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Im Jahr 2002 kam es in Coburg, ausgehend von einer [[Waldorfschule]], zu einem [[Masernausbrüche an Waldorfschulen|Masernausbruch]], dessen Ursache in einem unzureichenden Durchimpfungsgrad lag.<ref>http://www.kinderaerzte-im-netz.de/bvkj/aktuelles1/show.php3?id=191&nodeid=26</ref> Bei Durchimpfungsraten von 90 Prozent oder höher in den Nachbarlandkreisen blieb der Ausbruch auf Stadt und den Landkreis Coburg beschränkt, wo die Durchimpfungsrate nur bei ca. 77 Prozent lag.<ref name='ABl'>http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/pdf.asp?id=39670</ref>
 
Im Jahr 2002 kam es in Coburg, ausgehend von einer [[Waldorfschule]], zu einem [[Masernausbrüche an Waldorfschulen|Masernausbruch]], dessen Ursache in einem unzureichenden Durchimpfungsgrad lag.<ref>http://www.kinderaerzte-im-netz.de/bvkj/aktuelles1/show.php3?id=191&nodeid=26</ref> Bei Durchimpfungsraten von 90 Prozent oder höher in den Nachbarlandkreisen blieb der Ausbruch auf Stadt und den Landkreis Coburg beschränkt, wo die Durchimpfungsrate nur bei ca. 77 Prozent lag.<ref name='ABl'>http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/pdf.asp?id=39670</ref>
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Auch Fromme spielte dabei eine Rolle, denn eigenen Aussagen zufolge waren nur ca. 70 Prozent der von ihm betreuten Kinder gegen Masern geimpft, 30 Prozent hingegen nicht. Dies führte zu einer hohen Anzahl von Maserninfektionen unter den nicht geimpften Kindern. Fromme behandelte 685 der insgesamt 1191 gemeldeten Masernfälle<ref>http://www.ariplex.com/ama/ama_cob2.htm</ref><ref name='ABl'></ref> in seiner Praxis [[Homöopathie|homöopathisch]]. Auf fiebersenkende Mittel verzichtete er, auch bei Fieber, das 40°C knapp überstieg. Seiner Meinung nach ist Fieber zur Bekämpfung der Krankheit nützlich, damit das Immunsystem besser arbeitet. Fiebersenkende Maßnahmen wirken sich zwar nicht verkürzend auf den Krankheitsverlauf aus und die Studienlage, ob fiebersenke Maßnahmen eine Verlängerung des Krankheitsgeschehens bewirken, ist umstritten, aber Fieber über 40 C muss durch fiebersenkende Therapie behandelt werden, weil sonst Komplikationen drohen.  
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Auch Fromme spielte dabei eine Rolle, denn eigenen Aussagen zufolge waren nur ca. 70 Prozent der von ihm betreuten Kinder gegen Masern geimpft, 30 Prozent hingegen nicht. Dies führte zu einer hohen Anzahl von Maserninfektionen unter den nicht geimpften Kindern. Fromme behandelte 685 der insgesamt 1191 offiziell gemeldeten Masernfälle<ref>http://www.ariplex.com/ama/ama_cob2.htm</ref><ref name='ABl'></ref> in seiner Praxis [[Homöopathie|homöopathisch]]. Auf fiebersenkende Mittel verzichtete er, auch bei Fieber, das 40°C knapp überstieg. Seiner Meinung nach ist Fieber zur Bekämpfung der Krankheit nützlich, damit das Immunsystem besser arbeitet. Fiebersenkende Maßnahmen wirken sich zwar nicht verkürzend auf den Krankheitsverlauf aus und die Studienlage, ob fiebersenke Maßnahmen eine Verlängerung des Krankheitsgeschehens bewirken, ist umstritten, aber Fieber über 40 C muss durch fiebersenkende Therapie behandelt werden, weil sonst Komplikationen drohen.  
    
Ferner sah Fromme in der Masernepidemie Vorteile da „''durch die Infektion geimpfte Personen geboostert''“ würden<ref>http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/pdf.asp?id=42500</ref>. Er ist der Meinung, so genannte Kinderkrankheiten würden zur Stärkung des Kindes beitragen. Auf seiner Praxis-Homepage schreibt er dazu: "[...]''Kinderkrankheiten, die wohl schwerlich als „Schicksalsschlag“, sondern vielmehr als Festigung der (kindlich-menschlichen) Vitalitäts- und Immunkräfte zu verstehen sind. Eine bedingungslose Impfung jedweder Kinderkrankeit bedarf daher – so meine Position – einer ausführlichen, impfberatenden Diskussion, in die das Kind, die Eltern, die Großeltern und deren Krankheitsbiographie einzubinden sind.''"<ref>http://www.wos-co.de/dr_karl_fromme/arzt-ethos_alternative_homoeopathie.html#impf</ref>.
 
Ferner sah Fromme in der Masernepidemie Vorteile da „''durch die Infektion geimpfte Personen geboostert''“ würden<ref>http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/pdf.asp?id=42500</ref>. Er ist der Meinung, so genannte Kinderkrankheiten würden zur Stärkung des Kindes beitragen. Auf seiner Praxis-Homepage schreibt er dazu: "[...]''Kinderkrankheiten, die wohl schwerlich als „Schicksalsschlag“, sondern vielmehr als Festigung der (kindlich-menschlichen) Vitalitäts- und Immunkräfte zu verstehen sind. Eine bedingungslose Impfung jedweder Kinderkrankeit bedarf daher – so meine Position – einer ausführlichen, impfberatenden Diskussion, in die das Kind, die Eltern, die Großeltern und deren Krankheitsbiographie einzubinden sind.''"<ref>http://www.wos-co.de/dr_karl_fromme/arzt-ethos_alternative_homoeopathie.html#impf</ref>.
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