| − | Die Legenden zu nicht klar identifizierbaren hochentwickelten Kulturen im hohen Norden werden seit dem 19. Jahrhundert von [[Okkultismus|Okkultisten]] propagiert, ofmals verbunden mit Beschreibungen bestimmter zugehöriger "Menschenrassen". (Der Begriff Rassen oder Menschenrasse wurde in der Biologie aufgegeben). So stamme etwa eine "weisse Rasse" in Europa und Indien von den sagenhaften Hyperboräern ab, glaubt man Antoine Fabre d’Olivet (1768–1825), der auch vermutete dass die Hyperboräer im Bereich des Nordpols gelebt hätten. Die russische [[Theosophie|Theosophin]] [[Helena Blavatsky]] (1831–1891) erfand dazu eine Lehre, nach der die Arier die fünfte Wurzelrasse der Menschheit repräsentierten, die Hyperboräer die zweite, als riesige halbmenschliche Ungeheuer mit geringer Intelligenz. Diese seien in einer Sintflut untergegangen. Annie Besant (1847–1933) bezog sich auf Blavatsky. Durch [[Hellsehen]] will der Begründer der [[Anthroposophie]], [[Rudolf Steiner]], zu ähnlichen Einsichten gekommen sein. Der italienische Braunesoteriker Der italienische Rechtsesoteriker Julius Evola (1898–1974) behauptete, im Gegensatz zu Blavatsky, in derPolarregion hätten einst gottgleiche Nordmänner geherrscht. | + | Die Legenden zu nicht klar identifizierbaren hochentwickelten Kulturen im hohen Norden werden seit dem 19. Jahrhundert von [[Okkultismus|Okkultisten]] propagiert, ofmals verbunden mit Beschreibungen bestimmter zugehöriger "Menschenrassen". (Der Begriff Rassen oder Menschenrasse wurde in der Biologie aufgegeben). So stamme etwa eine "weisse Rasse" in Europa und Indien von den sagenhaften Hyperboräern ab, glaubt man Antoine Fabre d’Olivet (1768–1825), der auch vermutete dass die Hyperboräer im Bereich des Nordpols gelebt hätten. Die russische [[Theosophie|Theosophin]] [[Helena Blavatsky]] (1831–1891) erfand dazu eine Lehre, nach der die Arier die fünfte Wurzelrasse der Menschheit repräsentierten, die Hyperboräer die zweite, als riesige halbmenschliche Ungeheuer mit geringer Intelligenz. Diese seien in einer Sintflut untergegangen. Annie Besant (1847–1933) bezog sich auf Blavatsky. Durch [[Hellsehen]] will der Begründer der [[Anthroposophie]], [[Rudolf Steiner]], zu ähnlichen Einsichten gekommen sein. Der italienische Braunesoteriker Der italienische Rechtsesoteriker Julius Evola (1898–1974) behauptete, im Gegensatz zu Blavatsky, in derPolarregion hätten einst gottgleiche Nordmänner geherrscht. Die deutschsprachige Wikipedia schreibt: |
| | + | :''Der französische Prä-Astronautiker Robert Charroux (1909–1978) beschreibt in seinem Livre des secrets trahis (1964) die Hyperboreer als kulturbringende Außerirdische von der Venus und stellt ihnen als Feinde die Hebräer gegenüber.Der chilenische Antisemit Miguel Serrano (1917–2009) verknüpft diese Geschichte mit der Theorie der hohlen Erde: Die Hyperboreer hätten sich zum Schutz vor den verheerenden Folgen einer Polumkehr ins hohle Innere der Erde zurückgezogen. Außerdem zieht er sie zur Deutung von 1 Mos 6,4 EU heran, wonach rebellierende „Gottessöhne“ mit Menschenfrauen Riesen (Nephilim) gezeugt haben sollen, was die Verunreinigung des Blutes, somit auch das Ende der Goldenen Zeit bedeutete. Ein Beweis für die Existenz der Hyperboreer, sind seiner Meinung nach, die den Neandertalern rassisch überlegenen Cro-Magnon-Menschen; allein die Arier hätten aber die Erinnerung an ihre Herkunft im Zeichen der „schwarzen Sonne“ bewahrt. Ihnen stellt er die Juden gegenüber, die durch eine Weltverschwörung versuchen würden, die Wiedererrichtung der hyperboreischen Herrlichkeit zu vereiteln.''<ref>https://de.wikipedia.org/wiki/Hyperborea</ref> |
| | Im deutschsprachigen Raum werden antisemitischen Ausdeutungen des Mythos von Hyperborea von dem rechtsextremen Trivialschriftsteller Wilhelm Landig (1909–1997) und dem Rechtsesoteriker [[Jan Udo Holey]] (* 1967) weiterkolportiert. | | Im deutschsprachigen Raum werden antisemitischen Ausdeutungen des Mythos von Hyperborea von dem rechtsextremen Trivialschriftsteller Wilhelm Landig (1909–1997) und dem Rechtsesoteriker [[Jan Udo Holey]] (* 1967) weiterkolportiert. |