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'''Urkost''' ist eine Ernährungslehre von [[Franz Konz]], die er als "finale Lehre" und "erste evolutionsgeschichtlich basierte Gesundheitslehre" bezeichnet. Verbreitet wird sie durch Konz' Verein [[Bund für Gesundheit]] (BFG) und dessen Zeitschrift ''Natürlich leben'', durch das Buch ''Der Große Gesundheits-Konz'', sowie im Internet vor allem durch [[Brigitte Rondholz]]. Von ihren Befürwortern wird die Urkost auch ''Urmethodik'' genannt, da sich ihre Empfehlungen nicht auf die Ernährung beschränken.
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'''Urkost''' ist eine Ernährungslehre von [[Franz Konz]], die er als "finale Lehre" und "erste evolutionsgeschichtlich basierte Gesundheitslehre" bezeichnet. Verbreitet wird sie durch Konz' Verein [[Bund für Gesundheit]] (BFG) und dessen Zeitschrift ''Natürlich leben'', durch das Buch ''Der Große Gesundheits-Konz'' sowie im Internet vor allem durch [[Brigitte Rondholz]]. Von ihren Befürwortern wird die Urkost auch ''Urmethodik'' genannt, da sich ihre Empfehlungen nicht auf die Ernährung beschränken.
    
==Urkost und Urmensch==
 
==Urkost und Urmensch==
Mit der Bezeichnung "Urkost" spielt Konz auf eine von ihm willkürlich definierte "Urzeit des Menschen" an, "in der die Natur noch in Ordnung und Krankheit nicht bekannt war".<ref>Der Große Gesundheits-Konz, Kapitel 4.4: Was haben wir unter der Urzeit zu verstehen?</ref> Als Zeitraum legt er die Spanne von "vor etwa 30&nbsp;1/2 Millionen Jahren [...] bis vor 500.000&nbsp;Jahren" fest. Später habe mit dem Gebrauch des Feuers die Zivilisation begonnen, und der Mensch habe von da an Dinge getan, die "nicht natürlich" sind.
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Mit der Bezeichnung "Urkost" spielt Konz auf eine von ihm willkürlich definierte "Urzeit des Menschen" an, "in der die Natur noch in Ordnung und Krankheit nicht bekannt war".<ref>Der Große Gesundheits-Konz, Kapitel 4.4: Was haben wir unter der Urzeit zu verstehen?</ref> Als Zeitraum legt er die Spanne von "vor etwa 30&nbsp;1/2 Millionen Jahren [...] bis vor 500.000&nbsp;Jahren" fest. Später habe mit dem Gebrauch des Feuers die Zivilisation begonnen und der Mensch habe von da an Dinge getan, die "nicht natürlich" sind.
    
==Bestandteile==
 
==Bestandteile==
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Die Urkost zeigt Parallelen zur Rohkost-Lehre von [[Helmut Wandmaker]], z.B. die Ablehnung von Getreide. Auch Konz' dogmatischer, teils belehrender, teils drohender Schreibstil ähnelt dem von Wandmaker. Gekochtes Essen ist als "Schlechtkost" tabu, Fleisch und andere Tierprodukte ebenfalls.<ref>Ablehnung und Spott erntete Konz allerdings in der veganen Bewegung, als er entgegen der strengen Lehre den Genuss von "rohen, glitschigen Kaulquappen", "klebrigen Schnecken" und "Kleingetier in rohem Zustand" empfahl. Er fügte hinzu: "Wenn Du hin und wieder mal zu rohem Fleisch greifen möchtest, dann solltest Du es salzlos essen". Im Internet kursiert eine [http://www.youtube.com/watch?v=yZhr0hJVnmM Videodokumentation über Konz aus dem Jahr 2008], in der er Ameisen vom Waldboden aufsammelt und verspeist.</ref> Die Urkost entspricht damit einer [[Veganismus|veganen]] [[Rohkost]], nur dass zusätzlich Wert auf wildwachsende Kräuter gelegt wird, die ungewaschen gegessen werden sollen. Im Winter sind wegen des eingeschränkten Angebotes Brombeerblätter und Vogelmiere obligatorisch. Es wird auch zum Verzehr von Moosen, Flechten und Seetang geraten. Die Nahrung soll möglichst wenig zerkleinert werden. Man solle auch regelmäßig etwas Erde essen, z.B. von Maulwurfshügeln. Kaffee und Alkohol werden abgelehnt. Auch Trinken an sich ist als überflüssig verpönt, da man mit Früchten und Kräutern genug Flüssigkeit aufnehme, selbst bei körperlichen Höchstleistungen. Rondholz meinte dazu, "als Urmethodiker schwitzt man nicht mehr".<ref>urkostforum.de, 10.&nbsp;Oktober 2011. In ihrem Blog räumte Rondholz allerdings mehrfach ein, dass auch Urköstler schwitzen, "zwar viel weniger als Rohköstler, aber immerhin" (z.B. [http://rohkost.info/2010/07/25/ Urkost-Blog vom 25.&nbsp;Juli 2010])</ref>
 
Die Urkost zeigt Parallelen zur Rohkost-Lehre von [[Helmut Wandmaker]], z.B. die Ablehnung von Getreide. Auch Konz' dogmatischer, teils belehrender, teils drohender Schreibstil ähnelt dem von Wandmaker. Gekochtes Essen ist als "Schlechtkost" tabu, Fleisch und andere Tierprodukte ebenfalls.<ref>Ablehnung und Spott erntete Konz allerdings in der veganen Bewegung, als er entgegen der strengen Lehre den Genuss von "rohen, glitschigen Kaulquappen", "klebrigen Schnecken" und "Kleingetier in rohem Zustand" empfahl. Er fügte hinzu: "Wenn Du hin und wieder mal zu rohem Fleisch greifen möchtest, dann solltest Du es salzlos essen". Im Internet kursiert eine [http://www.youtube.com/watch?v=yZhr0hJVnmM Videodokumentation über Konz aus dem Jahr 2008], in der er Ameisen vom Waldboden aufsammelt und verspeist.</ref> Die Urkost entspricht damit einer [[Veganismus|veganen]] [[Rohkost]], nur dass zusätzlich Wert auf wildwachsende Kräuter gelegt wird, die ungewaschen gegessen werden sollen. Im Winter sind wegen des eingeschränkten Angebotes Brombeerblätter und Vogelmiere obligatorisch. Es wird auch zum Verzehr von Moosen, Flechten und Seetang geraten. Die Nahrung soll möglichst wenig zerkleinert werden. Man solle auch regelmäßig etwas Erde essen, z.B. von Maulwurfshügeln. Kaffee und Alkohol werden abgelehnt. Auch Trinken an sich ist als überflüssig verpönt, da man mit Früchten und Kräutern genug Flüssigkeit aufnehme, selbst bei körperlichen Höchstleistungen. Rondholz meinte dazu, "als Urmethodiker schwitzt man nicht mehr".<ref>urkostforum.de, 10.&nbsp;Oktober 2011. In ihrem Blog räumte Rondholz allerdings mehrfach ein, dass auch Urköstler schwitzen, "zwar viel weniger als Rohköstler, aber immerhin" (z.B. [http://rohkost.info/2010/07/25/ Urkost-Blog vom 25.&nbsp;Juli 2010])</ref>
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Da sich der Energiebedarf mit einheimischen Wildkräutern und -früchten kaum decken lässt, wird der Verzehr exotischer Früchte wie Safu, Pagodenfrucht, Jackfrucht oder Durian propagiert. Diese sind bei darauf spezialisierten Versandhändlern erhältlich, allerdings sehr teuer, da sie aus tropischen Ländern eingeflogen werden, hauptsächlich aus Südostasien. Von Rondholz wird dazu aber Widersprüchliches geäußert. Einerseits seien die Früchte vom "Versender" zur "regelgerechten Urkost" (beides von Rondholz und anderen Urkostanhängern oft benutzte Ausdrücke) nötig. Andererseits, und offenbar um den Eindruck zu zerstreuen, Urkost wäre nur für Wohlhabende geeignet, könne man aber auf die teuren Versandfrüchte verzichten und den Kalorienbedarf z.B. durch Nüsse decken. Behauptet wird außerdem wenig glaubhaft, dass Urköstler mit sehr viel weniger Nahrung als "Schlechtköstler" auskommen.
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Da sich der Energiebedarf mit einheimischen Wildkräutern und -früchten kaum decken lässt, wird der Verzehr exotischer Früchte wie Safu, Pagodenfrucht, Jackfrucht oder Durian propagiert. Diese sind bei darauf spezialisierten Versandhändlern erhältlich, allerdings sehr teuer, da sie aus tropischen Ländern eingeflogen werden, hauptsächlich aus Südostasien. Von Rondholz wird dazu aber Widersprüchliches geäußert. Einerseits seien die Früchte vom "Versender" zur "regelgerechten Urkost" (beides von Rondholz und anderen Urkostanhängern oft benutzte Ausdrücke) nötig. Andererseits, und offenbar um den Eindruck zu zerstreuen, Urkost sei nur für Wohlhabende geeignet, könne man aber auf die teuren Versandfrüchte verzichten und den Kalorienbedarf z.B. durch Nüsse decken. Behauptet wird außerdem wenig glaubhaft, dass Urköstler mit sehr viel weniger Nahrung als "Schlechtköstler" auskommen.
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Die Urkost beschränkt sich nicht auf Regeln zur Ernährung. Zur Urkost gehört außerdem das "Urtraining", darunter wird hauptsächlich Joggen und Wandern verstanden, ergänzt durch den "Urschrei" und durch, von Rondholz erdachte, gymnastische Übungen. Nach Konz, der die Urkost auch Ur''Medizin'' nennt, ist ein weiterer wichtiger Bestandteil das "Singen". Dazu propagiert er aus seiner Sicht geeignete Volkslieder, die er mit neuen Texten versehen hat.<ref>Beispiel: ''Auf, auf ihr Urzeitleut, / zum Gesang jetzt kömmt die Zeit. / Tut Euch nit lang besinnen, / die UrMedizin heißt Singen! / So sie uns zu Herzen geht / die Seele aufwärts schwebt. // Ihr lieben Freunde mein, / Franz lädt zum Singen ein. / Damit er euch kann geben / ein glücklich-freud’ges Leben. / So merkt jetzt mal für kurze Zeit / Wie Gesang das Herz erfreut. // Der Tau vom Himmel fällt, / hell wird das Firmament. / Die Vöglein in der Höhen / wenn sie vom Schlaf aufstehen / so singen sie zu unsrer Freud: / auf, auf Ihr Urzeitleut’.'' Natürlich leben 1/2009, S.14</ref>
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Die Urkost beschränkt sich nicht auf Regeln zur Ernährung. Zur Urkost gehört außerdem das "Urtraining", darunter wird hauptsächlich Joggen und Wandern verstanden, ergänzt durch den "Urschrei" und durch von Rondholz erdachte, gymnastische Übungen. Nach Konz, der die Urkost auch Ur''Medizin'' nennt, ist ein weiterer wichtiger Bestandteil das "Singen". Dazu propagiert er aus seiner Sicht geeignete Volkslieder, die er mit neuen Texten versehen hat.<ref>Beispiel: ''Auf, auf ihr Urzeitleut, / zum Gesang jetzt kömmt die Zeit. / Tut Euch nit lang besinnen, / die UrMedizin heißt Singen! / So sie uns zu Herzen geht / die Seele aufwärts schwebt. // Ihr lieben Freunde mein, / Franz lädt zum Singen ein. / Damit er euch kann geben / ein glücklich-freud’ges Leben. / So merkt jetzt mal für kurze Zeit / Wie Gesang das Herz erfreut. // Der Tau vom Himmel fällt, / hell wird das Firmament. / Die Vöglein in der Höhen / wenn sie vom Schlaf aufstehen / so singen sie zu unsrer Freud: / auf, auf Ihr Urzeitleut’.'' Natürlich leben 1/2009, S.14</ref>
    
==Urkost und Gesundheit==
 
==Urkost und Gesundheit==
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[[Image:Paketheilerde.jpg|thumb|Urköstliche Universalmedizin]]
 
[[Image:Paketheilerde.jpg|thumb|Urköstliche Universalmedizin]]
Obwohl Urkost also sogar Krebs und AIDS heilen würde, führt Konz als Ausnahme seltsamerweise an, dass man Hämorrhoiden, ein vergleichsweise banales Leiden, damit "leider nur selten und dann auch nur langsam kurieren" könne. An anderer Stelle listet Konz die angeblich positiven Auswirkungen der Urkost wie folgt auf:<ref>Der Große Gesundheits-Konz, 9. Auflage 2010, S.414ff, Abschnitt 4.93: ''Die Nebenwirkungen der UrTherapie sind nur positiv.''</ref>
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Obwohl Urkost also sogar Krebs und AIDS heilen soll, führt Konz als Ausnahme seltsamerweise an, dass man Hämorrhoiden, ein vergleichsweise banales Leiden, damit "leider nur selten und dann auch nur langsam kurieren" könne. An anderer Stelle listet Konz die angeblich positiven Auswirkungen der Urkost wie folgt auf:<ref>Der Große Gesundheits-Konz, 9. Auflage 2010, S.414ff, Abschnitt 4.93: ''Die Nebenwirkungen der UrTherapie sind nur positiv.''</ref>
    
* ''Da Du selbst bei Anstrengung nicht mehr schwitzt, weil Du kein Salz im Körper hast, erträgst Du auch jede Bullenhitze der Tropen mit Leichtigkeit.''
 
* ''Da Du selbst bei Anstrengung nicht mehr schwitzt, weil Du kein Salz im Körper hast, erträgst Du auch jede Bullenhitze der Tropen mit Leichtigkeit.''
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* ''Du behältst nun für immer Deine schlanke Figur – brauchst also nie mehr Geld für Bekleidung auszugeben, sofern Du Dich zeitlos kleidest.''
 
* ''Du behältst nun für immer Deine schlanke Figur – brauchst also nie mehr Geld für Bekleidung auszugeben, sofern Du Dich zeitlos kleidest.''
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Sollte es trotz urköstlicher Lebensweise einmal zu körperlichen Beschwerden kommen, so ließen sich diese mit [[Heilerde]] kurieren. Heilerde, innerlich oder äußerlich angewendet, ist praktisch das einzige tolerierte "Medikament". In hartnäckigen Fällen wird das "Erdfasten" empfohlen, bei dem der Patient nichts außer täglich ein paar Teelöffel Heilerde zu sich nimmt. Personen, die besorgt sind, weil sie auch nach einer Weile dieser Prozedur keine Besserung feststellen, bekommen von Konz und Rondholz zu hören, dass sie entweder zu ungeduldig sind oder zu viel Gift im Körper haben auf Grund von früherer Fehlernährung.
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Sollte es trotz urköstlicher Lebensweise einmal zu körperlichen Beschwerden kommen, so ließen sich diese mit [[Heilerde]] kurieren. Heilerde, innerlich oder äußerlich angewendet, ist praktisch das einzige tolerierte "Medikament". In hartnäckigen Fällen wird das "Erdfasten" empfohlen, bei dem der Patient nichts außer täglich ein paar Teelöffel Heilerde zu sich nimmt. Personen, die besorgt sind, weil sie auch nach einer Weile dieser Prozedur keine Besserung feststellen, bekommen von Konz und Rondholz zu hören, dass sie entweder zu ungeduldig sind oder auf Grund von früherer Fehlernährung zu viel Gift im Körper haben.
    
==Checkliste für Urkost==
 
==Checkliste für Urkost==
Mit der Urkost sei man vor jeglicher Krankheit gefeit und sie sei auch geeignet, jede bestehende Krankheit zu heilen. Wird ein Urköstler trotzdem krank (oder wird er nicht gesund), läge das daran, dass er die Regeln nicht genau beachtet. Insofern ist das ein sektentypisches Gedankengebäude, da es schlicht unmöglich ist, nicht irgendwann gegen eine der Regeln zu verstoßen. Im Krankheitsfall ist man damit immer selber schuld. Die Unfehlbarkeit seiner Lehre zementiert Franz Konz mit einer "Checkliste":
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Mit der Urkost sei man vor jeglicher Krankheit gefeit und sie sei auch geeignet, jede bestehende Krankheit zu heilen. Wird ein Urköstler trotzdem krank (oder wird er nicht gesund), liege das daran, dass er die Regeln nicht genau beachte. Insofern ist das ein sektentypisches Gedankengebäude, da es schlicht unmöglich ist, nicht irgendwann gegen eine der Regeln zu verstoßen. Im Krankheitsfall ist man damit immer selbst schuld. Die Unfehlbarkeit seiner Lehre zementiert Franz Konz mit einer "Checkliste":
 
* ''Isst Du ausschließlich reifes Obst, frisches Bio-Gemüse?''
 
* ''Isst Du ausschließlich reifes Obst, frisches Bio-Gemüse?''
 
* ''Alles ohne Ausnahme ungekocht?''
 
* ''Alles ohne Ausnahme ungekocht?''
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Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) äußerte sich gegen die Rohkost. Die Gießener Rohkoststudie von 1996 bis 1998 untersuchte den Gesundheitsstatus von Rohköstlern. Als Endergebnis wurde festgestellt, dass 57% der Studienteilnehmer Untergewicht hatten, ein Drittel der Frauen unter 45&nbsp;Jahren an Amenorrhö (Ausbleiben der Monatsregel) litten und die Zufuhr an Calcium, Zink, Eisen, Iod, Vitamin&nbsp;D und Vitamin&nbsp;B12 deutlich mangelhaft war.
 
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) äußerte sich gegen die Rohkost. Die Gießener Rohkoststudie von 1996 bis 1998 untersuchte den Gesundheitsstatus von Rohköstlern. Als Endergebnis wurde festgestellt, dass 57% der Studienteilnehmer Untergewicht hatten, ein Drittel der Frauen unter 45&nbsp;Jahren an Amenorrhö (Ausbleiben der Monatsregel) litten und die Zufuhr an Calcium, Zink, Eisen, Iod, Vitamin&nbsp;D und Vitamin&nbsp;B12 deutlich mangelhaft war.
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Selbst die Gefahr von Todesfällen, die bei adäquater medizinischer Behandlung vermeidbar wären, ist durch die Urkost gegeben, da die Konz´sche Lehre ärztliche Behandlungen als überflüssig, sogar als schädlich betrachtet. Ein Todesfall wurde bekannt, als ein 52-jähriger Anhänger der Rohkost nach Konz und [[Helmut Wandmaker|Wandmaker]] am 23.&nbsp;August 2010 an AIDS verstarb, nachdem er bis fast zuletzt jegliche medizinische Behandlung ablehnte und anstatt dessen den gesundheitlichen Versprechen der Ur- und Rohkost-Protagonisten glaubte.<ref>http://forum.mysnip.de/read.php?27820,107593</ref> Im Jahr 2003 starb ein 16&nbsp;Monate alter Junge, den die Eltern streng nach der Konz'schen Lehre ernährt und ihn trotz Lungenentzündung nicht zum Arzt gebracht hatten.<ref>[http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,328416,00.html Kind verhungert: Bewährungsstrafen für Veganer-Eltern] Der Spiegel, 17. November 2004</ref> Konz meinte dazu:<ref>[http://www.bz-berlin.de/archiv/ist-dieses-buch-schuld-am-hunger-tod-des-vegetarier-babys-article54994.html Ist dieses Buch Schuld am Hunger-Tod des Vegetarier-Babys?] B.Z., 19. November 2004</ref>
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Selbst die Gefahr von Todesfällen, die bei adäquater medizinischer Behandlung vermeidbar wären, ist durch die Urkost gegeben, da die Konz´sche Lehre ärztliche Behandlungen als überflüssig, sogar als schädlich betrachtet. Ein Todesfall wurde bekannt, als ein 52-jähriger Anhänger der Rohkost nach Konz und [[Helmut Wandmaker|Wandmaker]] am 23.&nbsp;August 2010 an AIDS verstarb, nachdem er bis fast zuletzt jegliche medizinische Behandlung ablehnte und anstatt dessen den gesundheitlichen Versprechen der Ur- und Rohkost-Protagonisten glaubte.<ref>http://forum.mysnip.de/read.php?27820,107593</ref> Im Jahr 2003 starb ein 16&nbsp;Monate alter Junge, den die Eltern streng nach der Konz'schen Lehre ernährt und trotz Lungenentzündung nicht zum Arzt gebracht hatten.<ref>[http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,328416,00.html Kind verhungert: Bewährungsstrafen für Veganer-Eltern] Der Spiegel, 17. November 2004</ref> Konz meinte dazu:<ref>[http://www.bz-berlin.de/archiv/ist-dieses-buch-schuld-am-hunger-tod-des-vegetarier-babys-article54994.html Ist dieses Buch Schuld am Hunger-Tod des Vegetarier-Babys?] B.Z., 19. November 2004</ref>
 
:''Vielleicht war der Tod ja von Gott bestimmt. Da sind wir machtlos [...] Die Eltern werden jetzt anscheinend dafür verurteilt, dass sie ihr Kind gesund ernährten [...] So habe ich meine beiden Kinder (9&nbsp;und&nbsp;10) auch ernährt. Sie waren nie krank, hatten nicht mal Schnupfen. Einen Arzt haben sie auch nie gesehen.''
 
:''Vielleicht war der Tod ja von Gott bestimmt. Da sind wir machtlos [...] Die Eltern werden jetzt anscheinend dafür verurteilt, dass sie ihr Kind gesund ernährten [...] So habe ich meine beiden Kinder (9&nbsp;und&nbsp;10) auch ernährt. Sie waren nie krank, hatten nicht mal Schnupfen. Einen Arzt haben sie auch nie gesehen.''
  
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