleme, Autoimmunerkrankungen, Ekzeme und Gürtelrose genannt ohne dies zu begründen.

Die Methode wird dabei von den Befürwortern der Mesotherapie zugeordnet.

Die Methode der perkutanen Hdrotomie stammt ursprünglich aus Frankreich, und ist dort verbreiteter als im deutschsprachigen Raum, wo sie offenbar lediglich in der Schweiz zu beobachten ist. Erfinder war Ende der 80er Jahre der französische Arzt Bernard Guez aus Nizza, dem 2023 die medizinische Approbation entzogen wurde. Guez berief sich unterem auf René Quinton (1866–1925), dem Erfinder der Meerwassertherapie nach Quinton (Anfang des 20. Jahrhunderts). Analogien existieren nicht nur zur Neuraltherapie sondern auch zur Hypodermoklyse (subkutane Infusion). Die Hypodermoklyse oder Hypodermoclysis wird zur subkutanen Flüssigkeitszufuhr eingesetzt, bei leichter bis mittelschwerer Dehydratation, besonders bei älteren oder palliativmedizinischen Patienten. Diese anerkannte Methode ist nicht Gegenstand dieses Artikels.

In Frankreich wurden bislang mehreren Ärzten zeitlich begrenzt die Ausübung der Heilkunde verboten, da sie Anwender der perkutanen Hydrotomie waren. Darüber berichtet die französische Tageszeitung Le Figaro im Juni 2023.[2]

Gesetzliche Krankenkassen in Deutschland übernehmen die Kosten der Behandlung nicht, da kein Nachweis einer Wirksamkeit vorliegt. In Frankreich gilt die Methode als nicht ausreichend erforscht und ihre Wirksamkeit als nicht erwiesen. Der Conseil de l’Ordre des médecins stellt fest dass die Methode in Frankreich von keiner Behörde anerkannt sei.

Den bisher fehlenden Nachweisen einer Eignung und Wirksamkeit stehen bekannt gewordene Risiken gegenüber, über die beispielse eine Vereinigung von Krankenpflegern in Frankreich berichtet.

Zur in der wissenschaftlichen Medizin unbekannten Methode fehlen klinische Studien und auswertbare seriöse, wissenschaftliche Literatur. Auch fehlen entsprechende anerkannte Angaben zur Dosierung, zur exakten Bschreibung der Methode und zur Nutzen-Risiko Bewertung.

Risiken und mögliche unerwünschte Wirkungen der perkutanen Hydrotomie

Jegliches Durchstechen der Haut stellt einen medizinische invasiven Eingriff dar, der dem Patienten gegenüber begründet werden muss, bei gleichzeitiger Aufklärung über mögliche unerwünschte Folgen und Gefahren. In Frankreich ist nur die Gabe von Meerwasser zum Trinken erlaubt. Seit 1982 ist die Injektion von Meerwasser in Frankreich nach aufgetretenen Nebenwirkungen verboten.[3] Einige Krankenschwestern und Krankenpfleger die in Frankreich auf Anordnung von Ärzten die perkutane Hydrotomie durchführen sollten, weigerten sich diese anzuwenden. In anderen Fällen forderten sie eine Stellungnahme von Gesundheitsbehörden, denn rund 100 Krankenpfleger sahen sich dort einer Beschuldigung durche Berufsverbände ausgesetzt. Mehrere dutzend Krankenschwestern und Krankenpflger erhielten von regionalen Disziplinarkammern Verurteilungen, Rügen, Verwarnungen und Berufsverbote.[4]

Wie bei jedem invasiven Eingriff besteht ein Infektions-Risko. Hautkeime (Bakterien) können ins Gewebe gelangen, Blutgefäße können verletzt werden und eine Blutung verursachen, die durch Kompression oder Infektion zu einer Komplikation führen kann. Auch besteht ein Risiko für allergische Reaktionen.

Bilder von Behandlungen

Bilder von Abszess nach Mesotherapie:

Siehe auch

  • Mesotherapie
  • Meerwassertherapie nach Quinton
  • Meerwasser-Therapie nach Maria Teresa Ilari
  • Varizenverödung mit konzentrierter Kochsalzlösung Die ab 1911 praktizierte Krampfaderentfernung mit Quecksilber (Sublimat) wurde in Deutschland von Paul Linser (1871 - 1963, Hautklinik Universität Tübingen) ab etwa 1911 eingeführt. Die Therapie erwies sich jedoch als nierenschädigend. Die Varizenverödung mit konzentrierter Kochsalzlösung geht auf Karl Linser (1895-1976, nicht verwandt mit Paul Linser) zurück.[5] Die Methode wurde auch als "biologische Krampfadern-Verödung" bekannt. Die Varikosen werden dabei durch Injektion von konzentrierter Kochsalzlösung (22% oder 27%) in Flußrichtung der Venen verödet. Die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland übernehmen die Kosten nicht. Anwender war unter anderem Max Otto Bruker. Zuletzt machte der Arzt Sundaro Köster mit einer abgewandelten Methode auf sich aufmerksam. In Deutschland wird diese Methode von mehreren Heilpraktikern angeboten. Eine deutsche Heilpraktikerin muss sich laut der NDR-Sendung Panorama (Sendung vom 31. Oktober 2019) wegen schwerer Nebenwirkungen, die acht Operationen zur Folge hatten, vor Gericht verantworten.
    Die S2 - Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie erwähnt die Methode nicht in ihren Therapievorschlägen.[6] In der Medizin wurde diese Methode inzwischen verlassen. Befürworter der Varizenverödung mit konzentrierter Kochsalzlösung benennen zumeist fälschlich Paul Linser als Erfinder der Methode.
  • Powerlight oder Power Light - Methode: Anwendung von Kochsalzlösung zur Behandlung von Krebs.

Weblinks

Quellennachweise