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Quantenmystik

38 Byte hinzugefügt, 07:12, 2. Jun. 2011
Merkmale der Quantenmystik
==Merkmale der Quantenmystik==
Quantenmystische Ansichten werden oft vorgebracht, um ansonsten nicht überzeugende, unwirksame oder völlig spekulative Konstrukte zu "belegen" bzw. ihnen einen Anschein von Wissenschaftlichkeit zu verleihen. Den "Quantenmystikern" kommt entgegen, dass die wissenschaftliche Quantenphysik – als Teildisziplin der Physik üblicherweise Quanten''mechanik'' genannt – für Außenstehende meist schwer verständlich bleibt. Die subatomaren Forschungsgegenstände , also die "Teilchen" oder "Quanten", lassen sich nicht herkömmlich abbilden, und das Verhalten subatomarer Teilchen lässt sich oft nicht mit der Alltagserfahrung in Einklang bringen oder läuft dieser sogar zuwider. Ohne solide Kenntnisse in Mathematik und Physik ist ein tieferes Eindringen kaum möglich, erst recht ist ohne solches Rüstzeug keine "Weiterentwicklung" zu bewerkstelligen, was einige Quantenmystiker gleichwohl für sich reklamieren. Der typische Satz "aus der Quantenphysik wissen wir, dass..." (gefolgt von einer Behauptung) kann von Laien daher kaum auf seine Stichhaltigkeit überprüft werden. Auch wird die in der Wissenschaft praktizierte Trennung zwischen Hypothese und wissenschaftlicher Beobachtung (mit gleichzeitiger Abschätzung oder Nennung der Fehlerbehaftung) zumeist ignoriert. Quantenmystischen Konzepten ist daher trotz vorgeblicher Wissenschaftlichkeit oft eine Wissenschaftsferne oder auch Wissenschaftsfeindlichkeit eigen.
Die Anleihen, die von Quantenmystikern bei der Quantenmechanik gemacht werden, sind unterschiedlich. Oft handelt es sich um nicht mehr als das Wort "Quantenphysik" oder eigene Wortkreationen mit der Silbe "Quant". Konkrete physikalische und mathematische Gegebenheiten und Modelle der Quantenmechanik werden nicht thematisiert. Am häufigsten sind diffuse Aussagen wie
Dennoch werden solche Aussagen ohne jede Rechtfertigung auf makroskopische Objekte oder auch auf das Verhalten von Menschen bezogen. Dass bei einer Gruppe handelnder Personen auch nicht unmittelbar beteiligte Beobachter einen Einfluss auf das Geschehen haben können, ist aber keine tiefschürfende Erkenntnis aus der Quantenphysik, sondern banal.
Die beliebte Phrase, alles bestehe aus "Schwingungen", nimmt Bezug auf den Welle-Teilchen-Dualismus der Quantenmechanik, eigentlich auf [http://de.wikipedia.org/wiki/Materiewelle Materiewellen], ein mathematisches Modell der Quantenmechanik, mit dem sich das Verhalten von Elementarteilchen beschreiben lässt, das sowohl Teilchen- als auch Wellencharakter annehmen kann (ein bekanntes Schlüsselexperiment dazu ist die Beugung von Elektronen am [http://de.wikipedia.org/wiki/Doppelspaltexperiment Doppelspalt]). Wenngleich sich der Wellencharakter auch für größere Teilchen, d.h. Atome und Moleküle, nachweisen lässt, ist das Konzept der Materiewellen für das Verhalten makroskopischer Objekte ohne Belang und Sätze der zitierten Art haben daher wenig Aussagekraft. Oft werden in dem Zusammenhang auch Materiewellen und elektromagnetische Wellen durcheinandergebracht und Aussagen dazu unzulässig gemischt. Bei der elektromagnetischen Strahlung gibt es auch einen Welle-Teilchen-Dualismus (bei beim Licht nennt man die Teilchen ''Photonen''). Materiewellen sind jedoch keine messbare Strahlung, sondern ein Erklärungsmodell.
==Beispiele für quantenmystische Konzepte, Begriffe und Produkte==
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