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Hohlerde

51 Byte hinzugefügt, 06:27, 22. Jul. 2009
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Die Massivität der Erde ist durch sehr viele geophysikalische Daten belegt, hingegen gibt es keine Daten aus dem Bereich der Geophysik, die auch nur in die Nähe kommen für eine hohle Erde zu sprechen. Das fängt bereits bei der Masse und der Massenverteilung des Planeten an. So hat die Erde eine mittlere Dichte von 5,52g/cm3, aber die Gesteine der Erdoberfläche und der Kruste haben nur Dichten zwischen 2,6 und 3,3 g/cm3. Wo sollten sich in einem hohlen Planeten die erforderlichen Massen befinden, um die Gesamtdichte zu erzeugen?
Auch nachdem die Vorstellung von einer hohlen Erde im 19. Jahrhundert wissenschaftlich überholt war, lieferte sie noch Stoff für viele Erzählungen und später für Filme. Am bekanntesten dürfte der Roman ''Reise zum Mittelpunkt der Erde'' von Jules Verne sein. Daneben wird sie gelegentlich von [[Pseudowissenschaft]]lern aufgegriffen, welche den gegenwärtigen Kenntnisstand über den Aufbau von Erdkern und Erdmantel sowie die gute belegte Theorie der Plattentektonik anzweifeln.
Einige dieser Vertreter behaupten, die hohle Erde sei mit Wasserstoffgas gefüllt. Faltengebirge seine durch Meteoriteneinschläge und dem Entweichen des Gases aus dem Erdinneren und der daraus folgenden Schrumpfung der Erde entstanden. Allerdings widerspricht dieser Annahme die Existenz von Dehnungsstrukturen wie z.B. mittelozeanischen Riftsystemen oder Grabenbrüchen, an denen sich die Erdkruste aufweitet. Wie sollte bei einer schrumpfenden Erde z.B. ein Stück der amerikanischen Kontinentalplatte in Schottland und ein Stück Europas in Amerikas auftauchen dürfen? Gerade dieses nebeneinander von Dehnungsspuren und Einengungsprozessen kann mit Hilfe der Plattentektonik sehr gut verstanden werden.
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